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22 Februar 2001

Die Bewegung "Die Freunde" gegen die Todesstrafe

 
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Johnny Paul Penry ist ein geistig Behinderter im Alter von 44 Jahren. In Texas wurde er zum Tod verurteilt.

Wenige Stunden vor der Hinrichtung, die für den 16. November letzten Jahres festgesetzt worden war, hat der Oberste Gerichtshof die Aufschiebung und eine neue Untersuchung seines Falles angeordnet. Die nächste Verhandlung ist für den kommenden März festgesetzt.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio hat sich sehr für Johnny eingesetzt, um eine Rücknahme der Todesstrafe zu erreichen. Vor kurzem hat die Bewegung "Die Freunde", die auf Initiative der Gemeinschaft Sant'Egidio entstanden ist und zu der Menschen mit geistiger Behinderung und Nichtbehinderte gehören, den Richtern eine rechtliche Erklärung mit dem Namen "Amicus brief" vorgelegt.

Es handelt sich um ein rechtliches Instrument, das die Rechtsanwälte bei Rechtsmitteln verwenden. Dabei ist es einzelnen oder Organisationen möglich, an Strafprozessen teilzunehmen und ihre kompetente Meinung in die Waagschale zu werfen. Im Fall von Johnny wird mit verschiedenen Argumenten ausgesagt, daß über geistig Behinderte die Todesstrafe nicht verhängt werden darf und daß dies sowohl die Verfassung der Vereinigten Staaten (Artikel acht) als auch die internationalen Gesetze verletzt.


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