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17 November 2008

Sie leben in Kaduna in Nigeria. Gemeinsam haben sie eine Gegenwart, die sie vereint und eine beiseite gelassene Vergangenheit, die sie getrennt hat.

Ein Pastor der Pfingstler und ein Imam aus Nigeria erzählen ihre Geschichte auf dem Meeting von Sant`Egidio auf Zypern

 
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James Wuje und Mohammed Ashafa, der eine ist ein Pastor der Pfingstler, der andere ein Imam. Sie leben in Kaduna in Nigeria. Gemeinsam haben sie eine Gegenwart, die sie vereint und eine beiseite gelassene Vergangenheit, die sie getrennt hat, wie sie viele Menschen auf den unterschiedlichen Breitengraden der Welt trennt. James trägt auf dem rechten Arm das Zeichen seiner Vergangenheit: Er wurde ihm zum Teil amputiert nach dem Zusammentreffen mit einer muslimischen Gruppe, die er als Anführer einer christlichen Miliz bekämpfte. Das war 1092. Auf der anderen Seite führte Ashafa eine radikale islamische Gruppe. “In den 70-er Jahren herrschte die Wirtschaftskrise und große Armut, in der viele von uns die Angst vor dem Unbekannten kultivierten. Es gibt viele Arten ihr zu begegnen - erklärt der Imam -, ein Weg ist die Vernichtung der Unbekannten. Andere wollen nichts zu tun haben mit denen, die sie für Feinde halten, daher ergreifen sie die Flucht”. Ashafa entscheidet sich für die gewalttätigere Herangehensweise, “in der Nachfolge ignoranter und Missbrauch treibender religiöser Führer. Ich glaubte, der Islam gäbe mir das Recht den Feind zu eliminieren". Eines Tages aber trifft er einen weisen Imam, der  “mir gezeigt hat, wie im Koran erklärt ist, dass es im Islam für den anderen Platz gibt. Da habe ich die Gewalt abgelegt”. James und Mohammed erzählen ihre Geschichte auf dem Friedenstreffen von Sant`Egidio, das gerade auf Zypern stattfindet. “Ich wollte die Muslime zum Christentum bekehren – nimmt James den Faden auf – Ich wurde von einer Vereinigung aufgenommen, die mich aussandte, den Muslimen zu predigen. Ein Imam widersprach mir und sagte zu mir, ich könne zu den Muslimen von Jesus sprechen, aber mit Liebe und nicht mit dem Hass, den ich zeigte. Drei Jahre lang habe ich mit ihm zusammen gearbeitet, aber heimlich verfolgte ich die Idee, ihn umzubringen. Doch die Schriftlesung der Bibel hat mich davon abgehalten, das zu tun. Vor 14 Jahren schließlich kam es zur entscheidenden Begegnung. Ein Journalist, ein Freund von beiden, der davon überzeugt war, dass Menschen mit Glauben dem Frieden nütztlich sein können, lud beide zu einem Treffen ein. Er wusste um die Verwundungen, die jeder von ihnen davon getragen hatte: James mit einem verstümmelten Arm, Mohammed mit zwei von christlichen Milizen getöteten Brüdern. Die Begegnung fand im Haus des Gouverneurs statt. Ihr Freund stellte sie vor, verließ sie dann und ließ sie miteinander reden. “Wir haben uns auf diese Weise entwaffnet”, sagt James, der heute mit Mohammed das Interfaith Mediation Centre von Kaduna leitet. “Wir arbeiten für den Frieden in Nigeria – schließen sie gemeinsam - und in anderen Teilen Afrikas und wir gehen in die ganze Welt, um unsere Geschichte zu erzählen mit ihrer Botschaft vom Frieden, der möglich ist”.


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