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Unterstützung der Gemeinschaft

  
21 Juli 2017 | ROM, ITALIEN

„Wege des Friedens“ einschlagen in einer von zu vielen Konflikten geprägten Welt: Vorstellung des internationalen Treffens Paths of Peace

Marco Impagliazzo: „Es wird die wichtigste Friedensveranstaltung des Jahres, eine deutliche Botschaft gegen die Kriege, gegen Spaltungen und Mauern, um den in Krisen lebenden Ländern und Kontinenten eine Seele zurückzugeben“

 
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„Seit zu langer Zeit gibt es Krieg, beispielsweise in Syrien und im Irak, und auch mit geringerer Intensität in Afrika und anderswo. Dazu kommen der Terrorismus und die verbreitete Gewalt, unter der viele Länder in Lateinamerika leiden. Eine starke Botschaft wird in der Welt benötigt. Sie soll im Herzen von Europa verkündet werden, das zwar unter einer Krise der Solidarität leidet, aber im Aufbau des Friedens seine Grundlagen wiederentdecken muss.“ Das sagte Marco Impagliazzo, der Präsident der Gemeinschaft Sant’Egidio, bei der Vorstellung von „Wege des Friedens – Paths of Peace“, dem internationalen Treffen im „Geist von Assisi“, das vom 10. bis 12. September in Münster und Osnabrück stattfinden wird.

Impagliazzo erläuterte, dass es sich „um das erste große Friedenstreffen 2017“ handelt in einer immer mehr von Konflikten gezeichneten Welt. „Auch auf der Ebene des Volkes muss dieses Thema wieder ins Gespräch gebracht werden.“ Neben mehreren Hundert Religionsvertretern (Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten und andere asiatische Religionen), Vertretern der Institutionen und aus der Kultur werden in Deutschland auch die Bevölkerung und viele Jugendliche aus ganz Europa zur Unterstützung des Treffens erwartet, das jährlich von der Gemeinschaft Sant’Egidio nach dem historischen Friedensgebet von Assisi organisiert wird, das 1986 von Johannes Paul II. einberufen wurde.

Impagliazzo sagte weiter: „Die Religionen stärken Leidenschaften und Emotionen, das kann auch manipuliert werden. Wenn sie auf Frieden und Dialog gelenkt werden, schenken sie den in Krisen lebenden und in sich gespaltenen Ländern und Kontinenten jedoch eine Seele. Wenn die Religionen nämlich richtig interpretiert werden, sind sie das Gegenteil vom Rassismus, denn sie stellen nicht eine Ethnie oder eine Rasse in den Mittelpunkt, sie sind auch das Gegenteil vom Klassendenken, denn sie setzen sich für die Gleichheit ein und fördern als universal ausgerichtete Institutionen die Einheit der Menschheitsfamilie. Sie sind auch nützlich, die Globalisierung von unten zu verstehen und Veränderungen in den Gesellschaften wahrzunehmen.“

Am Treffen „Wege des Friedens“ werden die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Groß-Imam von Al-Azhar Al-Tayyeb (die höchste Autorität des sunnitischen Islam, der vor kurzem Papst Franziskus in Kairo empfangen hat), der Präsident von Niger Mahamadou Issoufou (Staatoberhaupt des Landes, durch das ein großer Teil der Migranten nach Norden zieht und das wegen seines Widerstands gegen den Terrorismus strategische Bedeutung hat) sprechen. Es werden unter anderem teilnehmen: Antonio Tajani, Präsident des Europaparlaments, Johannes X., griechisch-orthodoxer Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient (aus Damaskus), der Direktor des Oberrabbinats von Israel Moshe Dagan; Kardinal Ernest Simoni aus Albanien; Pater José Alejandro Solalinde aus Mexiko, Kardinal Dieudonné Nzapalainga (Zentralafrikanische Republik), der Oberrabbiner der Türkei, Isak Haleve; der Vertreter der Rohingya aus Myanmar, Al-Haj U Aye Lwin; Rev. Munib Younan, Präsident des Lutherischen Weltbundes; Kardinal John Olorunfemi Onaiyekan und Sultan Al Hajji Muhammad Sa'ad Abubakar III aus Nigeria; der Groß-Imam der Moschee von Lahore (Pakistan), Muhammad Abdul Khabir Azad, und viele andere Vertreter auch der orientalischen Religionen.

Bei den zahlreichen Podien des Programms werden u.a. Gewaltlosigkeit, Entwaffnung, Migration, Recht auf Gesundheit, Korruption und soziale Gerechtigkeit Themen sein. Dabei soll ein besonderer Focus auf einige Länder wie Syrien, Irak und Tunesien mit Beiträgen von einigen Zeugen gelegt werden.

 

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