Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
19 Juni 2015

Weltflüchtlingstag

Sant'Egidio betet für die Migranten und fordert ein Ende einer beleidigenden und ausgrenzenden Sprechweise. Das Drama der Toten und das Recht auf Hoffnung

In der Basilika Santa Maria in Trastevere in Rom und in vielen anderen Städten Italiens und Europas wird das Gedenken an die Menschen begangen, die ihr Leben während der Reisen auf der Suche nach einem besseren Leben verloren haben.

 
druckversion

"Über 25.000 Tote auf den Reisen der Hoffnung nach Europa seit 1990. Diese Zahlen sind erschreckend" 

Mit dieser dramatischen Aussage des Präsidenten der Gemeinschaft Sant'Egidio, Marco Impagliazzo, werden die Vorschläge der Gemeinschaft zum Weltflüchtlingstag eingeleitet. Es handelt sich um annähernde Zahlen, weil es keine anderen gibt. Neben den vielen, die es schaffen anzukommen - und wegen einer unzureichenden Empfangsbereitschaft auch schwierige Zeiten durchmachen - gibt es viele andere, die ihr Leben verloren haben."

Um an diese Opfer zu erinnern, hat die Gemeinschaft Sant'Egidio in der Basilika Santa Maria in Trastevere in Rom eine Gebetswache mit dem Titel "Sterben auf dem Weg der Hoffnung" organisiert. Neben vielen Römern haben auch Verwandte der Opfer daran teilgenommen. Eine lange Liste von Namen wurde verlesen, während einige Personen in einer bewegenden Gebetszeit Kerzen anzündeten. Dadurch sollte auch der Schmerz über die Ungastlichkeit gelindert werden, auf die die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Europa stoßen.

Der Präsident von Sant'Egidio unterstrich, dass die Rede von einer "Notlage durch Immigration" eine falsche Wahrnehmung der Realität darstellt. Auch wenn in diesen Tagen in Italien viel über Migranten (man sollte besser sagen über Flüchtlinge) an der Grenze von Ventimiglia oder an den Bahnhöfen von Rom und Mailand gesprochen wurde, handelt es sich doch um überschaubare Zahlen und eine nicht so schwierige Lage.

Die neuesten Zahlen belegen auch, dass es keine Notlage bei der Immigration gibt. Im Jahr 2013 hat in den 28 Ländern der Europäischen Union im Vergleich zu den beiden Jahren zuvor die Zahl der Einreiseanträge mit Arbeitserlaubnis um 300.000 abgenommen, während die Zahl der Asylanträge um 300.000 zugenommen hat. Unter dem Strich ist das Ergebnis also gleichbleibend.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio bleibt jedoch nicht dabei stehen, die Lage zu beklagen, sie hat auch einige Vorschläge ausgearbeitet: 

 -  Sponsoring durch Vereinigungen, Kirchen und Privatleute für Asylbewerber: Die Einladungen erfolgen direkt im Herkunftsland (man könnte mit den vom Krieg erschütterten Syrien und Irak beginnen), um die äußerst gefährlichen Reisen der Hoffnung zu vermeiden. Das Sponsoring würde Aufnahme und Betreuung für den Flüchtling garantieren.

- Humanitarian desk: Einige europäische Länder (oder die Union) nehmen Asylbewerber auf, die schon in einigen Ländern wie Marokko oder im Libanon angenommen sind. Es sind Personen, die schon ihr Land verlassen und eine Reise hinter sich haben. Damit würde der letzte Wegabschnitt über das Meer vermieden.

- Änderung des Dublin-Abkommens und Lockerung der Vorgabe, die den Asylantrag nur im Ankunftsland vorschreibt. Viele Fälle könnten nämlich durch Familienzusammenführung gelöst werden.

- Visa aus humanitären Gründen für Personen, die noch nicht in Europa angekommen sind, wie sie im Art. 25 der europäischen Verträge vorgesehen sind. Jedes Land kann sie autonom gewähren.

- Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen für schon in Italien eingereiste Personen. Diese Entscheidung kann der Präsident der Republik durch ein Dekret ergreifen. Sie beinhaltet eine Arbeitserlaubnis. Für einige Länder wurde sie schon gewährt, zum Beispiel für Albaner, die heute weitgehend in Italien integriert sind (ebenso für Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, Tunesier, etc.)

 

 

 

ZUGEORDNETEN OBJEKTE
 

 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
17 Dezember 2016

Internationaler Tag der Migranten: Europa und die internationale Gemeinschaft sind ohnmächtig und schuldig angesichts der Flüchtlinge und der Kriege

IT | DE | FR | PT
12 Dezember 2016
TOMPA, UNGARN

Die Geschenke von Sant'Egidio für die Flüchtlingskinder, die Weihnachten an der Grenzen zwischen Serbien und Ungarn erwarten

IT | ES | DE | FR | PT | HU
6 Dezember 2016
GENF, SCHWEIZ

Sant'Egidio wird ständiger Beobachter im Rat der internationalen Organisation für Migration

IT | ES | DE | FR | PT
2 Dezember 2016
ROM, ITALIEN

Die Gesichter und Stimmen der syrischen Kriegsflüchtlinge, die heute durch die #corridoiumanitari (humanitären Korridore) nach Italien gekommen sind

IT | ES | DE | FR | PT | CA | RU | HU
1 Dezember 2016

Weitere 100 Flüchtlinge durch die #corrideiumanitari (humanitären Korridore) in Sicherheit. Das Projekt wird ein Jahr alt und erreicht die Quote 500

IT | DE | FR | PT
30 November 2016
KOSTELEC, TSCHECHISCHE REPUBLIK

Die Jugendlichen von Prag lehnen die fremdenfeindliche Propaganda ab: "Wir wollen Freunde der Flüchtlinge sein"

IT | DE | FR | RU
all news
• DRUCKEN
22 Januar 2017
Avvenire - Ed. Lazio Sette

«L'integrazione, interesse di tutti»

22 Januar 2017
El Pais (Spagna)

Papa Francisco: “El peligro en tiempos de crisis es buscar un salvador que nos devuelva la identidad y nos defienda con muros”

12 Dezember 2016
Noticias de Álava

Premio René Cassin para los Corredores Humanitarios

11 Dezember 2016
La Vanguardia

Salvamento Marítimo Humanitario, Sabores Solidarios y Comunidad de Sant'Egidio reciben este lunes el Premio René Cassin

3 Dezember 2016
Avvenire

Corridoi umanitari, quota 500 Arrivano da Homs e Aleppo

1 Dezember 2016
OnuItalia

Corridoi umanitari: 40 profughi a Fiumicino; Sant’Egidio, modello per Europa

alle pressemitteilungen
• GESCHEHEN
14 Januar 2017 | LUCCA, ITALIEN

Conferenza ''I corridoi umanitari: un modello per l'Europa''

14 Dezember 2016 | GENOA, ITALIEN

Volevo un posto dove ci fosse la pace - I rifugiati si raccontano

Alle sitzungen des gebets für den frieden
• KEINE TODESSTRAFE
7 Oktober 2015
VEREINIGTE STAATEN

The World Coalition Against the Death Penalty - XIII world day against the death penalty

5 Oktober 2015
EFE

Fallece un preso japonés tras pasar 43 años en el corredor de la muerte

24 September 2015

Pope Francis calls on Congress to end the death penalty. "Every life is sacred", he said

12 März 2015
Associated Press

Death penalty: a look at how some US states handle execution drug shortage

12 März 2015
AFP

Arabie: trois hommes dont un Saoudien exécutés pour trafic de drogue

9 März 2015
Reuters

Australia to restate opposition to death penalty as executions loom in Indonesia

9 März 2015
AFP

Le Pakistan repousse de facto l'exécution du meurtrier d'un critique de la loi sur le blasphème

9 März 2015
AFP

Peine de mort en Indonésie: la justice va étudier un appel des deux trafiquants australiens

28 Februar 2015
VEREINIGTE STAATEN

13 Ways Of Looking At The Death Penalty

15 Februar 2015

Archbishop Chaput applauds Penn. governor for halt to death penalty

11 Dezember 2014
MADAGASKAR

C’est désormais officiel: Madagascar vient d’abolir la peine de mort!

3 Dezember 2014

5th Circuit Court of Appeals stops execution of Scott Panetti!

gehen keine todesstrafe
• DOKUMENTE

Dossier: What are the humanitarian corridors

alle dokumente
• BÜCHER

Trialoog





Lannoo Uitgeverij N.V

Dopo la paura, la speranza





San Paolo
alle bücher

FOTOS

1159 besuche

1132 besuche

1106 besuche

1172 besuche

1142 besuche
alle verwandten medien