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Unterstützung der Gemeinschaft

  
11 Dezember 2013

"Keine Euthanasie für Kinder in Belgien!"

Ein Appell der Gemeinschaft Sant'Egidio kurz vor der Abstimmung des belgischen Senats über das Gesetz, das die Anwendung der Euthanasie für Kinder erlauben würde. "Das ist kein Mitleid, sondern eine schwerwiegende Verantwortungslosigkeit gegenüber den Schwachen"

 
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Die Gemeinschaft Sant'Egidio bringt ihre Sorge über den aktuellen Prozess in Belgien zum Ausdruck, denn es soll über ein Gesetz abgestimmt werden, das bei seiner Annahme die Euthanasie für Minderjährige erlaubt, wenn sie an einer als unheilbar bezeichneten Krankheit leiden.

Die Bedingungen für die Euthanasie für Minderjährige sind im Gesetzesvorhaben das Einverständnis der Eltern und die Tatsache, dass "der Minderjährige wirklich in der Lage ist, die Tragweite der Entscheidung zu überblicken".

Auf diese Weise wird die schon seit 2002 bestehende Legalität der Euthanasie in Belgien auch auf alle ausgedehnt, die an schweren Krankheiten leiden und deren Entscheidungsfreiheit sichergestellt ist.

Alle Religionsgemeinschaft sprechen sich eindeutig gegen das Vorhaben aus: Christen, Muslime, Juden, Buddhisten.

"Den Zug der Euthanasie stoppen": diese Forderung erhebt die Gemeinschaft Sant'Egidio in einem heute von den wichtigsten belgischen Tageszeitungen veröffentlichten Appell.

Darin heißt es, dass sich hinter einem sogenannten "Mitleid" eine zunehmende kollektive Verantwortungslosigkeit verbirgt.

"Angesichts eines Kranken sagt die Gesellschaft nicht mehr: 'Wir stehen an deiner Seite, wir helfen dir mit allen Mitteln und so lange wie möglich weiterzuleben', vielmehr fordert sie ihn auf: 'Denk gut nach. Bist du wirklich sicher, auf diese Weise leben zu wollen?' Dadurch wird der Lebenswunsch untergraben, und es wird keine Hilfe angeboten, um der Versuchung zu widerstehen, das eigene Leid zu beenden".

Für die Gemeinschaft Sant'Egidio ist diese Legalität der Bitte um Euthanasie eine Art von Druckanwendung, die kranken Menschen und insbesondere Jugendlichen die Vorstellung vermitteln kann, dass man eine Last für die anderen ist und dass man sich deshalb besser den Tod wünschen sollte.

Der Artikel endet folgendermaßen: "In einer Art kollektiver Orientierungslosigkeit verherrlicht unsere Gesellschaft den von einem Arzt zugefügten Freitod als einen zivilisatorischen Fortschritt und Höhepunkt des Humanismus. Erlauben Sie uns, einen grundlegend anderen Gesichtspunkt zu vertreten. In der immer  zunehmenderen Legalität in Bezug auf die Anwendung der Euthanasie erkennen wir vielmehr eine neue Form der Barbarei, nämlich die von der Gesellschaft begrüßte Entscheidung der Selbstbeseitigung von kranken und schwachen Personen".


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