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Unterstützung der Gemeinschaft

  
2 November 2012 | ROM, ITALIEN

Rom und Afrika vereint im Gedenken an die Kranken

Zum Fest Allerheiligen wurde in Santa Maria in Trastevere eine Liturgie zum Gedenken an Menschen gefeiert, die nach einer schweren Krankheit verstorben sind und deren Namen verlesen wurden

 
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Comunità di Sant'Egidio - La liturgia in ricordo di coloro che sono morti per gravi malattieDieses traditionelle Gebet macht betroffen; seit vielen Jahren wird an Allerheiligen in Santa Maria in Trastevere eine Liturgie zum Gedenken an Menschen gefeiert, die nach einer schweren Krankheit verstorben sind. Die Namen aller werden verlesen. Bei diesem Gedenken sind wie in einer großen Umarmung Familienangehörige und Freunde der Gemeinschaft vereint, die sich um diese Menschen gekümmert haben. Dieses Volk ist nicht vor dem Leid des anderen geflohen, sondern hat im Gebet, in der gegenseitigen Unterstützung und in der Liebe eine Kraft entdeckt, die in der Liturgie sichtbar wird.

In diesem Jahr wurden neben den römischen Namen auch Namen von Männern und Frauen aus 14 Ländern Afrikas verlesen, die fast ausnahmslos im DREAM-Programm zur Bekämpfung von AIDS in Afrika von der Gemeinschaft Sant'Egidio betreut wurden.

Der Weihbischof für das Stadtzentrum der Diözese Rom, Matteo Zuppi, feierte die Liturgie. Hier die Worte seiner Homilie:

"Liebe Schwestern und Brüder,
wie kann man ein so tiefes Geheimnis wie den Tod verstehen? Wie kann man in die Finsternis eines zu Ende gehenden Lebens eindringen und das unsichtbare Leben verstehen, das man nicht berühren kann und von dem wir nur unsichere, unzureichende und vorläufige Vorstellungen haben? Wie können wir Schutz finden, der uns von Zweifeln in unserem unruhigen Herzen und von Gefahren für unseren gehetzten Körper befreit, die immer wieder neu auftauchen und die sich nicht dadurch bewältigen, dass wir die Tage anfüllen und uns in den Mittelpunkt stellen oder uns mit vielen Bildern und Geräuschen betäuben?
Angesichts eines so großen Horizonts entdecken wir alle unsere Gebrechlichkeit. Wir sind vom Körper abhängig und verstehen kaum Dinge, die über unsere Vorstellungen hinausgehen, aber doch alle Bereiche unseres schwachen Lebens bestimmen.
Der Herr möchte uns nicht in Finsternis und Unsicherheiten allein lassen, die uns häufig resignieren lassen oder in Angst versetzen, während wir davon überzeugt sind, dass ja doch alles einmal zu Ende geht und dass wir deshalb leben sollten, wie es uns gerade in den Sinn kommt, oder dass uns zumindest nichts anderes übrig bleibt. Daher sollten wir heute das ergreifen und konsumieren, was möglich ist, denn wir wissen nicht, was kommt. Der Konsum möchte verzweifelt das Bedürfnis nach Liebe und Zukunft befriedigen, doch er ist nicht dazu in der Lage.
Heute feiern wir das Fest Allerheiligen und denken an die Seligen, die glücklich sind. Sie helfen uns, Orientierung zu finden, denn sie führen uns zu Gott und sind wie Sterne am weiten Himmel, im Weltall der Schöpfung, in dem man sich so leicht verlieren kann und manchmal auch unerwartet begreift, wie klein man ist.
Die Sterne durchdringen die Dunkelheit und lassen uns die Entfernungen verstehen, gleichzeitig weisen sie auch den Weg. Sie sind natürlich weit entfernt, doch sie sind da und ohne sie wäre alles nur Finsternis.
Das Gedenken an die Heiligen ist keine Beschreibung einer wunderschönen, doch gleichzeitig so schrecklich und schmerzlich weit von unserem Elend und den konkreten Schwierigkeiten unseres Lebens entfernten Welt. Ganz im Gegenteil. Wir kennen die Geschichten dieser Scharen von Heiligen, dieser Menschen, die sich verändert und nicht für sich gelebt haben. Sie sind heilig, weil sie geliebt wurden und keine Angst hatten zu lieben.

Comunità di Sant'Egidio - La liturgia in ricordo di coloro che sono morti per gravi malattie

Comunità di Sant'Egidio - La liturgia in ricordo di coloro che sono morti per gravi malattie Comunità di Sant'Egidio - La liturgia in ricordo di coloro che sono morti per gravi malattie

Es ist eine große Menschenschar in weißen Gewändern, wie wir es in der Vision der Apokalypse gehört haben. "Eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen", wie die vielen Namen, die wir in Kürze in unserem Gebet zum Herrn bringen, damit sie im Buch des Lebens geschrieben seien.
Heute sind wir gewissermaßen diese Schar der Heiligen, nicht aus eigenem Verdienst natürlich, sondern durch seine Liebe. Auch wir werden vor dem Thron und dem Lamm versammelt, die im Mosaik dargestellt sind, um den Christen eine Hilfe anzubieten, damit sie sich als Menschen der Gegenwart die Zukunft vorstellen und verstehen, was wir für den Herrn sind. Wir sind nichts, doch wir werden von ihm geliebt.
Einige dieser Heiligengeschichten gehen auf weit zurückliegende Zeiten zurück, andere sind mit unserer Gegenwart verbunden, wir haben sie kennen gelernt, sie haben das Leben aus Liebe zum Evangelium und für die Gerechtigkeit hingegeben.
Wir denken an Franziskus von Assisi, der mit Sicherheit in dieser Kirche gebetet hat, denn er war in Trastevere zu Gast im Aussätzigenhaus der Stadt hier in der Nähe, in einem Haus der Abtei der Heiligen Kosmas und Damian, San Cosimato.
Es sind konkrete Geschichten und Erinnerung an liebe Menschen, sie sind so konkret für jeden von uns, diese Zeugen sind mit uns verbunden. Ihr Leben wurde von diesem nicht endenden Licht erleuchtet.
Comunità di Sant'Egidio - La liturgia in ricordo di coloro che sono morti per gravi malattieHeute erinnern wir uns an sie. Es sind unsere Kinder, Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, die nach einer schweren Krankheit und besonders auch an AIDS gestorben sind. Gemeinsam mit ihnen erinnern wir uns an viele Eltern, Kinder, Verwandte und Freude aus fernen Ländern, die geographisch fern sind, aber nicht was die Liebe betrifft. Es sind Namen von Verstorbenen besonders aus Afrika, Brüder und Schwestern Jesu und damit unsere Angehörigen.
Heute sind wir froh, gemeinsam mit einigen Vertretern aus Afrika zu beten, vor allem mit dem Außenminister von Burundi und dem Minister für Sicherheit aus Burundi. Wir bitten sehr für ihr Land, dass es weiter von der Krankheit der Gewalt geheilt werde und in Wohlstand und Frieden wachse.
Heilige sind von Jesus Geliebte und werden von ihm behütet. Das ist die Bedeutung von heilig: von ihm behütet, zu ihm gehörig und damit zu uns gehörig.
In Subiaco gibt es ein sehr altes Gemälde von der Ermordung der unschuldigen Kinder. Alle durch die Wut des Herodes getöteten Kinder werden mit derselben Seitenwunde dargestellt wie sie bei Jesus am Kreuz zu finden ist. Damit wird auf dieselbe Gewalt wie bei Jesus hingewiesen. Alle Kinder werden mit dem Gesicht Jesu dargestellt.
Heute erinnern wir uns an unsere Lieben und an die Kranken in vielen Ländern und sehen in ihnen allen das Antlitz Jesu. Wie verstehen, dass die Wunden des Übels alle gleich sind. Sie sind seine Geschwister, und jede Kerze, die für sie angezündet wird, hilft uns, das nicht endende Leben zu sehen. Es ist ein Licht für sie und für uns. Für uns ist das Licht noch schwach, für sie ein vollendetes Licht.
Jesus ist vor dem Bösen nicht geflohen und lehrt uns, es zu erkennen und zu besiegen. Er wich ihm nicht aus und hielt sich nicht fern, sei es physisch oder in übertragener doch schrecklicher Weise einer Verurteilung, eines Vorurteils, einer Überheblichkeit gegenüber einem Kranken, einer Weigerung, sich um Hilfe zu bemühen oder ihm das Gefühl zu geben, eine Last oder sogar gestraft zu sein.
Jesus hat Mitleid mit den Leidenden, er verurteilt sie nicht, er liebt und geht auf sie zu. Er berührt den Aussätzigen und gibt ein Beispiel, damit auch die Menschen so handeln. Das Böse trennt von den anderen, die Liebe verbindet. Jesus streckt seine Hand aus und richtet auf, er lässt nicht im Stich, er hört zu und bringt nicht zum Schweigen, er überwindet die Angst, die zur Flucht verführt, denn er liebt mit Zuneigung und kraftvoll.
Er erfüllt als erster die Seligpreisung, die zum Glück führt und die Voraussetzung für das nie endende Glück ist: "Ich war krank, und ihr habt mich besucht". Was wir auch tun oder leider nicht tun, geschieht ihm gegenüber. Doch er ist auch der Erste, der besucht, der niemanden jemals auf irgendeinem Grund in der Krankheit allein lässt. Jesus gibt keinen Befehl, sondern bietet ein Beispiel an, damit auch wir lernen, mit Milde zu erfüllen, was anfänglich bitter erscheinen könnte.
Angesichts des Bösen suchen die Menschen unbedingt eine Verantwortung, um sich zu unterscheiden und abzusichern, um eine Ursache zu finden und es somit besiegen zu können. Jesus liebt den Kranken und befreit ihn endgültig von der Vorstellung einer Strafe oder Schuld.
Der Besuch ist die erste Art, um Aufmerksamkeit, Achtung und Schutz zu schenken. Ein Besuch ist nämlich auch Treue und Übernahme von Verantwortung wie beim Samariter, der dem Herbergsbesitzer, dem er den halbtoten Mann übergab, versprach, zurückzukehren und nach diesem Mann zu schauen, der nun sein Nächster geworden war.
Beim Besuch bringt man auch mit, was gebraucht wird, wie beim Besuch eines Kranken, wenn man etwas Nützliches mitbringt oder etwas, das ihm gefällt. Für viele bedeutet der Besuch, dass eine notwendige Behandlung garantiert wird.
Comunità di Sant'Egidio - La liturgia in ricordo di coloro che sono morti per gravi malattieDas DREAM-Programm zur AIDS-Bekämpfung war wirklich ein Traum und schien wie viele Träume am Anfang unerfüllbar. Doch alle Träume der Liebe, die vom Glauben gestützt werden, werden Wirklichkeit. Es ist ein Traum, doch eigentlich sind es viele Träume, weil jede einzelne Person, die in Behandlung ist.
Das DREAM-Programm entstand, weil wir das Leid erlebt haben, es soll wie der Mantel einer Mutter sein, nämlich dieser Mutter der Gemeinschaft, damit es viele AIDS-Kranken beschützt, die vom Übel zum Tod verurteilt werden und für die es vor allem keine Behandlung und Therapie gibt. Das ist ein durch Langeweile, Faulheit und Geiz der reichen Länder und der Korruption der Regierenden erklärtes Todesurteil.
Das DREAM-Programm hilft, schon heute die Seligpreisung Jesu zu verwirklichen: "Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden". Ihr Trost bedeutet Hoffnung, Sicherheit, Zukunft, Leben und Freude, es ist die vollkommene Seligpreisung, die Seligpreisung des Himmels und das Glück, das der Herr für die Menschen wünscht. Es ist eine Seligpreisung für alle, für den, der besucht, und den, der besucht wird.
Leben wir diese Seligpreisung, damit viele gerettet werden und nicht verloren gehen, behütet und nicht verlassen werden. Das ist die Kraft Jesu: Das Böse wird zum Anlass, um zu lieben, mehr zu leben und mit größerer Weisheit zu lieben. Das Kreuz wird zur Auferstehung, das Böse, das uns liebe Menschen entrissen hat, bekämpfen wir, indem wir es daran hindern, dass andere ebenso leiden. Das ist der Sieg über das Böse, das ist der Sieg Jesu. Wenn wir die Wunden der anderen heilen, heilen wir auch unsere eigenen.
Das Bild, das unsere Feier begleitet und am Ende an alle verteilt wird, ist Maria, die mit ihrem großen Mantel viele verschiedene Menschen umhüllt, ich habe auch einen Bischof erkannt! Das ist schön, denn wir brauchen ihn alle! Wie viel Unsicherheit gibt es nicht nur im Fall der Krankheit, wie viel Schutz wird benötigt! Es sind wirklich sehr unterschiedliche Menschen dargestellt. Wir alle brauchen diesen Mantel.
Maria behütet deshalb, weil sie eine demütige Magd des Herrn ist. Der Mantel ist der Dienst der Gemeinschaft, die versucht, sehr vielen das zu tun, was einige von uns für ihre Kinder oder Verwandten getan haben: Nähe schenken, Hoffnung geben, trösten, notwendige Dinge besorgen, die Hand halten, begleiten, Liebe schenken, wenn alles nur noch Verurteilung zu sein scheint, den Hauch des Lebens so lange wie möglich schützen.
Es ist wahr, schon jetzt sind wir Kinder Gottes, auch wenn noch nicht offenbar geworden ist, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. In dieser Seligpreisung sehen wir schon langsam das nicht endende Licht.
Schon heute wollen wir ihm ähnlich sein, indem wir seine Liebe leben. Auf diese Weise sind wir Heilige. Helfen wir daher nach unseren Kräften, diesen Mantel zu stärken, damit schon heute viele diesen warmen Schutz und das Glück erfahren können. Jeder von uns ist ein Faden an diesem Mantel. So wird der Psalm Wirklichkeit: "Wie groß ist deine Güte, Herr ... Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts ... Wie unter einem Dach bewahrst du sie ... Liebt den Herrn, all seine Frommen! Seine Getreuen behütet der Herr ... Euer Herz sei stark und unverzagt" (Ps 31,20-21.24).
Herr, gedenke ihrer, gedenke aller. Schenke Schutz und lehre uns, Schutz zu schenken. Behüte uns alle in deinem Reich des Friedens. Amen".


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