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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch der Makkabäer 2,1-14

Damals trat ein Priester auf aus dem Geschlecht des Jojarib namens Mattatias; sein Vater war Johanan, der Sohn Simeons. Er stammte aus Jerusalem, hatte sich aber in Modeïn niedergelassen.

Er hatte fünf Söhne: Johanan, den man auch Gaddi nannte,

Simeon mit dem Beinamen Tassi,

Judas, der als der Makkabäer bekannt wurde,

Eleasar, dem man den Namen Awaran gab, und Jonatan, der auch Apphus hieß.

Als er das gotteslästerliche Treiben in Judäa und in Jerusalem sah, sagte er:

Ach, warum bin ich geboren, daß ich erleben muß, wie man mein Volk vernichtet und die heilige Stadt zerstört? Ohnmächtig mußte man zusehen, wie sie in die Gewalt ihrer Feinde geriet, wie die heilige Stätte Fremden in die Hände fiel.

Ihr Tempel wurde wie ein ehrloser Mann,

ihre Kostbarkeiten schleppte man als Beute fort. Auf den Plätzen erschlug man ihre kleinen Kinder; ihre jungen Männer fielen unter dem Schwert des Feindes.

Welches Volk hat nicht ein Stück des Reiches erhalten, hat sich nicht seinen Anteil an der Beute errafft?

Ihren ganzen Schmuck nahm man ihr weg. Die Freie wurde zur Sklavin.

Seht, unser Heiligtum, unsere Zierde und unser Ruhm, liegt verödet; fremde Völker haben es entweiht.

Wozu leben wir noch?

Und Mattatias und seine Söhne zerrissen ihre Gewänder, zogen Bußkleider an und gaben sich tiefer Trauer hin.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Nachdem der Verfasser im ersten Kapitel die Verfolgung durch Antiochus und durch die Hellenisten dargestellt hat, beginnt er nun, die Reaktion vonseiten des Judentums zu beschreiben. Der Priester Mattatias verlässt mit seiner Familie Jerusalem. Er lässt sich nicht weit davon entfernt in Modein nieder und hebt an zu klagen über das Schicksal der heiligen Stadt. Wenn auch einige Juden den Bund mit Gott verraten hatten und die Mehrheit mit zu großer Resignation die Verfolgungen erduldete, so besannen sich doch andere wieder neu auf ihren Glauben. Das beste Beispiel hierfür ist das der Familie des Mattatias. Einer seiner fünf Söhne trägt den Namen Judas, der Makkabäer, auf ihn ist der Titel der beiden Bücher zurückzuführen. Die Bezeichnung „Makkabäer“, von der einige glauben, dass sie „von Gott bestimmt“ bedeutet, heißt aber eher „Ham-mer“, als Ausdruck für die Kraft, mit der Judas die Unterdrücker Israels geschlagen hat. Mattatias hatte verstanden, dass das Überleben des Glaubens an den einen Gott der Väter eng mit der nationalen Unabhän-gigkeit der Juden verbunden war. Mattatias war sich bewusst, dass er den Freveltaten, die Antiochus gegen die Juden verübte, nicht tatenlos zusehen konnte. Die Absicht, den Glauben im Herzen des Volkes Gottes auszulöschen, war deutlich zu erkennen. Deshalb fragte sich Mattatias: „Ach, warum bin ich geboren, dass ich erleben muss, wie man mein Volk vernichtet und die heilige Stadt zerstört? Ohnmächtig musste man zuse-hen, wie sie in die Gewalt ihrer Feinde geriet, wie die heilige Stätte Frem-den in die Hände fiel.“ Diese Worte scheinen das Echo der Worte Gottes zu sein, als dieser die Frevel gegen sein Volk in Ägypten sah: „Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzu-führen in ein schönes, weites Land“ (Ex 3,7–8). Als Mattatias sich ent-schied, Widerstand zu leisten, hatte er die gleichen Gefühle wie Gott sie für sein Volk hatte. Viele Juden hatten, auch wenn sie den Bund mit Gott nicht verraten hatten, vielleicht angesichts der Unterdrückung resigniert und damit zugelassen, dass das Volk in die Hände seiner Feinde geriet. Die Worte, die nun folgen, beschreiben die dramatische Geschichte eines Volkes, das im Herzen und im täglichen Leben versklavt und unterworfen worden war. Mattatias fühlte den Zorn, den auch Gott empfunden hatte, und konnte ihn auch deuten. Er verstand, dass er sein Leben hingeben musste, um seine Schwestern und Brüder zu retten. Das war seine Beru-fung. Dazu ist er geboren, denn sonst stellte sich die Frage: „Wozu leben wir noch?“ Er beschloss, sich mit seinen Söhnen dafür einzusetzen, den Bund mit dem Herrn zu retten. Im Text heißt es: „Und Mattatias und seine Söhne zerrissen ihre Gewänder, zogen Bußkleider an und gaben sich tiefer Trauer hin.“ In ihren Herzen war das Gefühl der Verantwortung für das ganze Volk Gottes erwacht. Dies ist ein wertvoller Hinweis auch für uns heute. Wir sollen die persönliche Verantwortung wieder entdecken, die wir für den Aufbau der Kirche haben, die Verantwortung, die wir ha-ben, die Kirche zu stützen, sie zu verteidigen und sie vor dem Bösen zu bewahren. Auch für uns gilt die Frage: Wozu leben wir sonst, wenn wir das Leben nicht für die Kirche, die Gemeinschaft, für die Veränderung der Welt einsetzen?


07/10/2013
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