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Humanisierung der Gefängnisse von Haiti bis Afrika, die Gemeinschaft verstärkt ihren Einsatz in den Gefängnissen und verändert das Leben


 
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Humanisierung der Gefängnisse von Haiti bis Afrika, die Gemeinschaft verstärkt ihren Einsatz in den Gefängnissen und verändert das Leben
28. April 2011

Das Gefängnis von Anse-a-Veau, Haiti. Wenn alles fehlt außer Freundschaft, Solidarität und Erfindungsreichtum!

In einem armen Land wie Haiti fehlt es im Gefängnis an allem: Nahrung, Kleidung, Räumlichkeiten, Medikamente.

Durch das Erdbeben im Januar 2010 hat sich die Lage noch weiter verschlimmert. Einige Gefängnisse wurden zerstört, die Gefangenen wurden in noch nutzbare Gefängnisse verlegt.

Im Gefängnis von Anse-a-Veau sind in Zellen mit wenigen Quadratmetern bis zu 30 Gefangene untergebracht, sie müssen sich beim Schlafen abwechseln, wenn sie sich hinlegen wollen.
Deshalb hat die Gemeinschaft ihren Einsatz im Gefängnis dieser Stadt nach dem Erdbeben intensiviert.

Unsere Besuche sind für viele Gefangene sogar der einzige Kontakt nach draußen.

Die Gemeinschaft hat in den letzten Monaten mehrere Container mit Hilfsgütern ins Land geschickt, sodass regelmäßig Medikamente, Desinfektionsmittel für das Wasser während der Choleraepidemie, Matratzen, Kleidung, Lebensmittel und persönliche Hygieneartikel verteilt werden konnten. Es wurden auch Lebensmittel und Kleidung mit einer Geldsumme von der Dompfarrei zur Verfügung gestellt, um denen zu helfen, die bei der Entlassung mittellos waren.

Mit etwas Erfindungsreichtum und handwerklichem Geschick reichte es letztlich aus, einfaches Material wie Stroh und Plastiktüten zur Verfügung zu stellen, damit die Gefangenen es in geschätzte Geräte verwandeln und nach draußen verkaufen konnten.

Eine kleine Arbeitsmöglichkeit wurde damit im Gefängnis geschaffen und hat die Wüste von leeren und immer gleichen Tagen mit Leben erfüllt.
 

   

 

Gefängnis von Cuamba, Mosambik. Wenn Wasser und Luft Leben schenken!

Im Gefängnis von Cuamba hat die Überbelegung zu zahlreichen Problemen für die Gefangenen geführt.

Das Gebäude wurde vor der Unabhängigkeit (1975) für ca. 30 Gefangene errichtet, während heute 191 darin untergebracht sind. Die Gefangenen sind gezwungen, zu dritt im Bett mit dreifachem Stapelbett zu schlafen. Nur so kann man in die drei einzigen Zellen, über die das Gefängnis verfügt, hineinkommen.

Die Lage wird vor allem in der heißen Jahreszeit schlimm, wenn nicht nur die Luft vollkommen unzureichend ist, sondern auch das Wasser knapp wird.

Das Wasserproblem erstreckt sich seit einigen Jahren auf die ganze Stadt Cuamba, da die alten Rohre gebrochen sind und die Wasserleitung nicht mehr genügend Wasser für die ganze Bevölkerung zur Verfügung stellt. Im Gefängnis wird die Lage dann dramatisch und führt oft zu verschiedenen Epidemien. Das ist auch deshalb schlimm, weil das Gefängnis genau im Stadtzentrum gleich neben dem Markt liegt.

Die Gemeinschaft betreut das Gefängnis von Cuamba seit 1997. Bei ersten Einsätzen wurden Seife verteilt und Fortbildungen für Gefangene durchgeführt, dann wurde eine Krankenabteilung mit vier Betten und ein Untersuchungsraum eingerichtet. Seit ca. zehn Jahren sind in der Krankenabteilung, die in die Liste der Gesundheitseinrichtungen des Distrikts aufgenommen wurde, durch den Einsatz eines Pflegers Hunderte Gefangene behandelt worden.

2009 hat die Gemeinschaft angesichts der katastrophalen hygienischen Verhältnisse die Firma, die die Wasserleitung der Stadt restauriert, überzeugt, eine hydraulische Pumpe im Gefängnis aufzustellen, sodass heute einigermaßen regelmäßig Wasser zur Verfügung steht.

Um das Leben der Gefangenen zu verbessern, wurde 2010 mit der Gefängnisleitung vereinbart, die Fenster bzw. Luftschlitze der Zellen zu verdoppeln, sodass alle besser atmen können.

Vor wenigen Tagen hat der Pfleger der Krankenabteilung mitgeteilt, dass die Gesundheitsdaten ermutigend sind: 2008 waren noch 20 Gefangene von einer durchschnittlichen Belegzahl von 100 Gefangenen verstorben, 2009 gab es 4 Todesfälle und 2010 nur drei (obwohl die Zahl der Gefangenen auf 191 gestiegen ist).

Wasser und Luft haben Leben geschenkt.

 

Das Gefängnis von Maroua, Kamerun. Die Geschichte von Djona

Im März 2011 hat die Gemeinschaft Sant'Egidio von Maroua (Nordkamerun) im Frauentrakt des Zentralgefängnisses die schwangere Mutter Djona betreut, die der Hexerei angeklagt wird.

Djona brauchte alles, Hygieneartikel, Kleidung, Lebensmittel, denn sie war kurz vor der Geburt.

 

Am Ende konnte sie das Kind gesund im Gefängnis zur Welt bringen.

 

Der Mutter und dem Kind geht es gut.

 

"Gott segne die Arbeit der Gemeinschaft und Eure Mission", sagte die überglücklich zu den Freunden der Gemeinschaft.

 


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