Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
17 November 2008

Zypern 2008

Der katholische Erzbischof von Bagdad auf dem Treffen von Sant'Egidio gemeinsam mit Vertretern anderer Religionen im Irak

 
druckversion

Programm
Konferenzorte
TV/Web Übertragung
Pressespiegel
Videos


Auf Zypern hat der katholische Bischof von Bagdad, Jean Baptiste Sleiman, eine Politik verurteilt, die fortgesetzt in der Sprache der Gewalt spricht. “Auch wenn nun die Attentate zurückgegangen sind, ist die Gewalt immer noch im Hinterhalt virulent. Die Detonation von Autobomben geht immer wieder mit wichtigen politischen Ereignissen einher. Die Christen werden zum Wechselgeld im Kampf um die Macht". Unser Volk wird ständig gedemütigt - so Sleiman auf dem Treffen gegenüber der Presse - und wer aus dem Irak kommt, wird im Ausland stundenlang verhört und als verdächtig angesehen.. Dem Land des Öls fehlt das Benzin. Der Gaspreis ist in den letzten Jahren um das 20-fache gestiegen. Und wer es wagt, für ausländische Gesellschaften zu arbeiten, riskiert sein Leben".
Der katholische Erzbischof beschreibt ein Bild, in dem die Lage für die Christen besonders schwierig ist. Ganze Stadtviertel wurden verlassen, und mindestens die Hälfte aller Christen musste das Land verlassen. “Wir waren vielleicht eineinhalb Millionen vor dem Krieg, jetzt sind wir 400.000 Katholiken, höchstens eine halbe Million mit den Christen anderer Konfessionen: Aber Vorsicht mit den Zahlen, sie werden zu politischen Instrumenten. Dank der Vermittlung durch die UNO sieht das Gesetz nun eine politische Vertretung der Minderheiten vor, eine wirklich dürftige, aber immerhin ist es wichtig, dass das Prinzip ihrer Rechte eingeführt wurde, die der Christen eingeschlossen".
Sleiman zufolge hatte das alte Regime alle Spannungen “in den Eisschrank der Geschichte" gelegt. Doch deshalb könne man nicht verfechten, es sei besser mit Saddam gewesen. "Es ist wahr, dass die Christen früher im Frieden lebten, doch dies war eine pax saddamiana, die keinerlei Gegenmeinung duldete. Mit der Diktatur verliert man den Sinn der Wahrheit, die sozialen Beziehungen werden erschüttert, die Beziehungenn werden vom Misstrauen beherrscht. Das Regime führte zu einer Entfremdung der Geister, und die Gruppen und Kirchen wurden von innen her ausgehöhlt. Die Antwort auf die heutigen Probleme liegt nicht in der Rückwärtsschau, sondern darin, eine friedvolle Gesellschaft aufzubauen, die um gemeinsam geteilte republikanische Werte herum errichtet wird”.
Abschließend unterstrich der Erzbischof von Bagdad: “Auf dem Meeting von Sant’Egidio auf Zypern sind außer mir auch andere Iraker anwesend: ein chaldäischer Bischof, ein Exponent der mandäischen Minderheit, wichtige Vertreter der Schiiten und Sunniten. Jeder von uns wird etwas für unser Land erbitten. Doch ich bitte darum, unserer Gesellschaft dabei zu helfen, sich von der Gewalt zu befreien, damit sich eine Katarsis vollzieht. Man muss anerkennen, dass die Gewalt in unserer Geschichte verwurzelt ist, sie kann nicht nur von außen kommen. Die Magistratur kann nicht zu einem Ministerium der Rache werden, ebensowenig darf sich die Politik auf das Gesetz des Stärkeren reduzieren" .


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
19 November 2016

Der assyrische Patriarch Mar Gewargis III. besuchte Sant'Egidio: "Diese Geschwisterlichkeit schenkt uns Hoffnung"

IT | ES | DE | PT | CA | HU
3 November 2016
BUDAPEST, UNGARN

Der Geist von Assisi in Ungarn - Christen, Juden und Muslime am Tisch mit den Armen in Budapest

IT | ES | DE | FR | RU
2 November 2016
ROM, ITALIEN

Freundschaftsabkommen zwischen Sant'Egidio und Rissho Kosei-kai - Dialog und Leidenschaft für die Herausforderungen unserer Zeit

IT | ES | DE | FR | PT | RU
27 Oktober 2016

30 Jahre nach dem Friedensgebet von Assisi - der wichtige Einsatz der Religionen zur Eindämmung von Krieg und Terror

IT | ES | DE | FR
27 Oktober 2016

Die interreligiösen Treffen "Durst nach Frieden" in Benin und Burkina Faso zum 30. Jahrestag des Geistes von Assisi

IT | ES | DE | HU
17 Oktober 2016
HAVANNA, KUBA

"Sed de Paz" - interreligiöser Dialog und Friedensgebet einen Monat nach dem Treffen von Assisi

IT | ES | DE
all news
• DRUCKEN
28 November 2016
FarodiRoma

La preghiera per la pace da Wojtyla a Bergoglio in un libro di Paolo Fucili

18 November 2016
L'Osservatore Romano

Insieme per la pace

18 November 2016
SIR

Ecumenismo: mons. Spreafico, “una spinta per le nostre Chiese ad uscire”

18 November 2016
Avvenire

Il convegno. Cattolici ed evangelici il dialogo «del fare»

3 November 2016
Zenit

Sant’Egidio: accordo di amicizia con la Rissho Kosei-kai

27 Oktober 2016
L'huffington Post

Marco Impagliazzo: A 30 anni dalla preghiera per la pace di Assisi l'impegno delle religioni è sempre più necessario per arginare guerre e terrore

alle pressemitteilungen
• DOKUMENTE

Hilde Kieboom: "Die Freundschaft als Weise um Kirche zu sein"

alle dokumente
• BÜCHER

L'abbraccio di Gerusalemme





Paoline

il senso della vita





Francesco Mondadori
alle bücher

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri