Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Zefanja 3,1-2.9-13

Weh der trotzigen, der schmutzigen, der gewalttätigen Stadt.

Sie will nicht hören und nimmt sich keine Warnung zu Herzen. Sie verläßt sich nicht auf den Herrn und sucht nicht die Nähe ihres Gottes.

Dann werde ich die Lippen der Völker verwandeln in reine Lippen, damit alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einmütig dienen.

Von jenseits der Ströme von Kusch bringen mir meine Verehrer dann als Gabe die Gemeinde meiner Verstreuten.

An jenem Tag brauchst du dich nicht mehr zu schämen, wegen all deiner schändlichen Taten, die du gegen mich verübt hast. Ja, dann entferne ich aus deiner Mitte die überheblichen Prahler, und du wirst nicht mehr hochmütig sein auf meinem heiligen Berg.

Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk, das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn.

Der Rest von Israel wird kein Unrecht mehr tun und wird nicht mehr lügen, in ihrem Mund findet man kein unwahres Wort mehr. Ja, sie gehen friedlich auf die Weide, und niemand schreckt sie auf, wenn sie ruhen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

„Weh der trotzigen, der schmutzigen, der gewalttätigen Stadt.“ Von welcher Stadt spricht der Prophet? Von Ninive, an das der Prophet gerade im vorherigen Vers erinnert hat? Ninive war die große feindliche Stadt. Oder spricht der Prophet von Jerusalem? Worauf bezieht sich der Prophet? Konnte Jerusalem, die Stadt, in der der Herr wohnte, mit Ninive verglichen werden? Genauso war es. Der Prophet sprach von Jerusalem, das sich radikal verändert hatte. Es war eine trotzige und gewalttätige Stadt geworden, weil es aufgehört hatte, auf die Stimme des Herrn zu hören und die Zurechtweisung nicht angenommen hatte. Wer nicht auf Gott hört und nicht auf ihn vertraut, führt ein unmenschliches und gewalttätiges Leben. Fürsten, Richter, Propheten und Priester stehen stellvertretend für diejenigen, die die Regierungsverantwortung in der Stadt haben. In den Büchern der Propheten werden sie oft genannt. In der Tat gibt es eine Verantwortung bei der Leitung einer Stadt, sowohl im rein politischen Bereich, im Gerichtswesen und im Bereich der Religion. In Jerusalem sind alle ihren Pflichten nicht nachgekommen. Die Politiker und die Richter zeigen eine unerhörte Gewalt bei der Ausübung ihrer Funktionen. Sie werden als „brüllende Löwen“ und „Wölfe der Steppe“ bezeichnet. Die Propheten dagegen sind voller Stolz, anstatt demütige Hörer und Verkündiger des Wortes Gottes zu sein. Auch die Priester haben ihre Aufgabe als Bewahrer des Heiligen und der Beachtung des Gesetzes weniger wahrgenommen. Ein göttliches Eingreifen ist nötig, damit in Jerusalem wieder Gerechtigkeit herrscht und die Stadt zu ihrem normalen Leben zurückkehren kann. Für Jerusalem, wie für jede andere Stadt, ist die Gerechtigkeit Gottes wie das Licht des Morgens, welches die Nacht erhellt, und die Gedanken und Handlungen der Menschen auf den Tag ausrichtet. Nur im Hören auf die Stimme des Herrn ist es möglich, eine menschliche Stadt aufzubauen, die frei ist von Gewalt und Unrecht, aufmerksam für die Not der Armen und fähig, in allen Bereichen Gerechtigkeit zu üben. Das prophetische Wort hilft dabei, die Ungerechtigkeit und die Gewalt Jerusalems und der Völker zu sehen (3,6-8), aber es schenkt auch Hoffnung. Gott spricht, damit die Welt besser wird und die Menschen sich bekehren, indem sie zuhören. Ist es möglich, dass etwas Neues entsteht, wie es Zefanja aufgezeigt hat, in seiner Stadt wie auch unter den Völkern? „Dann werde ich die Lippen der Völker verwandeln in reine Lippen.“ Dies ist die Neuigkeit des prophetischen Wortes. Sie kommt unerwartet für eine Mentalität, die für die Völker nur noch mit einem Verdammnisurteil rechnete. Gott spricht auch für sie, er gewährt ihnen die Möglichkeit, eine neue Sprache zu sprechen, eine „reine“ Sprache, die frei ist von Gewalt und fähig, das Alphabet des Wortes Gottes zu benutzen, das einzige, das Einheit schafft und Gerechtigkeit verwirklicht. Mit dieser Sprache können sich auch die anderen Völker an den Gott Israels wenden. Sie werden die Einmütigkeit finden, die so schwer zu erreichen scheint. Der Prophet unterstreicht die Annäherung der Völker: „… damit alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einmütig dienen“. Gott anzurufen und ihm zu dienen, ihn zu bitten und die eigene Abhängigkeit von ihm als seine Geschöpfe anzuerkennen, schafft die Einmütigkeit, die die einzelnen Menschen und Völker sich selbst nicht geben können. Deshalb birgt das Gebet eine außerordentliche Kraft der Einheit in sich: Unterschiedliche Menschen finden sich zusammen, alle sprechen dieselbe Sprache, sie singen auf dieselbe Weise, hören dieselben Worte, vollziehen dieselben Gesten. In diesem neuen Volk, das über die Grenzen der Ethnie hinausgeht, gibt es keinen Raum für die Arroganten, die einzig und allein in der Sprache ihres Egoismus reden. Nur ein „demütiges und armes“ Volk, das auf den Namen des Herrn vertraut, wird teilhaben können an dieser so schönen und einzigartigen Wirklichkeit, die wir in der Kirche Gottes erfahren, dem Zeichen der Einheit der Menschheitsfamilie. „Demütig“ sind die, die auf das Wort Gottes hören, und sie werden gemeinsam mit den „Armen“ das Volk bilden, das von Gott geliebt ist. Es wird eine Minderheit unter den vielen sein, die es vorgezogen haben, sich selbst zu folgen. Ein Teil davon zu sein, ist eine Gabe des Herrn, aber auch die Entscheidung eines jeden Einzelnen.


16/12/2014
Gedenken an die Mutter des Herrn


Veranstaltungen der woche
M&A
26
Sonntag 26 März
Liturgie des Sonntags
M&A
27
Montag 27 März
Gedenken an die Armen
M&A
28
Dienstag 28 März
Gedenken an die Mutter des Herrn
M&A
29
Mittwoch 29 März
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
M&A
30
Donnerstag 30 März
Gedenken an die Kirche
M&A
31
Freitag 31 März
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
APR
1
Samstag 1 April
Vorabend des Sonntags
APR
2
Sonntag 2 April
Liturgie des Sonntags