Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
15 Dezember 2011 | ITALIEN

Pressemitteilung nach den tragischen Ereignissen von Florenz und Turin

Sicheres Zusammenleben für alle im Respekt gegenüber allen

 
druckversion

Die tragischen Ereignisse von Florenz, bei denen zwei Senegalesen ums Leben kamen und drei Personen verwundet wurden, und die Ereignisse vor einigen Tagen in Turin, wo ein Romalager von einer Menschenmenge angezündet wurde, sind Zeichen dafür, dass sich Italien nicht nur in einer wirtschaftlichen sondern in einer tieferen Krise befindet. Der gesamte Zusammenhalt unserer Gesellschaft steht auf dem Spiel.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio bringt ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl mit den Opfern dieser kriminellen Taten zum Ausdruck und verurteilt dieses Vorgehen. Sie ruft alle Italiener zu einem größeren Verantwortungsbewusstsein auf. Es ist dringend notwendig, über die Qualität unseres sozialen Zusammenhalts nachzudenken und mit einer deutlichen und gemeinsamen Reaktion auf diese absurde und rassistische Gewalt zu antworten.

Italiener, Immigranten und Roma - wir alle gehören zu demselben Land und sind in einem gemeinsamen Schicksal vereint. Jeglicher Geist von blindem Antagonismus ist zerstörerisch und unergiebig, denn er richtet die Fundamente des nationalen Gemeinwesens zugrunde. Man darf nicht meinen, dass die Suche nach einem Sündenbock eine Lösung in diesem schwierigen Augenblick darstellt: Nur gemeinsam ist ein Ausweg möglich. Rassismus und Antiziganismus sind Krankheiten, die das Bild Italiens verunstalten und es hässlich und für alle unerträglich machen. Das Bild einer sinnlos schreienden Menge, die ein Romalager in Brand steckt, ruft dunkle Zeiten unserer Geschichte ins Gedächtnis, die nur Leid und Vernichtung mit sich gebracht haben.

Unser Land braucht dagegen eine neue Kultur des Dialogs, nicht der Verachtung!

Niemand darf sich Gefühlen von Wut, Rache oder zunehmender Gewalt hingeben. Zunächst ist eine vollkommene Ablehnung der Gewalt der Worte notwendig, denn in den vergangenen Jahren haben die Worte zu oft dazu beigetragen, eine Kultur der Verachtung zu schaffen, die das aktuelle soziale Klima verunreinigt und belastet haben.

In diesem Augenblick einer schlimmen Krise unseres Landes ist die Anwesenheit ausländischer Bürger in Italien grundlegend, denn sie beteiligen sich vollkommen an der wirtschaftlichen Entwicklung und fördern sie. Die ausländischen Gemeinden in Italien sind strebsam und setzen sich für eine Integration in das soziale Umfeld ein, nicht nur durch die Arbeit, sondern auch durch einen humanitären, kulturellen und ethischen Beitrag.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio erneuert ihren Einsatz für einen konstruktiven und friedfertigen Dialog und appelliert, dass in unserem Land eine Kultur des Zusammenlebens, des Respekts und der Sicherheit für alle verwirklicht werde.


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
20 März 2017

Internationaler Tag gegen Rassismus, Marco Impagliazzo: "Mit Dialog und Integration der Intoleranz entgegentreten"

IT | ES | DE | FR | PT
3 März 2017
ITALIEN

Brand der Baracken in Apulien - der Tod zweier afrikanischer Migranten darf nicht hingenommen werden

IT | ES | DE
1 Februar 2017
ADDIS ABABA, ÄTHIOPIEN

30. Gipfeltreffen der Afrikanischen Union. Eine Delegation von Sant'Egidio trifft den neuen Präsidenten Moussa Faki

IT | ES | DE | PT
6 Dezember 2016
GENF, SCHWEIZ

Sant'Egidio wird ständiger Beobachter im Rat der internationalen Organisation für Migration

IT | ES | DE | FR | PT
5 Oktober 2016

Der 5. Oktober ist World Teacher's Day - alle in die Schule… des Friedens!

IT | EN | ES | DE | PT | RU | ID | HU
5 August 2016
BUDAPEST, UNGARN

Gedenken in Ungarn an den Porajmos, die Vernichtung der Roma

IT | ES | DE | FR | PT | RU
all news
• DRUCKEN
20 März 2017
SIR

Giornata contro il razzismo: Impagliazzo (Sant’Egidio), riflettere “sulle crescenti manifestazioni d’intolleranza e violenza”

17 März 2017
Sette: Magazine del Corriere della Sera

Andrea Riccardi: Le politiche sulle migrazioni devono partire dai giovani africani che usano Internet e il cellulare

27 Februar 2017
L'huffington Post

Andrea Riccardi: Un anno di corridoi umanitari. L'integrazione protegge più dei muri

23 Februar 2017
Main-Post

Abschiebung in die Ungewissheit

21 Februar 2017
Famiglia Cristiana

Se sei disabile non puoi diventare italiana: la storia di Cristina

13 Februar 2017
Roma sette

Migrantes e Sant’Egidio: delusione per interventi su migranti

alle pressemitteilungen
• DOKUMENTE

Appello al Parlamento ungherese sui profughi e i minori richiedenti asilo

Corso di Alta Formazione professionale per Mediatori europei per l’intercultura e la coesione sociale

Omelia di S.E. Card. Antonio Maria Vegliò alla preghiera "Morire di Speranza". Lampedusa 3 ottobre 2014

Omelia di S.E. Card. Vegliò durante la preghiera "Morire di speranza"

Nomi e storie delle persone ricordate durante la preghiera "Morire di speranza". Roma 22 giugno 2014

Le vittime dei viaggi della speranza - grafici

alle dokumente
• BÜCHER

Al filo de Holocausto





Ediciones Invisibles

Trialoog





Lannoo Uitgeverij N.V
alle bücher

FOTOS

1180 besuche

1123 besuche

1151 besuche

1144 besuche

1234 besuche
alle verwandten medien