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Unterstützung der Gemeinschaft

  
19 Januar 2010

Während die Räumung von Casilino 900 beginnt, werden die Romakinder von Salone, die in Italien geboren sind, gezwungenermaßen in ein Flüchtlingslager umgesiedelt

Pressemitteilung: Die Gemeinschaft Sant'Egidio verlässt den "Tisch zum Plan Nomaden" der Kommune Rom

 
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Die Gemeinschaft Sant'Egidio bringt ihre Sorge darüber zum Ausdruck, wie der "Plan Nomaden" in Rom umgesetzt wird. Besondere Missbilligung gilt den Operationen der Umsetzer des Plans im Lager von Salone, wo Familien mit in Italien geborenen Kindern geräumt wurden. Es sind Personen, die in einem ausgestatteten Lager wohnten, das mit Kameras kontrolliert und 24 Stunden am Tag überwacht wurde. Daher gibt es keinen wirklichen Grund der Umsiedlung in das Aufnahmezentrum für Asylbewerber (CARA), in dem Flüchtlinge untergebracht werden, die unter unsicheren Umständen nach Italien kamen.

Diese Romafamilien hätten im Lager bleiben und auf die Entscheidung der Asylkommission warten können und damit ein normales Leben fortsetzen und die Kinder in die Schule schicken können. Die Kinder waren gut in die schulischen Strukturen des Viertels integriert und wurden nun ohne triftige Gründe aus der Wohnung und der Schule vertrieben. Die Gemeinschaft Sant'Egidio ist davon überzeugt, das die wahre Integration durch die Achtung der Kinder und ihrer Erziehung geschieht.

Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass die Umsiedlung in die Asyllager mitbedingt, dass die Roma, die im ehemaligen Lager Nutzungs- und Lebensunterhaltskosten zahlten, nun ganz auf Kosten des Staates leben.

Von den 128 Roma, die in das Asyllager gebracht werden sollen, sind 74 Kinder, die in Italien geboren sind.

Zudem ist die Umsiedlung in das Aufnahmelager für Asylbewerber von Castelnuovo di Porte anders als vom Präfekten behauptet nicht mit den Roma abgesprochen, denen eine Zwangsumsiedlung angedroht wurde, sodass sie sich sogar an ihre Anwälte gewandt haben.

Noch dazu wurde gestern vom Bürgermeister angekündigt, dass die Umsiedlung der Roma von Salone "die Voraussetzung dafür ist, Casilino dann ganz zu räumen". Wir befürchten, dass die Ereignisse dieser Stunden zu einem traurigen Schachspiel gegen die Roma wird: um einigen würdige Lebensbedingungen zu verschaffen, macht man das Leben anderer unerträglich.

Außerdem werden seit langer Zeit eine Reihe von Vorschlägen der Gemeinschaft zum Plan Nomaden, die das Ergebnis einer über dreißigjährigen Erfahrung an der Seite der Roma in der Hauptstadt sind, unbeachtet gelassen, sodass die Voraussetzungen für einen Dialog mit dem Sonderkommissar für die Notlage der Nomaden, Präfekt Pecoraro, und der Kommune von Rom fehlen, die den Plan umsetzt.

Deshalb verlässt die Gemeinschaft Sant'Egidio den "Tisch zum Plan Nomaden", der von der Kommune Rom eingerichtet wurde, um mit katholischen Vereinigungen über die Nomadenangelegenheiten zu diskutieren.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio wird weiterhin ihren Beitrag zur Integration der Roma in die Stadt Rom leisten, angefangen bei den Kindern. Sie ist wie immer bereit, mit dem zusammenzuarbeiten, der im Respekt vor jeder Person eine menschliche Stadt für alle aufbauen möchte.


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