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Unterstützung der Gemeinschaft

  
11 August 2009

Bukavu (Demokratische Republik Kongo): Nach dem offenen Brief der Gemeinschaft Sant'Egidio wurden die Straßenkinder, die "aus Gründen des Anstands" inhaftiert worden waren, freigelassen. Für sie bedeutet die Rückkehr in ihre Familie eine neue Zukunft.

 
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In Folge eines offenen Briefes der Gemeinschaft Sant'Egidio von Bukavu und der darauf folgenden Debatte hat die Justiz die 29 Minderjährigen freigelassen, die Ende des Monats Mai mit dem Vorwurf inhaftiert wurden, sie seien "schmutzig, nachlässig gekleidet" und könnten "zu verbrecherischen Handlungen neigen".

Für sie hat die Gemeinschaft eine neue Zukunft eröffnet, indem sie wieder in ihre Familien eingegliedert wurden und ihre Schulbildung und Ausbildung wieder aufnehmen konnten. 

 

 Der offene Brief der Gemeinschaft Sant'Egidio aus Bukavu

Die Geschichte


Der 12jährige P. hatte den Fehler gemacht, einen alten Radioapparat zu zerstören. Sein Pech war, dass ihn seine Stiefmutter nicht zu Hause haben wollte und ihn aus diesem Grund fortgeschickt hatte. Dies geschieht im Kongo nicht selten. Kinder und Jugendliche, manchmal Waisenkinder oder Flüchtlinge, die jemand bei sich aufgenommen hat, werden schnell abgeschoben, sogar mit dem Vorwurf der Hexerei. Der 16jährige C., ging von selbst weg und schloss sich einer Gruppe von Straßenkindern in Bukavu an. Sie schlafen in der Nähe der Kathedrale, die auf dem Hügel der Stadt steht, der wie eine offene Hand aussieht. Die fünf Finger sind weiter Halbinseln am Kivusee. Es könnte ein Paradies sein ohne die 15 Jahre Krieg.

Seit 2001 kümmert sich die Gemeinschaft Sant'Egidio von Bukavu um die wöchentliche Verteilung von Brötchen an die Straßenkinder. Die Stadt betrachtet diese mit Gleichgültigkeit und Verachtung. Man kann sich ihnen leicht nähern, sie sind glücklich, die Essensverteilung endet immer mit einem Fest. Die Geschichten dieser Kinder, die Klebstoff schnüffeln, ähneln sich, sie bestehen aus Armut, Mangel an Nahrung, Schulabbruch, zerstörten Familien. Bewaffnete Gruppen versuchen diese Kinder zu rekrutieren - davor fliehen sie in die Stadt.

Im April entschied man in Bukavu plötzlich, dass die Ärmsten ein Problem der öffentlichen Ordnung in der Stadt sind und die Sicherheit bedrohen. C. und P. wurden gemeinsam mit 85 weiteren Personen inhaftiert, davon 20 Minderjährige und zwei Behinderte.

Der offene Brief der Gemeinschaft von Bukavu nennt diese Maßnahme eines Rechtsstaats unwürdig. Die Gemeinschaft nahm gleichzeitig Kontakt mit den Behörden, den Richtern und der Polizei auf. Der Brief erregte aufsehen. Die Ortskirche und viele NRO´s haben sich dem Appell angeschlossen. Der Druck stieg, bis alle Minderjährigen freigelassen wurden. 

Die Freilassung ist nur ein erster Schritt für C., P. und die anderen 13 Jugendlichen. Nun muss schnell eine Perspektive gefunden werden, damit sie von der Straße weg kommen. Für sie wurde eine Holzhütte gemietet, in der Nähe einer Berufsschule für Mechaniker, Schreiner und Bauarbeiter. Das Haus wurde "Arche der Freundschaft" getauft. Sechs der Jugendlichen wohnen nun dort. Sie werden an einer Schule angemeldet. Jeden Tag besucht jemand von der Gemeinschaft die Arche. Zwischenzeitlich wurden acht der Familien der Jugendlichen erreicht. Dank eines Weißen Vaters, der jedem von ihnen ein Fass Öl schenkt, nehmen die Familien die Jugendlichen wieder auf.

Nur einer der 15 Jugendlichen, die vor der Kathedrale gelebt hatten,  ist inwzischen wieder auf der Straße.

Im offenen Brief hieß es: "aus unserer Erfahrung können wir  bestätigen, dass die Armen keine potenziellen Übeltäter sind. Niemand ist dies,  doch es sind es die Lebensumstände, ein oft leidvolles Schicksal im Zusammenhang mit den letzten Kriegsjahren in unserem Land, die Menschen dazu bringen, bisweilen verzweifelte Dinge zu tun und manchmal zur Gewalt gegen Sachen und Menschen zu greifen. Doch hier geht es nicht darum, einen neuen Krieg gegen die Armen zu führen, um die Sicherheit der Stadt zu gewährleisten..."

Die Geschichte von P. und C. und der anderen Jugendlichen hat gezeigt, wie wahr diese Worte sind.


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