Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
11 Oktober 2013

WORTE VON PAPST FRANZISKUS

16. Oktober 1943 - Botschaft von Papst Franziskus zum 70. Jahrestag der Deportation der Juden Roms

 
druckversion

Sehr geehrter Herr Oberrabbiner, werte Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Rom,

ich möchte mich durch meine spirituelle Verbundenheit und mein Gebet mit Ihnen zum 70. Jahrestag der Deportation der Juden Roms im Gedenken vereinen. Während wir in Gedanken zu den tragischen Stunden im Oktober 1943 zurückkehren, ist es unsere Pflicht, uns das Schicksal dieser Deportierten vor Augen zu halten, uns in ihre Angst, ihren Schmerz und ihre Verzweiflung hineinzuversetzen, um sie nicht zu vergessen. So bleiben sie in unserer Erinnerung und in unserem Gebet mit ihren Familien, Verwandten und Freunden lebendig, die über den Verlust geweint haben und bestürzt waren über die Barbarei, zu der Menschen fähig sein können.

Das Gedenken an ein Ereignis bedeutet jedoch nicht einfach nur Erinnerung, es beinhaltet auch und insbesondere unser Bemühen, die Botschaft zu verstehen, die uns dadurch heute vermittelt wird. Denn das Gedenken an die Vergangenheit soll uns in der Gegenwart eine Lehre sein und zum Licht werden, das den Weg in die Zukunft erleuchtet. Der Selige Johannes Paul II. hat geschrieben, dass das Gedenken eine notwendige Funktion ausüben soll und "zum Aufbau einer Zukunft beiträgt, in der die unsagbare Schandtat der Shoah niemals mehr möglich sein wird" (Einleitender Brief zum Dokument: Päpstliche Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Juden, Wir erinnern. Eine Reflexion über die Shoah, 16. März 1998) und Benedikt XVI. sagte im Konzentrationslager Auschwitz: "Das Vergangene ist nie bloß vergangen. Es geht uns an und zeigt uns, welche Wege wir nicht gehen dürfen und welche wir suchen müssen" (Ansprache, 28. Mai 2006).

Das heutige Gedenken könnte daher als ein zukünftiges Gedenken bezeichnet werden, ein Appell an die neuen Generationen, dass ihr Leben nicht verflacht, dass sie sich nicht von Ideologien betrügen lassen und niemals das Böse rechtfertigen, auf das wir stoßen, dass sie nicht nachlassen in der Wachsamkeit gegen Antisemitismus und Rassismus, egal woher sie stammen. Mein Wunsch lautet, dass solche Initiativen sich mit Netzwerken der Freundschaft und Geschwisterlichkeit zwischen Juden und Katholiken in unserer geliebten Stadt Rom verbinden und sie stärken.

Der Herr sagt durch den Mund des Propheten Jeremia: "Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben" (29,11). Die Erinnerung an die Tragödien der Vergangenheit mögen allen eine Verpflichtung sein, mit all unseren Kräften die Zukunft mitzugestalten, die Gott bereitet und für uns und mit uns aufbauen will.

Shalom!
Aus dem Vatikan, 11. Oktober 2013

(eigene Übersetzung)


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
21 November 2016

Es wäre gut, wenn jede Gemeinschaft an einem Sonntag des Kirchenjahres ihr Engagement für die Verbreitung, die Kenntnis und die Vertiefung der Heiligen Schrift erneuern könnte: an einem Sonntag, der ganz und gar dem Wort Gottes gewidmet ist

IT | EN | ES | DE | FR | PT
7 November 2016

Und wo man auf Gewalt mit Vergebung antwortet, dort kann auch das Herz, das etwas falsch gemacht hat, von der Liebe, die jede Form des Bösen besiegt, überwältigt werden

IT | EN | ES | DE | FR | PT
29 Oktober 2016

In Assisi haben wir alle gemeinsam über Frieden gesprochen und für den Frieden gebetet. Gemeinsam haben wir starke Worte für den Frieden gesagt

IT | DE | FR | PT
21 Oktober 2016

Es gibt immer jemanden, der Hunger und Durst hat und der mich braucht. Ich kann nicht jemand anderen beauftragen.

IT | EN | ES | DE | FR | PT | HU
17 Oktober 2016

Darum liegt es mir… am Herzen, auf die Wirklichkeit der minderjährigen Migranten - besonders auf die, welche ganz allein unterwegs sind - aufmerksam zu machen und alle aufzurufen, sich um diese Kinder zu kümmern,

IT | DE | FR | PT
11 Oktober 2016

Wie viele Fremde, auch Menschen anderer Religionen, geben uns ein Beispiel für die Werte, die wir manchmal vergessen oder vernachlässigen

IT | DE | FR | PT
all news
• DRUCKEN
31 Oktober 2015
La Repubblica

Papa Francesco, Romero martire due volte: "Dopo la sua morte per mano dei vescovi"

28 Juli 2014
Il Mattino

Riccardi: svolta storica, la preghiera può unirci

4 September 2013
L'Osservatore Romano

Associazioni e movimenti laicali in vista della giornata di digiuno e orazione

3 September 2013
L'Eco di Bergamo

«Papa Francesco così ha spiazzato tutte le diplomazie»

22 August 2013
Famiglia Cristiana

La via aperta da Francesco al dialogo tra le religioni

alle pressemitteilungen

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri