Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
30 Januar 2001

Würzburg - Kongress "Sant'Egidio 2001" und Feier eines Gottesdienstes anlässlich des 33. Jahrestages der Gründung der Gemeinschaft

 
druckversion

In Würzburg fand am 27. und 28. Januar der Kongress "Sant'Egidio 2001"statt, an dem 300 Vertreter der Gemeinschaft Sant'Egidio aus Deutschland undÖsterreich teilnahmen. Die Teilnehmenden kamen aus 25 verschiedenen Städten.Das Thema der Begegnung war: "Die Kirche aller und besonders der Armen". DerKongress schloss mit der Feier eines Gottesdienstes anlässlich des 33.Jahrestages der Gründung der Gemeinschaft. Er wurde geleitet von BischofMons. Reinhard Lettmann, Bischof von Münster, und von Mons. Helmut Bauer,Weihbischof von Würzburg.

       

Bischof Lettmann, Münster

 

Im Jubiläumsjahr der Geburt Jesu haben wir unseren Blick auf ihn gerichtet. Wir wollen heute unseren Blick noch einmal auf ihn richten, mit dem Beginn des Johannesevangeliums. In einer Übersetzung heißt es am Anfang, er ist das Leben, er - das Licht, er - Mensch unter uns Menschen leuchtend in der Herrlichkeit des Vaters. Wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des heiligen Lichts vom Vater. Aus seinem Licht haben wir alle empfangen. Wer ist dieses "wir", das sich hier meldet? Dieses "wir" ist die Freundesgemeinschaft Jesu, wie sie das Johannesevangelium uns vorstellt. Diese Freundesgemeinschaft Jesu ist zugleich aber auch eine Zeugnisgemeinschaft und Sendungsgemeinschaft, so heißt es zu Beginn des 1. Johannesbriefes: Was wir gesehen und gehört haben, was wir mit den Händen betastet haben, das geben wir weiter an euch, damit auch ihr glaubt, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt, Gemeinschaft mit ihm und dem Vater. Freundesgemeinschaft mit Jesu, die zugleich Zeugnisgemeinschaft und Sendungsgemeinschaft ist. Könnte das nicht ein schönes Beispiel von der Gemeinschaft Sant`Egidio sein? Freundesgemeinschaft Jesu, Zeugnisgemeinschaft und Sendungsgemeinschaft.

Der heilige Vater hat zum Ende des Heiligen Jahres ein großes Dokument verfasst, das uns in das neue Jahrtausend hinein schauen läßt. Es steht unter der Überschrift, der Papst selbst gebrauchte die lateinischen Worte "duc in altum". Es ist das Wort, das Jesus den Petrus sagt, nach einer Nacht erfolglosen Fischens. Er sagt: "fahrt hinaus auf den See". Unsere deutsche Übersetzung sagt das so einfach hin. Im griechischen Urtext steht "patus", die Franzosen würden das auf unterschiedliche Art und Weise übersetzen "fahr hinaus in die Weite" oder und "fahr hinaus in die Tiefe". Hinaus ins Weite, hinaus ins tiefe Meer. Tiefe und Weite müssen zusammenkommen, wer nur Weite in sich hat, dessen Schiff kann auf einer Sandbank festsetzen. Wer nur die Tiefe sieht, der kommt nicht voran. Übersetzen wir dieses Wort in unser christliches Leben: Tiefe, das führt uns zu unserem Gebet zusammen, wo wir in der Tiefe des Antlitzes des Herrn den Mut fassen in die Weite zu gehen. Auch das zeigt die Geschichte der Entwicklung der Comunita di Sant`Egidio. Tiefe hat es möglich gemacht in die weite Welt hineinzugehen und in die vielen Länder und Orte, wo diese Gemeinschaft heute vertreten ist. Der Papst macht uns Mut in die Zukunft hineinzugehen. In einem französischen Gebetbuch las ich "wenn dir der Atem ausgeht, dann stelle deine Segel in den Atem des Heiligen Geistes. Manchmal könnte es so scheinen, als ginge uns hier in Deutschland der Atem ein wenig aus. Was anders tun, als ihn bitten, daß er uns in unsere Segel neuen Atem bläst. In der Vorbereitung auf das Heilige Jahr hat der Papst uns ein schönes Leitwort geschenkt: "Jesus Christus - das menschliche Gesicht Gottes". Gott hat ein Gesicht. Ein menschliches Gesicht. Er zeigt es uns in seinem Sohn Jesus Christus. Das hat Bedeutung für uns alle, wenn Gott ein Gesicht hat, ein menschliches Gesicht in seinem Sohn Jesus Christus. Dann sind alle, die ein menschliches Gesicht haben Schwestern und Brüder Jesu. Wir haben bisher kein Bild gefunden, das irgendwie nahe käme an die Zeit in der Jesus hier auf Erden lebte, denn fotografieren konnte man damals nicht. Dennoch wissen wir welche Züge sein Gesicht geprägt haben. Der Apostel Paulus sagt es uns "in ihm sind die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes erschienen"; Güte und Menschenfreundlichkeit - das prägt das Bild Jesu. Der heilige Vater lädt uns ein daß wir häufig das Gesicht Jesu betrachten und dann sein Gesicht den Menschen zeigen. Wir können das indem wir auch unser Gesicht prägen lassen von Güte und Menschenfreundlichkeit. So kommt es aus der tiefe des geistlichen Engagements, daß die Comunita di Sant`Egidio sich in besonderer Weise den Menschen zuwendet, die sich auf unsere Güte und Menschenfreundlichkeit verlassen. Es gibt ein schönes Wort der indischen Weisheit: es heißt "ich möchte mit den Augen des Freundes betrachten auch ich will alle mit den Augen des Freundes betrachten. Wie oft setzen wir eine Brille auf! Die Brille der Vorurteile.

Diese Brille verzerrt. Sie verzerrt den Mitmenschen zum Konkurrenten, zum Gegner oder dem, der am Rande steht. Nicht die Brille der Vorurteile, sondern das Auge des Freundes.

 

Viele Menschen hat die Gemeinschaft Sant`Egidio dazu bewegt, auf die Brille der Vorurteile zu verzichten und sie beiseite zu legen und einander sehen zu lernen mit den Augen des Freundes. Nun werden fremde Menschen in Zukunft miteinander in Würde, in Freiheit und Gerechtigkeit leben können. Gott segne unseren Weg in die Zukunft. Amen.

 

 

Weihbischof Helmut Bauer - Grußwort

 

Wir haben Gott, dem Vater gedankt durch Christus. Wir haben gedankt für Christus, daß er uns das Geschenk gemacht hat für das Wort Gottes, das wir mit offenen Herzen gehört haben und für die Liebe Jesu. Wir wollen aber auch danken für alle, deren Freude heute uns zusammengeführt hat. Wir wollen danken für Euch, der Gemeinschaft Sant' Egidio, wenn es nicht so abgegriffen wäre, dann würde ich es noch tiefer und inniger sagen "danke". Danke, daß es euch gibt. Daß es euch gibt in dieser Stadt. Ihr habt Freunde gewonnen. Freunde, die euere Liebe, die eueren Dienst brauchen, euere Zuwendung, die spüren, daß Christus in euerem Leben Wirklichkeit wird und er euere Hilfe braucht. Ihr seid da allen, die in dieser Stadt für ein menschliches Klima sorgen. Ihr fügt euch ein in die Gemeinden, bringt euch ein mit euerem Gebet und mit euerer geistigen Haltung. Im Namen unseres Bischofs danke ich an diesem euerem Tag für euer Dasein, für euer Wirken, euer Beten, für euere Verbundenheit mit allen die auf verschiedenen Ebenen im Auftrag Christi Dienst tun. Wir danken mit euch allen, die euch verbunden sind, die euere Arbeit wohlwollend im Gebet, vor allem auch in sozialer Hilfe unterstützen, damit wir helfen können.

Wir danken vor allem auch, daß ihr uns immer wieder anregt, an die wichtigen Dinge zu denken. An die wichtigen Dinge, die ihr schon im Gebet der Woche der Einheit der Christen ausgedrückt habt. Wir danken, daß ihr euch einsetzt für den Frieden, sicher auch in äußeren Aktionen, aber mehr, indem ihr Frieden stiftet und der Welt den Frieden erschließt in der heiligen Liturgie, in der Feier des Gotteslobs. Wir danken allen, die euch Freunde sind. Heute besonders Bischof Lettmann, der uns das Wort erschlossen hat, der uns auf den verwiesen hat, der die Mitte ist, Jesus Christus. Wir danken ihm für diesen Dienst des Wortes und für die Feier des Heiligen Opfers, für sein Hiersein, das deutlich macht, daß ihr mit uns Bischöfen in tiefer Einheit zusammenwirken wollt zum Aufbau des Reiches Gottes. So wünschen wir euch weiterhin die Kraft des Geistes, Mut, der vom Geist kommt, immer wieder neue Wege zu beschreiten, aber immer wieder zu den alten Quellen der Christenheit zurückzufinden zum Gotteslob, zur Anbetung und zur Treue zu seinem Wort. Gott segne euch und segne euch durch uns und segne uns durch euch.


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
31 Mai 2011

Feier des Gründungstages der Gemeinschaft Sant'Egidio in Würzburg

IT | ES | DE | FR | CA | NL | RU
18 Juli 2017
BERLIN, DEUTSCHLAND

No More Walls – ein Friedensfest, das Grenzen überwindet

IT | EN | ES | DE | PT
24 Mai 2017

Sant’Egidio und die deutsche Regierung unterzeichnen ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit zu den Themen Frieden und Armutsbekämpfung

IT | ES | DE | FR | CA
1 Mai 2017
MÜNCHEN, DEUTSCHLAND

Festgottesdienst mit den Armen und Freunden der Gemeinschaft

26 April 2017
BERLIN, DEUTSCHLAND

Heute wurde in Berlin ein Abkommen zwischen der Gemeinschaft Sant’Egidio und der deutschen Regierung unterzeichnet

IT | ES | DE | FR | PT | NL | RU
24 April 2017
BERLIN, DEUTSCHLAND

Morgen findet ein Treffen von Andrea Riccardi mit Angela Merkel in Berlin statt, um über Europa, Frieden und Migranten zu sprechen

IT | ES | DE | FR | PT | NL
all news
• DRUCKEN
26 April 2017
Corriere della Sera

Andrea Riccardi e la cancelliera: ''Curiosa, ammira il Papa e dice: voi cosa vi aspettate da me?''

21 Juli 2017
SIR

Dialogo tra religioni: Impagliazzo (Comunità di Sant’Egidio), “vogliamo lanciare dal cuore dell’Europa un forte messaggio di pace”

20 Juli 2017
SIR

Dialogo tra religioni: Comunità di Sant’Egidio, a settembre in Germania l’incontro “Strade di pace”

29 Juni 2017
SIR

Pace: Comunità di Sant’Egidio, anche Angela Merkel all’incontro internazionale nello “spirito di Assisi” che si terrà in Germania a settembre

21 Juni 2017
POW - Pressestelle des Ordinariates Würzburg

„Wir brauchen humanitäre Korridore“

20 Juni 2017
Sonntagsblatt

Gemeinschaft genießen

alle pressemitteilungen
• GESCHEHEN
20 Juni 2017

Sterben auf dem Weg der Hoffnung

Alle sitzungen des gebets für den frieden
• DOKUMENTE

Homilía del cardenal Jaime Lucas Ortega y Alamino, arzobispo de La Habana, en la liturgia de acción de gracias por el 47 aniversario de la Comunidad de Sant'Egidio

alle dokumente
• BÜCHER

Und Gott sah, dass es gut war





Echter Verlag

Das Wort Gottes jeden Tag 2016/2017





Echter Verlag
alle bücher

FOTOS

326 besuche

288 besuche

322 besuche

330 besuche

315 besuche
alle verwandten medien