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30 Oktober 2013 | WÜRZBURG, DEUTSCHLAND

30 Jahre Schule des Friedens - eine Freundschaft, die nicht aufhört

Die Gemeinschaft Sant'Egidio feiert mit den ehemaligen Kindern und mit vielen Freunden im Stadtviertel Zellerau

 
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Das Stadtviertel Zellerau gehört zur menschlichen und sozialen Peripherie der Universitätsstadt Würzburg. Dort am Rande der Stadt begann für die Gemeinschaft Sant'Egidio in Deutschland vor 30 Jahren die Freundschaft mit den Armen. Eine Gruppe von Studenten gründete im Frühjahr 1983 die erste "Schule des Friedens" in Deutschland, damals noch unter dem Namen "Mainauschule". Von Anfang an war wie überall auf der Welt Gebet und Freundschaft mit den Menschen an der Peripherie ein Wesensmerkmal der Gemeinschaft und gleichzeitig auch das Geheimnis für eine Freundschaft, die viele Jahrzehnte überdauert hat und auch weiter fortgesetzt wird.

Die Kinder der Zellerau waren für die Studenten Anfang der 80er Jahre das Tor zu einer unbekannten Welt, von der man sagte, dass es sie in einem reichen Land wie Deutschland nicht gäbe: die Welt der Armen. In der "Schule des Friedens" wurde den Kindern geholfen, sich in der Schule besser zurechtzufinden. Vor allem aber konnten sie lernen, dass sie wichtig sind, geschätzt und geliebt werden und dass die Freundschaft zu den lohnenswertesten und kostbarsten Dingen im Leben zählt.

Kinder aus Sintifamilien und anderen deutschen Familien, sowie aus ausländischen Familien vorwiegend aus der Türkei und Kinder von den damals noch anwesenden amerikanischen Soldaten gehörten zu den ersten Besuchern und Freunden der Studenten von der Gemeinschaft Sant'Egidio. Heute ist das Stadtviertel noch bunter und vielfältiger geworden, aber das Herz ist gleich geblieben, nämlich eine Freundschaft, die keine Grenzen kennt und die nicht aufhört. Daher dankte der Bürgermeister der Stadt Würzburg, Dr. Adolf Bauer, für den Einsatz der Gemeinschaft und ihren wichtigen Beitrag für ein gutes und friedliches Zusammenleben der Kulturen und Gruppen in Würzburg, das sich auf vielfältigen Ebenen mit Menschen aller Altersgruppe, Nationalität und sozialer Stellung zeige.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio begann Anfang der 80er Jahre in Würzburg zum ersten Mal Wege außerhalb Italiens zu beschreiten. Mit den Jahren ist eine weltweite Bewegung in über 70 Ländern der Welt entstanden. Überall ist die Freundschaft zu den Kleinen in den "Schulen des Friedens" von Sant'Egidio ein Bestandteil im Leben der Gemeinschaften. In dieser weltweiten Bewegung konnten die Kinder in den Schulen des Friedens in Deutschland entdecken, dass sie selbst anderen helfen können und Mitverantwortung für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt tragen. So wurde vor 15 Jahren die Bewegung "Das Land des Regenbogens" für Kinder und Jugendliche gegründet, die sich weltweit für gute Lebensbedingungen der Kinder einsetzt. Vor Weihnachten organisiert diese Bewegung beispielsweise Spielzeugmärkte, deren Erlöse für Kinderprojekte in Afrika eingesetzt werden. Das BRAVO!-Programm der Geburtenregistrierung von Kindern in Afrika ist eines dieser großen internationalen Projekte von Sant'Egidio.

30 Jahre Freundschaft ist in unserer kurzlebigen und raschen Zeit ist ein kostbares Gut und wurde als großes Familienfest gefeiert, aber auch Freunde aus Rom waren gekommen und brachten die Verbundenheit zur Muttergemeinschaft zum Ausdruck, wo der Weg von Sant'Egidio begann. Eingeladen waren alle: von den ehemaligen Kindern und Studenten mit ihren Ehepartnern und Kindern bis zu den heutigen Kindern mit ihren Eltern und Geschwistern. Die damaligen Kinder waren froh und bewegt, dass sie nicht vergessen wurden und an glückliche Momente in ihrem Leben anknüpfen konnten. Die heutigen Kinder waren erstaunt, in welch lange Geschichte der Freundschaft sie sich eingereiht hatten. Manches der Kinder kam stolz an der Hand des Vaters oder der Mutter, die früher selbst in die Schule des Friedens gingen. Auch mancher Jugendliche von heute feierte zusammen mit seinen Eltern, die früher auch in der Schule des Friedens mitgeholfen hatten.

Eine Diashow zeigte den Weg der Freundschaft durch 30 Jahre. Lieder, Musik und Sketche waren Ausdruck der fröhlichen Stimmung einer großen Familie, die zum Fest vereint war. In den Gesprächen wurden Erinnerungen ausgetauscht, die Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit in dieser besonderen Schule zum Ausdruck gebracht, aber auch Pläne für die Zukunft geschmiedet. Denn nach 30 Jahren soll die Freundschaft weitergehen. Dieses Fest hat ihr einen neuen Schwung gegeben und brachte zum Ausdruck, dass die Freundschaft niemals endet. Ein ehemaliges Kind der ersten Stunde sagte bewegt: "Dass ihr mich nicht vergessen habt und immer an mich geglaubt hat, hat mir Hoffnung gegeben und ist noch heute ein Stütze in meinem Leben".


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