Comunità di S.Egidio


 

Fränkische Nachrichten

20/11/2004


Festung wird grün angestrahlt
Aktionstag "Städte für das Leben" auch in Würzburg

 

Würzburg. Die Stadt Würzburg wird gemeinsam mit 200 anderen Städten rund um den Globus am "Welttag gegen die Todesstrafe 2004" aktiv und ein Zeichen für das Leben setzen. In vielen Metropolen wird am 30. November ein charakteristisches Gebäude in der Farbe der Hoffnung angestrahlt - in Würzburg wird auf Veranlassung von Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann die Festung wie im vergangenen Jahr grün - in der Farbe der Hoffnung - erleuchtet. Diese Geste möchte für ein Thema sensibilisieren, dass noch in zu vielen Ländern traurige Wirklichkeit ist. Gerade die europäischen Länder sind auf diesem Gebiet bemüht, für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe einzutreten.Die internationale Bewegung gegen die Todesstrafe ist auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio und mit Beteiligung zahlreicher Vereinigungen zum Schutz der Menschenrechte, darunter Ensemble contre la Peine de Mort (= Gemeinsam gegen die Todesstrafe) und Amnesty International entstanden. Im Juni 2001 fand in Straßburg der 1. Weltkongress gegen die Todesstrafe statt. Rom, Venedig, Barcelona und Washington D.C. sowie die Region Toskana haben sich als erste der Initiative angeschlossen; in Deutschland sind unter anderem noch Berlin, München, Aachen und Osnabrück Teilnehmer dieser wertvollen Initiative für mehr Menschlichkeit. Der 30. November 1786 ist der Jahrestag des Dekrets, in dem das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt erklärte, dass Folter und Todesstrafe abgeschafft sind.