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Unterstützung der Gemeinschaft

  
26 Juni 2000

Nova Mambone (Mosambik) - Neue Hilfen der Gemeinschaft Sant`Egidio von Mosambik für die Überschwemmungsopfer

 
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Einige Jugendliche der Gemeinschaft Sant`Egidio von Beira und Chimoio gelangten am 26. Juni mit einem LKW mit 3000 Decken nach Nova Mambone. Diese Region gehört zu denen, die in den vergangenen Monaten am stärksten von den Überflutungen und dem Zyklon betroffen wurden. Die Decken wurden an obdachlos gewordene Einwohner verteilt.

26/02/2000

Mosambik versinkt im Schlamm und im Wasser

Strömende Regenfälle, wie man sie sich nur schwer vorstellen kann, haben vor zwei Wochen allein in der Hauptstadt Maputo schon mehr als 200.000 Menschen obdachlos gemacht. Straßen wurden unterbrochen, Verbindungen abgerissen, Dörder im Innern überschwemmt. Dann ist der Zyklon Elina gekommen. Er hat einen Großteil des Landes verwüstet und den Fluß Limpopo über die Ufer treten lassen.

Ein Gebiet, das größer als die Poebene ist, kann nur von der Luft aus erreicht werden, da sie ganz mit Wasser bedeckt ist. Der andere große Fluß Masemati hat die Verbindung Maputo-Beira unterbrochen. Eine Million Menschen haben ihr Haus verloren, sie leben ohne Nahrung, Medizin, Wasser, Arbeit und Ernte.

Mosambik hat einen 16jährigen Bürgerkrieg mit einer Million Toten hinter sich, es war und ist die Hoffnung Afrikas. Der Frieden in diesem Land wurde nach zweijährigen Verhandlungen in Rom erreicht und ist mit Phantasie und Geduld von der Gemeinschaft Sant'Egidio in Zusammenarbeit mit dem italienischen Außenministerium und der italienischen Regierung aufgebaut worden. Dieser Frieden stellt ein Unikum für den Kontinent dar und ist ein Modell, das leider noch nicht auf ganz Afrika angewendet wurde, während es von Kriegen und von AIDS zerfressen wird. Der Frieden ist dauerhaft, im Land haben seitdem zwei normale demokratische Wahlen stattgefunden, die Programme des Weltwährungsfond haben trotz einiger Widersprüche die Lebensbedingungen eines Teils der Bevölkerung verbessert. Zusammen mit Südafrika kann Mosambik den anderen afrikanischen Staaten einen Weg aufzeigen, wie man die Gewalt ohne Gewalt überwinden kann. Im Frühling soll von Mosambik aus das umfassenste Programm gegen AIDS in Afrika starten, das sich auf andere Länder, die am meisten davon betroffen sind, ausdehnen soll.

Jetzt aber versinkt es, und wenn es versinkt, besteht die Gefahr, dass die Hoffnung für ein Land und für einen ganzen Kontinent versinkt. Im Vorrat des Welternährungsprogrammes gibt es nur für 300.000 Personen Nahrungsmittel und nur für die Zeit von drei Monaten. Allein für die Wiederherstellung der Verbindungen werden 120 Millionen DM benötigt. Die UNO richtet einen Appell an die Welt. Außerdem fehlt es an allem. In den betroffenen Gebieten kann man nicht einmal eine einfach Erkältung behandeln.

Der Regen hört nicht auf. 40.000 Personen, mehr als die Hälfte von ihnen Jugendliche, haben das Stadtviertel aus Strohhütten, in dem die Gemeinschaft Sant'Egidio eine Nachmittagsschule mit Straßenkindern durchführte, verlassen. Alle Schulen und öffentliche Gebäude sind mit Menschen überfüllt, die ihr Zuhause verloren haben. Alles steht still. Wie lange kann das noch so weitergehen? Eine groß angelegte Spendensammlung ist notwendig. Und sie ist auch intelligent. Denn sie bringt Leben für Mosambik und für Afrika, und wenn Afrika lebt, lebt auch Europa besser, ohne die Angst vor einem Ansturm von Menschen aus dem Süden der Welt, die nicht besitzen. Mosambik ist auch ein wenig bei uns zu Hause. In keinem anderen Land, vielleicht nicht einmal auf dem Balkan, hat Italien mit so großer Bereitschaft und mit Blauhelmen die während des Übergangs vom Krieg zum Frieden geholfen.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio hat einen Plan für Katastrophenhilfe aufgestellt, die direkt mit Hilfe ihres Netzes von Ehrenamtlichen verteilt werden soll, die an 38 Orten des Landes tätig sind. Niemand arbeitet hauptamtlich. Es sind 1000 Personen, die dort im Land leben. Aber die Hilfe aller ist nötig. Diese Hilfe kann nicht ohne eine große Sammlung aus nationalen Quellen durchgeführt werden. Es ist eine wichtige Gelegenheit. Auch damit wir mit Recht von uns selbst behaupten können, für Leid empfänglich und deshalb menschlich zu sein.

Um zu helfen

Jeder, der einen Beitrag zur Hilfe für die Bevölkerung von Mosambik, die so schwer getroffen wurde, leisten möchte, kann folgende Konten benutzen:

Verein Menschen in der Stadt e.V./Gemeinschaft Sant'Egidio
3029999 Liga Bank Würzburg 75090300
42045906 Sparkasse Mainfranken 79050000

Freunde in der Einen Welt e.V.
3002306 Liga Bank Würzburg 75090300

Ober Österreichische 
Landeshypothekenbank Linz
Kontonr. 0011000411, 
mit dem Vermerk "Sant'Egidio"

Postkonto Nr. 97968002
Gemeinschaft Sant'Egidio
Freunde in der Welt
Piazza S.Egidio 3a
00153 Roma
Betreff "Überschwemmung Mosambik"

Bankkonto Nr. 200034
Banca di Roma - Ag. 204
Via della Conciliazione, 50
00193 Roma
ABI 3002
CAB 05008
Betreff "Überschwemmung Mosambik"


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