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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 7,15-20

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?

Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.

Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.

Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jesus warnt vor der Gefahr, sich von falschen Propheten anziehen zu lassen, von jener Lebensart, die leichter und spontaner zu sein scheint, die einem aber in Wirklichkeit wie ein reißender Wolf das Leben raubt. Man weiß, dass die Wölfe die Todfeinde der Schafe sind. Hier aber macht Jesus auf eine weitere Besonderheit aufmerksam: Diese Wölfe präsentieren sich nicht in ihrer Wildheit, sondern sie verkleiden sich als Lämmer, sie nehmen eine vertraute Gestalt an, um so die Herde leichter reißen und zerstören zu können und keinen Ausweg zur Flucht zu lassen. Jesus hat das Verhalten der Pharisäer vor sich und ermahnt seine Jünger, sich davor zu hüten, sie nachzuahmen. Mit ihrem Verhalten zerstören sie jede Neuigkeit, die von Gott kommt. Wir können hier von Pharisäertum sprechen, von einer äußerlichen Art und Weise, den Glauben zu leben. Diese Haltung beinhaltet auch, sich der egozentrischen Mentalität der Welt anzupassen, was dazu führt, dass die Christen in einer oft stark individualistischen Haltung leben. In einem solchen Christentum ist wenig Barmherzigkeit zu finden; die Liebe wird auf sich selbst beschränkt, die Leidenschaft zur Veränderung der Welt versiegt, die Unentgeltlichkeit des Einsatzes für die Mitmenschen wird vom Primat der eigenen Interessen verdrängt, der Traum von einer Welt in Gerechtigkeit und Frieden verlischt durch Resignation und Selbstbezogenheit. Es geschieht leicht, dass wir uns alle vom resignierten „normalen“ Leben verführen lassen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass sich die Versuchungen – und zwar alle – immer als schmeichelhaft und vernünftig darstellen. Deshalb ziehen sie uns leicht in ihren Bann. Doch wie kann man die als Schafe verkleideten Wölfe erkennen? Jesus weist auf ein untrügliches Kriterium hin, wenn er sagt: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ All jene Gedanken und Ideen sind falsche Prophetien, die das Herz und das Leben arm werden lassen und bewirken, dass keine guten Früchte für einen selbst und für andere entstehen. Wenn unser Herz voll ist von uns selbst, wird es keine Früchte der Liebe geben können. Das Beispiel vom Baum, der gute Früchte hervorbringt und jenem, der schlechte Früchte hervorbringt, ruft die Einheit zwischen dem Sein und dem Wirken in Erinnerung. In der Trennung dieser beiden Dimensionen kann sich der pharisäische Geist ausbreiten. Der Jünger Jesu ist aufgerufen, als Kind Gottes zu leben, was er durch seine Gnade geworden ist. Der Apostel Paulus zählt zunächst die Werke auf, die derjenige hervorbringt, der sich vom „Fleisch“ führen lässt: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink– und Essgelage. Gleich darauf zählt er jene Früchte auf, die aus einem spirituellen Menschen kommen: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Gal 5,19–23).


25/06/2014
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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