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20 Juni 2013 | ROM, ITALIEN

Weltflüchtlingstag 2013 - Gebetswache

Gedenken an die Migranten, die "auf dem Weg der Hoffnung" gestorben sind. In Rom übernahm Kardinal Antonio Maria Vegliò, Präsident des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs, den Vorsitz

 
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Zum Weltflüchtlingstag 2013 hat die Gemeinschaft mit anderen Vereinigungen und Vertretern christlicher Kirchen zum sechsten Mal in Folge Gebetswachen zum Gedenken an die Opfer auf den Reisen nach Europa organisiert, an denen auch Vereinigungen für Flüchtlinge und Immigranten, ausländische Gemeinden, Flüchtlinge und andere Ehrenamtliche teilgenommen haben.

Viele Menschen verlassen noch immer ihre Heimat in der Hoffnung, Kriegen, Verfolgungen, Krankheiten, Hungersnöten und anderem Elend entfliehen zu können und einen Zufluchtsort zum Aufbau einer besseren Zukunft zu finden.

In seiner Botschaft an den Päpstlichen Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs hat Papst Franziskus die Regierenden, Gesetzgeber und die gesamte internationale Gemeinschaft aufgerufen, Menschen auf der Flucht oder zur Migration gezwungene Personen zu helfen "mit wirksamen Initiativen und neuen Ansätzen, um ihre Würde zu schützen". "Es handelt sich", so betont der Papst weiter, "um menschliche Personen, die an Solidarität und Hilfe appellieren, die dringend notwendige Maßnahmen brauchen, aber auch und vor allem Verständnis und Güte" Die Ansprache

Nicht jeder Migrant erreicht sein Ziel, viele gelangen nicht einmal an die nordafrikanische Küste, weil sie auf dem langen Zug durch die Wüste sterben; ihre Zahl ist unbekannt. Andere sterben im Mittelmeer, seit 1988 sind es fast 19.000 Personen. Diese Menschen sind auf der Flucht vor Hunger, Krieg oder Verfolgung, die in vielen Teilen der Welt weiterhin Todesopfer fordern. Ihre Verzweiflung ist so groß, dass sie sogar ihr Leben aufs Spiel setzen, um das für sie und ihre Kinder rettende Ufer Europa zu erreichen.

2012 wurden in Italien 13.245 Neuankömmlinge über das Mittelmeer registriert, in den ersten Monaten 2013 waren es fast 5.000. In der schönen Jahreszeit werden diese "Reisen der Hoffnung" wieder angetreten, die leider zu häufig in einer Tragödie enden. In diesen Tagen kamen 95 Flüchtlinge in Lampedusa an, indem sie sich an Käfigen für Tunfische festklammerten, nachdem ihr Schlauchboot untergegangen war. Nach ihren Angaben haben wenigsten sieben Reisegefährten bei der Überfahrt ihr Leben verloren. Kalabrien ist zum Ziel für syrische Flüchtlinge geworden, vor drei Jahren wurde bekannt, dass in einer Gruppe eine Geburt während der Überfahrt stattfand.
Die Gebetswache möchte einen Beitrag leisten, damit die Hoffnung vieler Menschen und ihr Leid auf der Suche nach Zuflucht nicht vergessen werden. Sie möchte helfen, nicht vor den Tragödien zu resignieren und zum Einsatz für eine menschlichere und gerechtere Welt aufrufen. Wir rufen außerdem die Regierungen, Gesetzgeber und die Europäische Union auf, sich mit aller Kraft um den Schutz der Flüchtlinge zu bemühen und das Leben und die Würde der Migranten zu achten. Es sollten menschliche Korridore eingerichtet und versuchsweise eine europäische Erstaufnahmeeinrichtung auf Lampedusa eröffnet werden.


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