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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das zweite Buch der Chronik 6,1-20

Damals sagte Salomo: Der Herr sprach, er wolle im Dunkel wohnen.

Ich habe ein fürstliches Haus für dich gebaut, eine Wohnstätte für ewige Zeiten.

Dann wandte sich der König um und segnete die ganze Versammlung Israels. Alle standen,

und er betete: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels. Seine Hand hat ausgeführt, was sein Mund meinem Vater David verheißen hat, als er sprach:

Seit dem Tag, da ich mein Volk aus dem Land Ägypten führte, habe ich aus keinem der Stämme Israels eine Stadt für den Bau eines Hauses erwählt, um meinen Namen dort wohnen zu lassen. Auch habe ich keinen Mann zum Fürsten meines Volkes Israel erwählt.

Nur Jerusalem habe ich zur Wohnung für meinen Namen und David zum Herrscher über mein Volk Israel erwählt.

Mein Vater David wollte dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, ein Haus bauen.

Doch der Herr sprach zu ihm: Wenn du dir vorgenommen hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du einen guten Entschluß gefaßt.

Doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern erst dein leiblicher Sohn soll meinem Namen das Haus bauen.

Der Herr hat jetzt sein Versprechen, das er gegeben hat, wahr gemacht: Ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und habe den Thron Israels bestiegen, wie es der Herr zugesagt hat. Ich habe dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, das Haus gebaut

und die Lade darin aufgestellt. Sie enthält die Tafeln des Bundes, den der Herr mit den Israeliten geschlossen hat.

Dann trat er in Gegenwart der ganzen Versammlung Israels vor den Altar des Herrn und breitete seine Hände aus.

Salomo hatte nämlich eine bronzene Tribüne anfertigen lassen und sie in der Mitte des Hofes aufgestellt. Sie war fünf Ellen lang, fünf Ellen breit und drei Ellen hoch. Er trat auf sie, ließ sich im Angesicht der ganzen Versammlung Israels auf die Knie nieder, breitete seine Hände zum Himmel aus

und betete: Herr, Gott Israels, im Himmel und auf der Erde gibt es keinen Gott, der so wie du Bund und Huld seinen Knechten bewahrt, die mit ungeteiltem Herzen vor ihm leben.

Du hast das Versprechen gehalten, das du deinem Knecht, meinem Vater David, gegeben hast. Deine Hand hat heute erfüllt, was dein Mund versprochen hat.

Und nun, Herr, Gott Israels, halte auch das andere Versprechen, das du deinem Knecht David, meinem Vater, gegeben hast, als du sagtest: Es soll dir nie an einem Nachkommen fehlen, der vor mir auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne darauf achten, ihren Weg so nach meinem Gesetz zu gehen, wie du es getan hast.

Herr, Gott Israels, möge sich jetzt dein Wort, das du deinem Knecht David gegeben hast, als wahr erweisen.

Wohnt denn Gott wirklich bei den Menschen auf der Erde? Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe.

Wende dich, Herr, mein Gott, dem Beten und Flehen deines Knechtes zu! Hör auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht vor dir verrichtet.

Halte deine Augen offen über diesem Haus bei Tag und bei Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast, daß du deinen Namen hierher legen willst. Höre auf das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte verrichtet.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nachdem Gott vom Tempel Besitz ergriffen hat, will Salomo ganz klar sagen, dass Gott selbst diese Entscheidung getroffen hat. Er wendet sich an die Anwesenden und segnet sie. Er erinnert sie an die Geschichte Gottes mit Israel, dem Volk, das er erwählt hat: von der Befreiung aus Ägypten bis zur Wahl Jerusalems als der Stadt, in der der Tempel gebaut werden sollte, das Haus Gottes unter den Menschen. Es ist eine kurze Zusammenfassung der Geschichte, die deutlich macht, dass der Herr die Menschen nicht vereinzelt retten will, sondern sie zu einem Volk zusammenführt. Angesichts der immer wiederkehrenden Versuchungen zum Individualismus – und allzu oft wird auch das geistliche Leben in einer arg individualistischen Weise verstanden – ist es gut, sich daran zu erinnern, dass das Heil in der Geschichte „seines Volkes“ verwirklicht wird. So wie einst Salomo sind auch wir heute gerufen, Teil dieses Volkes zu werden, das der Herr durch sein Wort zusammenführt, um allen Völkern die Liebe Gottes zu verkünden. Mit diesem Bewusstsein wendet sich Salomo nun an Gott. Es ist von Bedeutung, wenn der Chronist auf den Platz hinweist, den der König bei diesem feierlichen Gebet einnimmt: „Dann trat er in Gegenwart der ganzen Versammlung Israels vor den Altar des Herrn und breitete seine Hände aus“. Vor allen steht er da mit erhobenen Händen, das Gesicht zum Herrn gewandt. Ein kostbarer Hinweis, den wir uns zu eigen machen sollten. Wir brauchen bei unserem Gebet, besonders beim liturgischen Gebet der Gemeinde, eine Richtung, wohin wir unsere Augen und unser Herz hinwenden. Allzu oft sind wir oberflächlich, unsere Gebete kreisen um uns selbst. Wir müssen nach oben blicken, unsere Worte zum Himmel richten, hin zum Herzen Gottes. Diese Seiten der Heiligen Schrift mahnen uns zum gemeinsamen Gebet; so werden wir eines Herzens und unsere Augen schauen in die gleiche Richtung, auf Gott hin, auf das Antlitz Jesu hin. Das Gebet ist kein allgemeines Gerede, das ins Leere geht. Es ist ein Anrufen des Herrn, der treu zu seinem Worte steht: „Du bewahrst deinen Knechten, die mit ungeteiltem Herzen vor dir leben, deine Huld und deine Treue”. Er hat das Versprechen gehalten, das er David gegeben hat. Salomo erinnert gleichsam den Herrn an die Verheißung, die er David gegeben hat: „Es soll dir nie an einem Nachkommen fehlen, der vor mir auf dem Thron Israels sitzt”. Es ist das Versprechen, dass Gott sein Volk führen wird. Aber es ist an eine Bedingung geknüpft: „wenn nur deine Söhne darauf achten, ihren Weg nach meinem Gesetz zu gehen”. Es besteht eine Beziehung zwischen der Treue Gottes und der Treue des Volkes. Obwohl Gott absolut ganz anders ist als wir, so besteht doch von Gott her gesehen gleichsam ein Anrecht darauf, dass seine Liebe erwidert wird. Man kann die Liebe Gottes, die unermesslich ist, nicht mit unserer Liebe vergleichen. Salomo ist sich dessen bewusst und ruft aus: „Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!” Doch es ist gerade in dieser Ungleichheit, dass sich die Größe des Glaubens in der Bibel erweist. Gott hat uns erwählt, nicht wegen unserer Verdienste, sondern einzig und allein aus Liebe. Mit Furcht und Zittern müssen wir vor ihm stehen und dürfen uns doch die Worte zu eigen machen, die der König an den Herrn richtet: „Halte deine Augen offen über diesem Haus bei Tag und bei Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast, dass du deinen Namen hierher legen willst, um auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel zu hören, wenn sie an dieser Stelle beten”. Unsere Antwort auf die Liebe Gottes ist es, ihn anzurufen, damit er uns auch weiterhin beschützt und seine Liebe schenkt. Wirklich, nur in ihm, und keinesfalls in uns, liegt unsere Rettung, unser Heil.


19/10/2012
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