Comunità di S.Egidio


 

30/11/2003


Zahlreiche Städte begehen "Tag gegen Todesstrafe"

 

Mehr als hundert Städte weltweit haben auf Anregung der katholischen Sant'Egidio-Gemeinschaft in Italien einen "Tag für das Leben und gegen die Todesstrafe" begangen. In einem in Rom veröffentlichten Appell mehrerer Friedensnobelpreisträger hieß es, "die Todesstrafe erniedrigt die Exekutierten und die Staaten, die exekutieren". Unterzeichnet war der Aufruf unter anderem vom Dalai Lama und vom früheren sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow. Beim Angelus-Gebet im Petersdom lobte Papst Johannes Paul II. die Initiative.

Nach Angaben des Sprechers Francesco Dante wurden in den 111 Teilnehmerstädten symbolische Denkmäler gegen die Todesstrafe enthüllt. Erstmals zählte die japanische Hauptstadt Tokio zu den Teilnehmern. Ende 2002 saßen in Japans Gefängnissen 110 zum Tode Verurteilte ein. Unter anderem nahmen auch Brüssel, Stockholm, Santiago de Chile, Dallas und Bogotà teil.