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20 Januar 2012 | KOLUMBIEN

Patenschaften: Die Geschichte des kolumbianischen Jungen Julian

Vom Leben auf der Straße in Cali zur Fakultät für Ingenieurwissenschaft

Kindheit, Kolumbien, Patenschaften

La periferia della città di Cali"Wenn ich groß bin, möchte ich Ingenieur werden". Viele Kinder sagen das, wenn sie spielend die ersten Geheimnisse der Mechanik entdecken. Das sagte auch Julian, doch seine Worte schienen wirklich nur ein Kindertraum zu bleiben.

Julian wurde im armen Stadtviertel in der Peripherie von Cali geboren, der drittgrößten Stadt Kolumbiens. Sein Vater ging von Zuhause weg, als er sehr klein war. Er lebte immer bei seiner Mutter und Großmutter, die ihn liebevoll doch mit sehr wenigen Mitteln aufgezogen haben. Julian war gut in der Schule, doch sein Schicksal war vorgezeichnet. Mit elf, zwölf Jahren hätte er kleine Arbeiten übernehmen müssen, um den Haushalt zu unterstützen.

Im Alter von 10 Jahren wurde Julian in das Patenschaftsprogramm der Gemeinschaft Sant'Egidio aufgenommen.

Giulian oggiEr konnte daher weiter froh die Schule besuchen. Es wurde nicht nur für das Schulgeld gesorgt, sondern auch für die Uniform, die Bücher und auch ein regelmäßiges Essen, was für die ganze Familie eine große Hilfe war.

Er hatte guten Erfolg in der Schule und gehört zu den 70 Schülern, die sich am "Colegio Industrial Luis Madina" einschreiben konnten. Es ist ein hervorragendes Schulzentrum der Primar- und Sekundarstufe für Technik.

Heute ist Julian 18 Jahre alt. Er hat die weiterführende Schule abgeschlossen und ein Abschlusszeugnis für industrielle Mechanik erworben. Gemeinsam mit drei Klassenkameraden, die ebenfalls im Patenschaftsprogramm gefördert werden, haben sie sich an der Fakultät für Ingenieurwissenschaft eingeschrieben. Ihm und seinen Freunden viel Erfolg im Studium!

 

 Informationen über Kolumbien, das Land von Julian:

Colombia

Kolumbien wird seit Jahrzehnten vom Bürgerkrieg erschüttert. Die Peripherien der Städte wachsen sehr stark, weil viele Familien vom Land zuziehen, um dem bewaffneten Konflikt zu entfliehen, der fortdauernd Blutvergießen im Land verursacht.

Dieses Phänomen hat Armut und Arbeitslosigkeit vergrößert, was schwerwiegende Folgen hat: zunehmende Gewalt, geringerer Schulbesuch, mehr Straßenkinder und Kinderarbeit.

In diesem Klima hat die Gemeinschaft Sant'Egidio 2003 das Patenschaftsprogramm begonnen. In den vergangenen Jahren wurden 400 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Regionen des Landes unterstützt.

ÜBERNIMM EINE PATENSCHAFT FÜR EIN KIND: SIE SCHENKT IHM EINE ZUKUNFT

 

 WEITERE BILDER
 
  I ragazzi che frequentano il Centro Luis Madina.   Die Jungen aus dem Zentrum Luis Madina.
Giulian a 10 anni Julian im Alter von 10 Jahren
Giulian, sua madre, la nonna ed il referente per le adozioni a distanza della Comunità di Sant'egidio alla cerimonia del diploma. Julian, seine Mutter, die Großmutter und die Referentin für Patenschaften der Gemeinschaft Sant'egidio bei der Zeugnisfeier

 

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