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29 November 2012 | WÜRZBURG, DEUTSCHLAND

Würzburg: Gedenken an die Deportation der Würzburg Juden

Am 27. November, dem Jahrestag der ersten großen Deportation Würzburger Juden, versammeln sich Hunderte von Würzburger Bürgern, um Nein zu sagen zu jeder Form von Rassismus und Ausgrenzung

 
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Mehrere Hundert Würzburger Bürger, darunter auch viele Jugendliche haben am Lichterzug zum Gedenken an die erste große Deportation der Würzburger Juden am 27. November 1941 und weitere Deportationen in den darauffolgenden Monaten vor 70 Jahren erinnert. Seit zwölf Jahren organisiert die Gemeinschaft Sant'Egidio gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde dieses Gedenken an einen der finstersten Tage in der neueren Stadtgeschichte, um ein Zeichen zu setzen, damit sich solch tragische Ereignisse nicht wiederholen. Dieses Gedenken möchte besonders eine Botschaft an junge Menschen sein, damit sie eine Gesellschaft ohne Rassismus und Ausgrenzung aufbauen.

Ein langer Zug mit Kerzen in den Händen zog durch die Innenstadt auf dem Platz vor dem Theater in der Nähe des Ortes, an dem 1941 die "Schrannenhalle" stand, wo sich die Juden an jenem Abend einfinden mussten, bevor sie deportiert wurden.

Neben den Vertretern der Kirchen und der Stadt, sowie dem Vorsitzenden der israelitischen Kultusgemeinde und Prof. Klaus Reder für die Gemeinschaft Sant'Egidio sprach in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine Vertreterin der Sinti und Roma, die ebenfalls Opfer der rassistischen Vernichtung durch die Nationalsozialisten wurden. Rita Prigmore wurde Opfer der medizinischen Versuche im Rahmen der Zwillingsforschungen von Mengele und berichtete mit bewegenden Worten von ihrer leidvollen Geschichte.

Redetexte:

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

Dekanin Dr. Edda Weise

Prof. Dr. Klaus Reder

Rita Prigmore




 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 



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