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7. April 2008 ROM Basilika San Bartolomeo auf der Tiberinsel Papst Benedikt XVI Seit dem Jahr 2002 besteht auf der Tiberinsel der erste Pilgerort zum Gedenken an die Märtyrer unserer Zeit. Er entstand auf Wunsch von Papst Johannes Paul II., der die Durchführung des Planes und das begleitende Gebet der Gemeinschaft Sant'Egidio anvertraute. Nach einer langen Vorbereitungszeit, zu der eine dreijährige Forschungsperiode für das Heilige Jahr 2000 gehörte, enthält die Basilika San Bartolomeo auf der Tiberinsel, einer der ältesten gottesdienstlich genutzten Orte der Stadt, heute das Gedenken und Reliquien von zahlreichen Glaubenszeugen unserer Zeit. Zu ihnen zählen der Märtyrer Erzbischof Oscar Arnulfo Romero wie Kardinal Posadas Ocampo, der am Flughafen von Guadalajara von Drogenschmugglern getötet wurde, der evangelische Pfarrer Paul Schneider wie der Bauer Franz Jägerstätter, beide im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime aufgrund der Verweigerung aus Gewissensgründen und als Glaubenszeugen umgebracht, der Mönch und geistliche Leiter Sofian Boghiu, ein Gegner des kommunistischen Totalitarismus in Rumänien wie Don Andrea Santoro, ein römischer Priester, der in Trebisconda erschossen wurde, so wie der französische Pater André Jarlan in Chile, ein Zeuge des Dialogs und der Freundschaft zu den Ärmsten der Armen. Diesen ökumenischen Pilgerort wird Papst Benedikt XVI. am 7. April 2008 um 17.30 Uhr aufsuchen und dabei gemeinsam mit Kardinal Camillo Ruini die Gemeinschaft Sant'Egidio besuchen, als Zeichen der Verbundenheit in ihrem 40. Jahr. Die Gemeinschaft Sant'Egidio entstand 1968 in Rom und ist heute weltweit in über 70 Ländern mit über 50.000 Mitgliedern verbreitet. Ihre Spiritualität ist charakterisiert durch das Gebet und den Dienst an den Armen, die Arbeit für den Frieden und die Versöhnung, den Einsatz für die Ökumene und den Dialog zwischen Gläubigen verschiedener religiöser Traditionen. Sie ist ein Zeugnis für einen starken christlichen Glauben, der im Gebet, in der Liebe und im Sinn für Gerechtigkeit verwurzelt ist, vergleichbar mit jenem Glauben der Armen Schwestern von Bergamo, die in ihrem Dienst an den Opfern des Ebolavirus bis zum Ende ausharrten und hierfür starben. Er wendet sich nie "gegen" andere, sondern ist offen für den Dialog und bildet einen Schlüssel zum Aufbau des gemeinsamen Wohles und der Fähigkeit des Zusammenlebens in Zeiten der Auseinandersetzungen und Konflikte. Um die Veranstaltung zu verfolgen, die direkt von der Fernsehzentrale des Vatikans übertragen wird, ist eine rechtzeitige Akkreditierungsanfrage an die Gemeinschaft Sant'Egidio notwendig.
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Piazza di
S. Egidio, 3/a - 00153 ROMA - Tel +39.06585661 - Fax +39.0658566331 |