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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Die byzantinische Kirche verehrt heute den heiligen Sabas (†532), der „Archimandrit aller Eremiten Palästinas“ genannt wird.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 1,16-17

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen.

Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Zuvor hat Paulus über seinem Wunsch gesprochen, das Evangelium auch in Rom zu verkünden. Es handelt sich dabei nicht um Hochmut oder Versessenheit. Der Apostel kennt den Schatz des Evangeliums, der ihm geschenkt wurde und den er anderen und vor allem den Heiden weitergeben muss. Dafür schämt er sich nicht, denn das Evangelium enthält die „Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt“. Daher wird die Gerechtigkeit Gottes als eine Gerechtigkeit verstanden, die rettet und nicht verurteilt. Der Glaube ist für den Apostel nicht vorwiegend die Übernahme einer Lehrmeinung, sondern die ausschließliche und vollkommene Verbundenheit mit Jesus, der das Herz verwandelt und ein Leben nach der Neuheit des Evangeliums möglich macht. Alle sollen dem Herrn nachfolgen: zuerst die Juden, aber ebenso die Griechen. Der Eifer für die Weitergabe dieses Evangeliums „verzehrt“ Paulus. So müsste es auch für die Jünger aller Zeiten sein. Auch in diesem neuen Jahrtausend wird dringend eine erneuerte und leidenschaftliche Verkündigung des Evangeliums benötigt. Der Apostel will auf den dringend erforderlichen Glauben hinweisen und zitiert dazu den Propheten Habakuk: „Sieh her: Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben“ (Hab 2,4). Wer nicht rechtschaffen ist, wird gottlos und entfernt sich demzufolge von Gott. Der Gerechte hingegen bleibt Gott treu und vertraut auf ihn. Somit kommt das wahre Leben allein aus dem Glauben und aus der Hingabe an Gott. Die Menschen unserer Zeit suchen auf vielerlei Weise einen Sinn für ihr Leben. Dabei schlagen sie oft unsichere und trügerische Wege ein. Der Weg zum Leben in Fülle wird vom Glauben und von der Gottesfurcht erleuchtet. Das ist der Weg Jesu. Wer dem Evangelium folgt, überwindet Sünde und Tod und hat Anteil an seiner Auferstehung. Das Evangelium ist daher eine verändernde Kraft und eine verwandelnde Energie. Dafür ist Paulus unmittelbarer Zeuge, denn sein Leben wurde verändert und in den Dienst des Herrn gestellt. Gleich zu Beginn weist der Apostel auf das Thema hin, das er im gesamten Fortgang des Briefes entfalten wird.


05/12/2012
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