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"Neapel - eine Stadt für alle, Neapel - eine Stadt für die Welt": Marsch gegen Rassismus


 
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"Neapel - eine Stadt für alle, Neapel - eine Stadt für die Welt": Marsch gegen Rassismus
16. Mai 2010

Am Sonntag, den 16. Mai, haben über 10.000 Personen, darunter sehr viele Kinder, trotz des schlechten Wetters einen geordneten Marsch von Piazza del Gesù nach Piazza Dante durchgeführt, um an der von der Gemeinschaft Sant'Egidio in Zusammenarbeit mit der Fokolarbewegung, dem Diözesanrat der Laienbewegungen, dem Kreis der Angehörigen von unschuldigen Opfern der Kriminalität in Kampanien, CGIL, CISL, UIL, UGL organisierten Kundgebung "Neapel - eine Stadt für alle, Neapel - eine Stadt für die Welt" teilzunehmen.

  
Der Marsch trat für eine Botschaft ein: Neapel istnicht nur eine Stadt mit vielen Problemen. Es ist ein Vorposten Europas im Mittelmeerraum, wo die Lage in vielen Regionen immer kritischer geworden ist. Es möchte sich wieder eine Tradition der Gastfreundschaft und Solidarität zueigen machen.

Die Stimmen der Jüngeren bei dem Marsch berichteten von den Träumen und Erwartungen der Kinder Neapels mit einem naiven Blick, doch gleichzeitig voller Aufmerksamkeit für die Probleme der eigenen Stadt und ohne Resignation, was die Zukunft Neapels betrifft.


Botschaft von S.Em. Kardinal Crescenzio Sepe

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Teilnehmer der Kundgebung "Neapel - eine Stadt für alle, Neapel - eine Stadt für die Welt"!

Ich grüße Euch herzlich und ermutige Euch in Eurem Einsatz beim Aufbau einer Stadt, in der Platz für alle ist, auch und insbesondere für die Schwächeren und Ärmeren. Auf diese Weise hat Neapel auch seine Mission im Mittelmeerraum und in der Welt wieder gefunden, als nicht verschlossene Stadt, die mit sich beschäftigt ist, sondern als Stadt der Begegnung, des kulturellen und menschlichen Austauschs, wo Gastfreundschaft und Solidarität für die Nahen und die Fernen gelebt werden. Auch gegenüber jenen Fernen, die als Immigranten unsere Nachbarn werden.

In diesen Jahren haben wir Bilder gesehen, die wir niemals sehen wollten oder aus dem Elend hervorgegangene Tragödien erlebt. Zuletzt beim Einsturz des Gebäudes Granturco, bei dem zwei polnische Zuwanderer starben, die dort Unterschlupf gefunden hatten. Leider könnte man noch weitere aufzählen. Ich denke an Episoden von Rassismus, kleine und große Gesten von Diskriminierung, Ablehnung und Gewalt. Häufig werden die Schwachen dabei zu Opfern, die in dieser Stadt leben, Zuwanderer, Roma, aber auch alte Menschen, Behinderte oder Obdachlose. Das erfüllt uns mit Schmerz, denn gerade die Menschen unter uns mit größeren Schwierigkeiten müssten besondere Aufmerksamkeit, Solidarität und Zuwendung verdienen. Für sie müssten auch besondere Dienste eingerichtet werden.

Diese Ereignisse sind aus dem einen oder anderen Grund Wunden in der Seele unserer Stadt. Denn wenn man das Kind, die Frau, den Armen und damit den Schwachen nicht mehr erkennt, ist das gleichbedeutend mit dem Verlust der Menschlichkeit. Das ist das Drama: Diese Ereignisse - allen voran die Episode von Ponticelli vor zwei Jahren, als eine Gruppe von Roma gewaltsam aus dem Stadtviertel vertrieben wurde, was der Anlass eurer Zusammenkunft ist - lassen befürchten, dass Neapel seine Seele verliert! Neapel ist in Gefahr, seinen Charakter zu verlieren, der es unter den Städten der Welt immer hervorgehoben hat, seine großzügige, offene, solidarische und ich würde sagen gemeinschaftliche Menschlichkeit. Neapel, wo ist deine alte Seele, die mehr denn je nötig ist in einer Welt, die sich schwer tut, die Unterschiede zu akzeptieren und damit umzugehen?

Der heutigen Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio, der Fokolarbewegung, des Diözesanrates der Laienbewegungen, der CGIL, CISL, UIL, UGL und des Kreises der Angehörigen von unschuldigen Opfern der Kriminalität in Kampanien sind viele Pfarreien, Ordensgemeinschaften, kirchliche Bewegungen und Vereinigungen, die sich für soziale Fragen engagieren, gefolgt, es sind also die Gruppierungen unserer Stadt, die sich bemühen, Nächstenliebe und Solidarität in Neapel zu fördern und - wie ich wiederholt gesagt habe - die Hoffnung nicht sterben zu lassen. Miteinander gehen wir diesen Weg, auf den ich am Beginn meines Dienstes in dieser so geliebten Stadt hingewiesen habe. Auch durch den Besuch Seiner Heiligkeit Benedikt XVI. und dem großen Friedensgebet der Religionen im Oktober 2007 wurde die Perspektive geöffnet für das Interesse für die Welt und für einen Standort unserer Stadt in der Welt.

Meine lieben Schwestern und Brüder, befreien wir die Herzen von Vorurteil und Verachtung! Neapel muss eine Stadt für alle sein. Dazu braucht es Entschiedenheit und Großzügigkeit, Zeit und damit Geduld, viel Geduld zum Aufbau eines Zusammenlebens, das auf jeden Fall auch die Akzeptanz und die Achtung der Regeln erfordert. Alle müssen sich darum bemühen. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Die Beziehung von Neapel zu den kleinen, benachteiligten Minderheiten offenbart die Qualität unseres Zusammenlebens. Möge Neapel sein altes Herz wieder finden! Möge es seine Berufung für die Zukunft erkennen, die in seiner Geschichte und im seit den Zeiten der ersten christlichen Generation von der Kirche verkündeten Evangelium Jesu Christi geschrieben steht.

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