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Unterstützung der Gemeinschaft

  
9 April 2015

WORTE VON PAPST FRANZISKUS

Jedes ausgegrenzte Kind, das bettelnd und mit jeglichen Notbehelf auf der Straße lebt, das keine Schule besuchen kann und keine medizinische Versorgung hat, ist ein Schrei zum Himmel

Es ist eine Anklage gegen das von uns Erwachsenen errichtete System

 
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Die Verantwortungsträger in Regierung und Erziehungswesen, ich würde sagen alle Erwachsenen sind verantwortlich für die Kinder. Jeder muss tun, was er kann, um diese Lage zu verändern. Ich spreche vom "Leiden" der Kinder. Jedes Kind, das beiseite geschoben oder sich selbst überlassen wird, das bettelnd auf der Straße lebt oder für unwürdige Geschäfte ausgebeutet wird, das keine Schule besuchen kann und keine medizinische Versorgung hat, ist ein Schrei zum Himmel. Es ist eine Anklage gegen das von uns Erwachsenen errichtete System. Leider werden diese Kinder Opfer von Verbrechern, die sie zu menschenunwürdigem Handeln ausbeuten oder für Krieg und Gewalt abrichten. Aber auch im Wohlstand gibt es Kinder, die leiden, etwa wenn sich die Eltern getrennt haben oder weil sie Erziehungsversäumnisse erfahren beziehungsweise gesellschaftliche Kälte oder harte Arbeitsbedingungen in den Familien miterleben müssen. Bei allen wird der Kindheit an Leib und  Seele Gewalt zugefügt. Doch niemand von diesen Kindern wird vom Vater im Himmel vergessen! Keine Träne geht verloren! Wie auch unsere Verantwortung, die soziale Verantwortung der Menschen, eines jeden von uns und der Länder nicht verloren geht.

Einmal tadelte Jesus seine Jünger Kinder von ihm fernhalten wollten, die Eltern zu ihm brachten, damit er sie segnet. Der Evangelienabschnitt ist rührend: "Da brachte man Kinder zum ihm, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich. Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter" (Mt 19,13-15). Wie schön ist dieses Vertrauen der Eltern und diese Antwort Jesu! Wie sehr wünsche ich mir, dass diese Seite zur normalen Geschichte aller Kinder werde! Sicher finden, Gott sei Dank, Kinder mit großen Schwierigkeiten sehr oft außergewöhnliche Eltern, die zu allen Opfern und jeder Großzügigkeit bereit sind. Doch diese Eltern dürfen nicht allein gelassen werden! Wir müssen ihre Anstrengungen unterstützen, ihnen Zeiten gemeinsamer Erholung und ausgelassener Freude anbieten, damit sie nicht nur von therapeutischer Routine erfüllt sind. 

Generalaudienz - Petersplatz, Mittwoch, 8. April 2015