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15 Januar 2015

WORTE VON PAPST FRANZISKUS

Ich denke vor allem an Nigeria, wo die Gewalt kein Ende nimmt, welche die Bevölkerung ohne Unterschied heimsucht

 
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Ich denke vor allem an Nigeria, wo die Gewalt kein Ende nimmt, welche die Bevölkerung ohne Unterschied heimsucht, und wo das tragische Phänomen des Menschenraubs - häufig die Entführung von jungen Mädchen, um mit ihnen Schacher zu treiben - stetig zunimmt. Es ist ein verabscheuenswerter Handel, der nicht weitergehen darf! Eine Plage, die ausgemerzt werden muss, da sie uns alle trifft, von den einzelnen Familien bis zur ganzen Weltgemeinschaft (vgl. Ansprache an die neu akkreditierten Botschafter beim Heiligen Stuhl, 12. Dezember 2013).

Voller Sorge blicke ich auf die nicht wenigen inneren Konflikt, die andere Teile Afrikas betreffen, angefangen bei Libyen, das von einem langen internen Krieg zerrissen wird, der unsägliche Leiden für die Bevölkerung verursacht und ernste Auswirkungen auf das zerbrechliche Gleichgewicht in der Region hat. Ich denke an die dramatische Lage in der Zentralafrikanischen Republik. Es schmerzt, wenn man feststellt, wie dort der gute Wille, der die Anstrengungen derer beseelt, die eine Zukunft in Frieden, Sicherheit und Wohlstand aufbauen wollen, auf Formen des Widerstands und egoistischer Eigeninteressen stößt, welche die Erwartungen eines so sehr geprüften Volkes, das sich danach sehnt, die eigene Zukunft frei aufzubauen, zunichte zu machen droht. Besondere Besorgnis erregt auch die Lage in Südsudan und in einigen Regionen im Sudan, am Horn von Afrika und in der Demokratischen Republik Kongo, wo die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung nicht zu steigen aufhört und Tausende von Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, gezwungen sind, zu fliehen und unter äußerst beschwerlichen Bedingungen zu leben. Ich hoffe daher auf einen gemeinsamen Einsatz der einzelnen Regierungen und der internationalen Gemeinschaft, damit jeder Art von Kampf, Hass und Gewalt ein Ende bereitet wird und Anstrengungen zugunsten der Versöhnung, des Friedens und der Verteidigung der transzendenten Würde des Menschen unternommen werden.

(Ansprache für die Mitglieder des Diplomatischen Korps, 12. Januar 2015)


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