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Unterstützung der Gemeinschaft

  
25 Juni 2016 | DEUTSCHLAND

Zum Weltflüchtlingstag Gedenken an die Opfer der Tragödien

Sant'Egidio betet für die Migranten, fordert ein Ende des Massensterbens auf den Wegen der Flucht und die Ausbreitung des mittlerweile bewährten Modells der humanitären Korridore

 
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Mönchengladbach

In Rom und vielen europäischen Städten wurde das Gedenken an die Menschen begangen, die ihr Leben während der Reisen auf der Suche nach einem besseren Leben verloren haben. Auch in Deutschland haben die Gemeinschaften mit vielen Flüchtlingen und Neueuropäern an das Drama auf dem Mittelmeer und anderen Fluchtwegen gedacht, in Berlin, Mönchengladbach, München und Würzburg.

Über 23.000 Tote auf den Reisen der Hoffnung nach Europa seit 2000. Mehr als 65 Millionen Flüchtlinge weltweit. Diese Zahlen sind erschreckend. Die meisten von ihnen leben außerhalb Europas, während in vielen Ländern unseres Kontinents unberechtigte Ängste geschürt werden, die zu Mauern und Abschottung führen.

Um an die vielen Opfer zu erinnern, hat die Gemeinschaft Sant'Egidio in vielen Städten Gebetswachen mit dem Titel "Sterben auf dem Weg der Hoffnung" organisiert. Gemeinsam mit verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinden, Orden, Verbänden und Organisationen und auch mit muslimischen Gemeinden wurde an ein oft vergessenen und im Stillen stattfindendes Drama erinnert. Eine lange Liste von Namen wurde verlesen, während einige Personen in einer bewegenden Gebetszeit Kerzen anzündeten. Dadurch sollte auch der Schmerz über die Ungastlichkeit gelindert werden, auf die die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Europa stoßen.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio bleibt jedoch nicht dabei stehen, die Lage zu beklagen, sie hat auch das Projekt der humanitären Korridore ausgearbeitet und in Italien umgesetzt, das auf weitere europäische Länder ausgeweitet werden soll.

Berlin

München

Es ist ein ökumenisches Projekt von Sant'Egidio mit evangelischen Kirchen in Italien, das mit der dortigen Regierung durchgeführt wird. Dabei werden in einigen Ländern Libanon, Marokko und Äthiopien humanitäre Visa ausgestellt, mit denen bedürftige Personen (Frauen mit Kindern, Kranke, Traumatisierte, alleinstehende Frauen, unbegleitete Jugendliche, Behinderte) legal nach Italien einreisen können, um die Todesreisen zu vermeiden und das Asylverfahren durchzuführen.

Bisher konnten 272 Personen auf diesem Weg sicher und legal nach Europa kommen und aus einer schrecklichen Lage befreit werden, ohne die Gefahren der Reisen über das Meer und der Ausbeutung von unmenschlichen Schleppern ausgesetzt zu sein.

Würzburg

Mönchenglabach

Berlin

München

München


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