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1 Juli 2013

Die Kirche Nigerias über die neuesten Hinrichtungen:

"Das Leben ist das kostbarste Gut..."

 
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In Benin City, der Hauptstadt des nördlichen Staates Edo, wurden am Montag vier Todesurteile vollstreckt. Die Höchststrafe wurde 1997 verhängt, zwei Jahre vor dem Ende des Militärregimes und dem Beginn einer liberalen Demokratie. Mit der Anordnung vom 16. Juni wurde die Wiederaufnahme der Hinrichtungen durch Präsident Goodluck Jonathan genehmigt.
 
Die Wiederaufnahme der Hinrichtungen ist "eine Rückkehr zu den finstersten Tagen der Menschenrechtsverletzungen in Nigeria", das erklärte Bischof Emmanuel Badejo von Oyo und kündigte gleichzeitig ein Schreiben der Bischofskonferenz über das Ende des siebenjährigen Moratoriums an. In Benin City wurden am Montag vier Hinrichtungen durchgeführt. Die nigerianische Kirche verurteilt diese Tatsache entschieden: "Das Leben ist das kostbarste Gut, denn die Menschen sind Abbild Gottes und sind ihm ähnlich. Allen muss die Möglichkeit eines Neuanfangs eingeräumt werden". Bischof Madejo erwähnte auch die Krise im Norden des Landes mit den Attentaten der bewaffneten Gruppe Boko Haram und den Gegenmaßnahmen der Armee, die teilweise auch Unschuldige nicht verschonen. Er äußerte die Überzeugung, dass "die Wiederaufnahme der Hinrichtungen die Gefahr mit sich bringt, in für Nigeria schon schwierigen Zeiten eine Kultur der Gewalt noch weiter zu verbreiten".


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