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17 Oktober 2011 | VENEDIG, ITALIEN

Kunst und Behinderung. Venedig im Rahmen der 54. Kunstbiennale eine der Bewegung "Die Freunde" gewidmete Einheit

 
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Am 14. Oktober 2011 war die Biennale von Venedig als einer der weltweit anerkanntesten Einrichtungen für zeitgenössische Kunst Gastgeberin für ein Forum mit mehreren Teilnehmern zum Thema "I\O Ich und ein anderer". Es handelt sich um ein Kunstprojekt des Künstlers César Meneghetti und der Bewegung "Die Freunde", zu der behinderte Künstler einer experimentellen Kunstwerkstatt der Gemeinschaft Sant'Egidio gehören.

Kunstkritiker, Akademiker und andere Vertreter der Kultur diskutierten in einer der Frage "Kunst und Andersartigkeit" gewidmeten Einheit miteinander. César Meneghetti leitete das Treffen mit Bildern und mit Interviews der vergangenen Monaten ein und hob hervor, dass die Begegung mit der Bewegung "Die Freunde" ihn persönlich und seine Sichtweise verändert und alle bisherigen Vorstellung von Behinderung umgewandelt hat.

Die Kritikerin und Dozentin für zeitgenössische Kunstgeschichte Simonetta Lux sprach davon, dass die Arbeit von César Meneghetti "der letzte Teil eines beeindruckenden Prozesses ist, den die Gemeinschaft Sant'Egidio in den Kunstwerkstätten der Bewegung 'Die Freunde' durch eine persönliche Beziehung zu den Behinderten begonnen hat". Dieser Prozess führt zur "vollkommenen Beseitigung des Vorurteils ihrer Dummheit, zur Entdeckung einer unerkannten Intelligenz, zur Enthüllung von neuen Gesichtspunkten und Kriterien und im Grunde genommen von besonderen Menschen, mit denen man die Freuden und Leiden des Lebens gemeinsam durchleben kann".

Alessandro Zuccari sprach sowohl als Kunsthistoriker als auch als Mitarbeiter in den Kunstwerkstätten der Gemeinschaft. In seinem Beitrag analysierte er die Erfahrung der "Freunde" im Rückblick und erinnerte an verschiedene geschichtliche Momente, in denen das Leben von Behinderten als wertlos angesehen wurde wie in der klassischen Kultur und in den Schriften von Lucio Anneo Seneca. Das Christentum hat einen radikalen Wandel herbeigeführt und einen neuen Humanismus ins Leben gerufen. Die Neuheit des Evangeliums (sag nicht Dummkopf zu deinem Bruder) besagt, dass Behinderte und Kranke ganze Menschen sind und nicht auf ihre Defizit oder ihre Krankheit beschränkt werden dürfen, dadurch wird die Einheit zwischen Seele und Leib wiederhergestellt. Diese Neuheit wird in der modernen Welt immer noch nicht als selbstverständlich angesehen, wie die Vernichtung von geistig Behinderten im Nationalsozialismus beweist. Die Erfahrung der "Freunde" ist in dieser Hinsicht ein wichtiger Beitrag.

Alle Reden zeigten eine neue Vision und ein tieferes Bewusstsein für Fragen der geistigen Behinderung und wiesen auf die Kunst als wertvolles Mittel für Beziehungen und für die Ausdrucksweise einer häufig nicht zugestandenen Tiefe, wie dies auch die Erfahrung der "Freunde" bestätigt. Interessant war auch die Anwesenheit von Alberta Basaglia, der Tochter von Franco und Zeugin für sein Engagement für eine neue Haltung gegenüber der Geisteskrankheit.

Die Veranstaltung war eine Etappe des Nachdenkens über einen künstlerischen Prozess, der zu einer Ausstellung im Jahr 2012 führen soll und der schon in dieser Phase wichtige Anregungen zum Nachdenken über Behinderung und Kunst geboten hat.

Im überfüllten Saal waren waren zahlreiche Studenten und Doktoranten der Universitäten Rom, Viterbo, Udine, Padua, Triest und Venedig, die großes Interesse zeigten.

Weitere Informationen:

Vidoe: http://vimeo.com/30587883

Eine Homepage: http://www.ioeunaltro.org/

 


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