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Il 40° anniversario a Moenchengladbach


 
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29 aprile - Festa con gli anziani e liturgia eucaristica celebrata dal vescovo, Mgr.H. Mussinghoff
Moenchengladbach (Germania)





 



Omelia di Mgr.H. Mussinghoff


Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Senioren des Altenheims! Liebe Kinder von der Regenbogenschule! Liebe Gemeinschaft von Sant'Egidio!

40 Jahre alt ist die Gemeinschaft von Sant'Egidio in Mönchengladbach geworden. Ich freue mich, dass Ihr so aktiv das Leben in der Gemeinschaft getragen und gestaltet habt. Ihr wollt das Evangelium leben und habt die Freundschaft begonnen mit den alten Menschen, die ihre Sorgen und Nöte haben und über alle Hilfe hinaus vor allem menschliche Nähe und Gemeinschaft brauchen. Ihr habt die Freundschaft mit den Kindern geschlossen und die Regenbogenschule eröffnet. Und ich weiß, dass Ihr ganz stark seid im Einsatz für den Frieden. So beginnen wir jedes Jahr mit dem Friedensmarsch in Aachen und unterstützen das jährliche Friedensgebet. Vor allem aber kümmern wir uns umeinander. Das möchte die Gemeinschaft von Sant'Egidio, dass wir das Evangelium leben und dass wir Freundschaft halten mit den Armen, Alten und den Kindern. So wollen wir heute unser 40-jähriges Jubiläum feiern.

Dazu will ich Euch eine Geschichte erzählen, die Geschichte über das Leben (Schwester Christiane Winkler, Gespräch auf der Wiese, Leipzig 1991):

An einem schönen Sonnentag um die Mittagszeit war große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt, und alles ruhte. Da streckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte: 'Was ist eigentlich das Leben?'

Alle waren betroffen über diese schwierige Frage. -Im großen Bogen flog der Buchfink über die weite Wiese und kehrte zu seinem Ast im Schatten des Baumes zurück. Die Heckenrose entfaltete gerade ihre Knospen und schob behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie sprach: 'Das Leben ist Entwicklung.' Weniger tief veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte: 'Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.'

Drunten im Gras mühte sich eine Ameise mit einem Strohhalm, zehnmal länger als sie selbst, und sagte: 'Das Leben ist nichts anderes als Mühsal und Arbeit.'

Geschäftig kam eine Biene von einer honighaltigen Blume auf der Wiese zurück und meinte dazu: 'Das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.'

Wo so weise Reden geführt wurden, steckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und brummte: 'Das Leben? Es ist ein Kampf im Dunkeln.'

Nun hätte es fast einen Streit gegeben, wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte, der sagte: 'Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.' Dann zog er weiter zum Meer.


Dort brandeten die Wogen und warfen sich mit voller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten: 'Das Leben ist ein stets vergebliches Ringen um Freiheit.'

Hoch über ihnen zog majestätisch der Adler seine Kreise und frohlockte: 'Das Leben ist ein Streben nach oben.'

Noch weit vom Ufer entfernt stand eine Weide. Sie hatte der Sturm schon zur Seite gebogen. Sie sagte: 'Das Leben ist ein Sich-Neigen unter eine höhere Macht.'

Da kam die Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese dem Wald zu und krächzte: Das Leben heißt: die Gelegenheit nützen, wenn andere schlafen.

Und schließlich wurde es still in Wald und Wiese. Nach einer Weile kam ein junger Mann des Weges. Er setzte sich müde ins Gras, streckte alle viere von sich und meinte erschöpft vom vielen Tanzen und Trinken: 'Das Leben ist ein ständiges Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen.'

Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach: 'Wie ich, die Morgenröte, der Beginn des neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.'

Liebe Kinder! Liebe Senioren! Liebe Christen! Was ist das Leben, so fragen auch wir. Die Tiere in Wiese und Wald haben geantwortet, und auch wir antworten mit unserem Leben: Das Leben ist Entwicklung. Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein. Das Leben ist nichts anderes als Mühsal und Arbeit. Das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen. Das Leben ist ein Kampf im Dunkeln. Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen. Das Leben ist ein stets vergebliches Ringen um Freiheit. Das Leben ist ein Streben nach oben. Das Leben ist ein Sich-Neigen unter eine höhere Macht. Das Leben heißt: die Gelegenheit nützen, wenn andere schlafen. Das Leben ist ein ständiges Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen.

Was würdet Ihr auf diese Frage antworten? Was werden die Älteren unter uns antworten, die alt und grau geworden sind? Die Morgenröte gibt eine sehr schöne Antwort: Wie ich, die Morgenröte, der Beginn des neuen Tages bin, so ist unser Leben der Anbruch der Ewigkeit.

Ihr, liebe Kinder, steht noch in der Morgenröte des Lebens, es steht noch ganz vor Euch. Ihr seid noch sehr jung, und dennoch: Es beginnt schon in diesem Leben die Ewigkeit. Und die Ewigkeit gehört Gott. Das feiern wir im Gottes¬dienst. Wir feiern Gott, den Gott unseres Lebens, den Gott der Ewigkeit. Im Evangelium ruft Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Kleinen aber geoffenbart hast ... Niemand kennt Gott, den Vater, nur der Sohn (Jesus) und wem der Sohn es offenbaren will (Mt 11, 25-27).

Ihr, die Kinder, erfasst es mit Herz und Sinn, spontan und einfach: Jesus zeigt uns den Gott unseres Lebens und den Gott der Ewigkeit, den Vater im Himmel, und sich selbst als den ewigen Sohn Gottes. Und dieser Jesus will der Freund unseres Lebens sein, wenn wir ihm nachfolgen und sein Gebot der Liebe zu jedermann erfüllen.

Sie, die älteren Menschen, haben viele Erfahrungen mit dem Leben gemacht, gute und weniger gute.

Gott hat uns besondere Gaben für das Leben mitgegeben, damit unser Leben gut gelingt. Im Buch Jesus Sirach lesen wir weise Worte: Wein und Bier erfreuen das Herz, doch mehr noch als beide die Freundesliebe. Flöte und Harfe verschönern das Lied, doch mehr noch als beide eine reine Stimme. Anmut und Schönheit entzücken das Auge, doch mehr als beide die Blumen des Feldes ... Reichtum und Macht erheben das Herz, doch mehr noch als beide die Gottesfurcht (Sir 40, 20-26).

Schön ist die Freundesliebe, lieblich eine reine Stimme, bunt die Blumen des Feldes und das Herz ergreifend die Gottesfurcht. Ich wünsche Euch dieses alles für Euer Leben. Mehr noch: mit Eurem guten Leben erfreut Ihr das Herz Gottes. Wir können nichts Schöneres und Wichtigeres tun, als Gott mit unserer Stimme zu loben. Die kleine hl. Theresia (von Lisieux) sagt:

Ich will Gott loben mit der Stimme, die er mir gegeben hat. Jeder von Euch hat seine unverwechselbare Stimme von Gott bekommen. Wenn Ihr die Freundschaft mit den Armen, den Alten und den Kindern lebt, Eure Stimme zum Lobe Gottes gebraucht, dann habt Ihr Wesentliches für Euer Leben gelernt, dann leuchtet das Evangelium aus Euch.

Und so bitten wir Gott am heutigen Festtag, dass er Euch gute Jahre schenke, viele Freunde und Freude an der Gemeinschaft von Sant'Egidio. Und wir alle wollen beten, dass unser Leben gelingt, ein Leben mit dem Evangelium, ein Leben in der Freundschaft mit den Armen, Alten und Kindern, ein Leben für Frieden und Gerechtigkeit. Denn Euer Leben ist wie die Morgenröte, der Beginn des neuen Tages, der Anbruch der Ewigkeit Gottes in unserem Leben. Amen.
 

Il 40° anniversario della Comunità di Sant'Egidio


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