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3. März 2007
POLITISCHE VEREINBARUNG IN OUAGADOUGOU
Der Präsident von Burkina Faso und die Gemeinschaft Sant'Egidio erarbeiten gemeinsam mit den Gruppierungen der Elfenbeinküste einen Vertrag zur Beendigung des Bürgerkrieges in der Elfenbeinküste
Am 3. März wurde die Ausarbeitung der politischen Vereinbarung von Ougadougou über die Elfenbeinküste abgeschlossen, am 4. März wurde der Vertrag vom Präsidenten der Republik, Laurent Gbagbo, und vom Befehlshaber der Neuen Kräfte (Rebellen), Guillaume Soro, unterzeichnet. Er ist das Ergebnis eines direkten Dialogs zwischen den Gruppierungen, der seit ca. zwei Monaten in der Hauptstadt von Burkina Faso stattfand.
Nach monatelangen Spannungen in politischer und militärischer Hinsicht handelt es sich hierbei um einen bedeutsamen Schritt auf dem Weg zum Frieden in dem Land Westafrikas, das seit dem Krieg Ende 2002 in zwei Teile geteilt ist. Vermittelt wurde die Übereinkunft durch den Präsidenten von Burkina Faso, Blaise Compaoré. Die Gemeinschaft Sant'Egidio, die sich seit Jahren für den Dialog und die Befriedung der Elfenbeinküste einsetzt, begleitete vor allem in der letzten Phase der Verhandlungen die Vermittlung.
Seit Ende 2006 herrschte ein Stillstand in der Situation der Elfenbeinküste, ausgelöst durch gewaltsame Ausschreitungen, die die Übergangsregierung handlungsunfähig machten. Das Land ist zweigeteilt, was vor allem für die Bevölkerung des Nordens, der Region der Rebellen, gravierende Konsequenzen hat. Seit Jahren funktionieren weder Schulen noch Krankenhäuser, viele Einwohner flohen in den Süden des Landes. Ca. eine Million Einwanderer suchten Zuflucht in Burkina Faso. Ein zusätzliches Problem ist, dass ein großer Teil der Bevölkerung der Elfenbeinküste keine Ausweise und Pässe besitzt. Aufgrund von politischem Ehrgeiz und Komplizentum wurde das Zusammenleben zwischen der ansässigen Bevölkerung und den Einwanderern zerstört. Ca. ein Drittel der Einwohner der Elfenbeinküste stammen aus anderen Ländern, und seit der Unabhängigkeit war das Land charakterisiert durch Gastfreundschaft und Toleranz.
Die Gemeinschaft Sant'Egidio arbeitet mit Hilfe eines engen Netzes von örtlichen Gemeinschaften seit Jahren mit den Armen und für den Aufbau eines Klimas des Dialogs und des Zusammenlebens, u.a. auch mit interreligiösen Initiativen. Seit Beginn der Krise hat sie an zahlreichen Vermittlungsversuchen teilgenommen, so in Marcoussis, Lomé und Accra. Aus diesen Gründen und aufgrund ihrer Erfahrungen im Bereich der Mediation und ihrer langen Präsenz in der Elfenbeinküste mit direkter Unterstützung und Maßnahmen zum Dialog wurde sie gebeten, den direkten Dialog in Burkina Faso zu begleiten.
Weitere Informationen bei Mario Giro - Tel. 00226.70616557
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Piazza di
S. Egidio, 3/a - 00153 ROMA - Tel +39.585661 - Fax +39.58566331 |