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Eine medizinische Fakultät bewertete das Projekt der Gemeinschaft San Egidio im Kampf gegen Aids in Afrika als weltweit beste humanitäre Hilfsleistung aus medizinischer Sicht.
Der Preis für das Programm „Dream“ (Drug Resource Enhancement against AIDS and Malnutrition) wurde am 23. April am Sitz der medizinischen Fakultät von Aquila verliehen.
Bei der Feier, die vom Präsidenten der Fakultät, Fernando di Orio, geleitet wurde, nahmen auch der Gründer der Gemeinschaft San Egidio, der Historiker Andrea Riccardi und der Wissenschafter, der das Projekt ins Leben gerufen hat, Professor Leonardo Palombi, teil.
Das Programm „Dream“, das bereits zu einer festen Einrichtung im Gesundheitssektor Mozambiques geworden ist, „entstand mit dem Ziel, Prävention und Therapie zu verbinden“, basierend auf dem „zentralen Wert allen menschlichen Lebens“, wie Quellen der Gemeinschaft San Egidion erklären.
Mario Marazzitti, Sprecher der Gemeinschaft San Egidio, berichtete, dass bisher 13 Zentren in Mozambique unter den Auspizien von „Dream“ eingerichtet wurden, in denen Menschen geholfen wird, die mit Aids infiziert sind. An die 16,4% der 20 Millionen Mozambiquaner sind mit dem HIV Virus infiziert, wie Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen.
Von 70.000 Menschen, die in Afrika wegen Aids in Behandlung sind, werden an die 7.000 von der Gemeinschaft San Egidio betreut.
In seinem Anwendungsgebiet hat das retrovirale Therapieprogramm die Weiterübertragung des Virus von Müttern auf Kinder in 97% der Fällen verhindert und eine Überlebensquote von 90% der Menschen erreicht, die HIV positiv diagnostiziert wurden.
Von den 42 Millionen Menschen, die weltweit mit Aids infiziert sind, leben nach neuesten Daten des UN Aidsprogrammes (UNAIDS). 30 Millionen in Afrika.
Die Gemeinschaft San Egidio setzt erste Schritte, um diesen Service auch in Malawi, Angola, Zentralafrika, Guinea Bissau, Guinea-Conakry, Südafrika und Swazilandia anzubieten.
Im Februar präsentierten Wissenschafter und Ärzte die Ergebnisse des „Dream“ Projektes in einer Konferenz über Infektionskrankheiten in San Franzisko. Über 3.000 Wissenschafter nahmen an diesem Kongress teil, der weltweit als das wichtigste wissenschaftliche Ereignis zur Aids-Problematik gilt.
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