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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 17,21-26

[]

Als sie in Galiläa zusammenwaren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden,

und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig.

Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht?

Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten?

Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kommen, gehen einige Steuereintreiber zu Petrus, um zu verstehen, ob Jesus die vorgeschriebene Tempelsteuer bezahlen wird. Es handelt sich nicht um die Abgabe an den Kaiser, sondern um die Abgabe, die jeder Israelit für den Unterhalt des Tempels geben musste. Obwohl Jesus „größer ist als der Tempel“ (12,6), weigert er sich nicht und trägt Petrus auf, eine Angel zu nehmen und aus dem Maul eines gefangenen Fisches eine Silbermünze für den Tempel zu nehmen. Jesus wollte keinen Anstoß erregen, und wie sonst auch beansprucht er keine Rechte und Privilegien, auch wenn sie ihm zugestanden hätten. Er will die Menschen ermutigen und keinen Anstoß erregen. Deshalb handelt er auch anders, als für ihn folgerichtig gewesen wäre. Seine erste Sorge ist, die Menschen zu versammeln und zu beschützen, die der Vater ihm anvertraut hat. Der besondere Wert, den Jesus darauf legt, vor allem bei den Kleinen keinen Anstoß zu erregen, muss immer mehr auch das Sprechen und Handeln der Jünger kennzeichnen. Diese Weisheit erfordert eine große innere Disziplin besonders aufseiten derer, die pastorale Verantwortung tragen. Wir neigen nämlich alle dazu, impulsiv und unüberlegt zu handeln. Der Herr zeigt uns immer wieder, dass die wahre Weisheit darin besteht, den geistlichen Tempel der christlichen Gemeinschaft aufzubauen.


09/08/2010
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