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In der ganz vollen Lateranbasilika sind junge und alte Menschen, Obdachlose und Flüchtlinge der humanitären Korridore versammelt. Marco Impagliazzo: "Wir glauben an eine Stadt, in der es nicht das Wir und das Sie gibt, sondern in der gemeinsam eine große Kraft des Friedens aufgebaut werden kann"

 
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9 September 2012 17:00 | Skenderjia, Main Hall

Grußwort von Filip Vujanovic



Filip Vujanovic


Präsident der Republik Montenegro

Ehrwürdige Vertreter aus Politik und Religion,
sehr geehrte Teilnehmer am Internationalen Friedenstreffen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Weltfriedenstreffen erreichen heute Sarajewo und fördern ewige Werte, für deren Schutz wir seit Jahren eintreten. Es sind Frieden und Dialog unter Religionen, Kulturen von Völkern und Staaten, sowie die Koexistenz als Bedingung für das Überleben und den Fortschritt. Ich danke der Gemeinschaft Sant'Egidio, die den Verdienst der Ausrichtung unserer Treffen hat, und möchte durch meine Teilnahme an diesem Treffen bestätigen, dass Montenegro von den Grundwerten überzeugt ist, auf denen die Mission und Botschaft unserer Treffen gegründet sind. Sie sind im westlichen Balkan von besonderer Bedeutung, wenn man an die ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt denke, wie auch an die Geschichte seiner Staaten. Daher bin ich sehr froh, dass dieses Treffen in Sarajewo stattfindet.

Sarajewo ist das Symbol für den Anfang und das Ende des 20. Jahrhunderts, das ein dramatisches Jahrhundert war. Heute ist diese Stadt der Treffpunkt für Führer aller Weltreligionen, zahlreiche Staatsoberhäupter und Regierungschefs, Vertreter der wichtigsten internationalen Organisationen und berühmte Intellektuelle aus der ganzen Welt. Das ist ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenlebens, damit das 21. Jahrhundert eine Zeit des Friedens und der fruchtbaren Zusammenarbeit unter verschiedenen Gemeinschaften, Staaten und Völkern der Region in Europa und weltweit sein möge. Friede und Zusammenarbeit kann man nicht einmal umfassend sichern, sie müssen ständig gefördert und mit neuer Kraft erfüllt werden. Das ist der Grund für diese jährlich von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisierten Treffen und für ihre außerordentliche Bedeutung.

Montenegro gelang es trotz großer Spannungen, in der dramatischen Zeit der neueren Geschichte und in den letzten sechs Jahren seiner neuen Unabhängigkeit den Frieden zu bewahren. Es hat sich als Stabilitätsfaktor und Modell für die Region bewährt und wird die Anstrengungen für eine bessere Zusammenarbeit in der Region und auf internationaler Ebene fortsetzen, wie auch für die Zusammenarbeit unter den verschiedenen religiösen und ethnischen Gemeinschaften, die in diesem Land anwesend sind. Mich ermutigt auch die Tatsache, dass die Perspektive für Montenegro und die gesamte Region im Integrationsprozess in die Europäische Union besteht und dass die Staaten und Völker dieser Region in diesem Sinn keine Zweifel hegen, zu Europa zu gehören. Das gilt nicht nur im geographischen Sinn, sondern auch in geschichtlicher und kultureller Hinsicht. Das ist nicht nur für sie selbst wichtig, sondern auch für die Europäische Union, die ohne sie nicht vollständig ist.

Ich möchte allen Teilnehmern wirklich fruchtbare Arbeitstage wünschen und bin sicher, dass die Ergebnisse des Weltfriedenstreffens von Sarajewo sehr wichtig und dauerhaft sein werden.

Message of His Holiness Benedict XVI
Benedict XVI

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