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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an Nunzia, eine Frau mit geistiger Behinderung, die in Neapel gestorben ist, und mit ihr an alle Menschen mit geistiger Behinderung, die im Herrn entschlafen sind.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 13,44-46

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.

Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.


Das Evangelium, das uns verkündet wurde, ist eine dringliche Aufforderung, in uns das Geheimnis vom Himmelreich aufzunehmen. Die beiden Gleichnisse weisen auf die Entschlossenheit des Bauern und des Kaufmanns hin, alles zu verkaufen, um auf den Schatz zu setzen, den sie entdeckt haben. Im ersten Gleichnis ist die Rede von einem Bauern, der den Schatz zufällig in einem Acker entdeckt, auf dem er arbeitet. Da er ihm nicht gehört, muss er ihn erwerben, wenn er in den Besitz des Schatzes kommen will. So beschließt er, all sein Hab und Gut aufs Spiel zu setzen, um die wirklich einmalige Gelegenheit nicht zu versäumen. Im zweiten Gleichnis ist es ein reicher Händler, der als erfahrener Kenner in einem Basar eine Perle von seltenem Wert entdeckt hat. Auch er beschließt, alles auf diese Perle zu setzen, und verkauft alles andere. Angesichts der für beide unerwarteten Entdeckungen fällt die Wahl klar und eindeutig aus. Gewiss geht es darum, alles, was man besitzt, zu verkaufen, doch der Gewinn ist unvergleichlich. Es erfordert eine gewisse Intelligenz und kaufmännische Schlauheit der beiden Verkäufer, wie sie nach und nach vorgehen und entsprechend handeln. Jeder der beiden findet etwas, versteckt es, verkauft und kauft etwas. Vor allem zeigt sich bei beiden ein solches Interesse für die jeweilige Entdeckung, dass sie alles aufs Spiel setzen. Was man verkauft, ist wenig im Vergleich zu dem, was man erwirbt. Das Himmelreich und der Verkauf weniger wertvoller Dinge ist diese Mühe wert. Die Botschaft des Evangeliums ist eindeutig: Nichts ist mehr wert als das Reich Gottes und deshalb lohnt es sich, sich von allem zu trennen. Diese Wahl ist überdies klug. Wie oft sind wir bereit, alles zu verkaufen, auch die Seele, nur um das zu besitzen, was uns wichtig erscheint, auch wenn es kaum der Mühe wert ist. Es fragt sich, ob uns der Herr und seine Freundschaft wirklich interessieren und wichtig sind und ob wir die Freude und Fülle des Lebens verstehen können, die uns unverhofft aufgezeigt werden. Diese Frage stellt sich angesichts des Bauern und des Kaufmanns, die uns heute den Weg zeigen, dem wir folgen sollen. Oft denken wir, das Evangelium dränge zu einem Verzicht, zu einem Opfer und es sei eine belastende und unpersönliche Forderung. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: Durch die Vorsehung Gottes lässt es uns in unserem Leben das Wertvollste finden, für das wir voller Freude und in Eile alles verkaufen, was wir besitzen. Wir fürchten, diesen Schatz verlieren zu können, und geben alles dafür, um ihn zu erlangen. Denn gerade dieser Schatz ist es, den wir suchten und den wir nötig haben. Genau hierin liegt die Freude des „Folge mir nach!“, zu dem Jesus einlädt. Es ist der wertvollste Schatz, der uns zu einem erfüllten Leben führt und all das schenkt, was wir brauchen!


30/07/2014
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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