Comunità di S.Egidio


 

17/01/2004


Ehrung für Sant´Egidio
Erster Arnold-Janssen-Preis

 

Die internationale katholische Laienorganisation Sant´Egidio ist Preisträgerin des ersten Gocher „Arnold-Janssen-Preises“, der gestern bei einer Tagung in Goch verliehen wurde. Anlass für Preis und Symposium war die Heiligsprechung des Gochers Arnold Janssen im Oktober. Damals waren Tausende Niederrheiner nach Rom gereist, um den Gründer des Steyler Missionsordens, der bereits 1909 starb, zu ehren.

Um das Gedenken des berühmten Gochers langfristig zu sichern, wurde eine Arnold-Janssen-Stiftung gegründet, die alle zwei Jahre den mit 15000 Euro dotierten Preis vergeben wird- für herausragende Verdienste von Einzelnen oder Gruppen, die sich im Geiste Arnold Janssens zum Beispiel sozialer Themen annehmen.

Eingebettet war die Preisverleihung in eine Tagung zum Thema „Frieden- eine Utopie in einer globalen Gesellschaft?“ Philippe Morillon, ehemaliger Kommandeur der UN- Truppen in Bosnien, Andreas Zumach, Journalist und Mitbegründer der Friedensbewegung, und der Sozialethiker Prof. Manfred Spieker gehörten zu den Referenten.

Sant´Egidio verbindet man vor allem mit der Organisation des jährlichen Internationalen Friedenstreffens und des Weltfriedensgebetes. 1986 hatte der Papst die Gemeinschaft, die weltweit rund 40 000 Mitglieder hat, erstmals damit beauftragt. Außerdem machte Sant´Egidio mehrfach durch diplomatisches Geschick von sich reden: Der Bürgerkrieg in Mosambik etwa ging durch seine Vermittlung zu Ende.

Anja Settnik