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02/12/2006 |
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Viersen (Red). „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe" ist eine weltweite Initiative zur Abschaffung der Todesstrafe. Bürgermeister Günter Thönnessen sagte der Gemeinschaft „Sant'Egidio" (Rom), die vor vier Jahren gemeinsam mit anderen Organisationen den „Internationalen Tag der Städte gegen die Todesstrafe" initiiert hat, die Unterstützung der Stadt zu. Die Städte dokumentieren ihre Beteiligung an der Initiative damit, dass sie am 30. November ein markantes Gebäude in besonderer Weise anstrahlen, um ein Zeichen gegen die Todesstrafe zu setzen. In Viersen wird morgen, Donnerstag, das Stadthaus am Rathausmarkt in farbiges Licht getaucht. Das Datum 30. November wurde aus einem besonderen Grund gewählt: Am 30. November 1786 hat das Großherzogtum Toskana als eines der ersten Länder weltweit die Todesstrafe ab-geschafft. Rund 500 Städte in allen Kontinenten, darunter mehr als 30 Hauptstädte, beteiligen sich an der Aktion. Damit und und einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen wollen die Organisatoren ihren Protest gegen die Unmenschlichkeit der Todesstrafe zum Ausdruck bringen. In Deutschland haben sich in diesem Jahr mehr als 50 Städte der Aktion angeschlossen Die Gemeinschaft Sant'Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit 50 000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit ein-setzt. Sie hat die Aktion „Städte für das Leben" gegründet. 1998 initiierte Sant'Egidio eine internationale Unterschriftenkampagne für ein Moratorium der Todesstrafe. Bis heute wurden über fünf Millionen Unterschriften gesammelt. Auch in Viersen werden an einem Stand von „Sant'Egidio" im Stadthaus Unterschriftslisten ausliegen.
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