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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Genesis 6,5-8; 7,1-5.10

Der Herr sah, daß auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und daß alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war.

Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.

Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben.

Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn.

Darauf sprach der Herr zu Noach: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn ich habe gesehen, daß du unter deinen Zeitgenossen vor mir gerecht bist.

Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben Paare mit, und von allen unreinen Tieren je ein Paar,

auch von den Vögeln des Himmels je sieben Männchen und Weibchen, um Nachwuchs auf der ganzen Erde am Leben zu erhalten.

Denn noch sieben Tage dauert es, dann lasse ich es vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde regnen und tilge vom Erdboden alle Wesen, die ich gemacht habe.

Noach tat alles, was ihm der Herr aufgetragen hatte.

Als die sieben Tage vorbei waren, kam das Wasser der Flut über die Erde,

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Menschheitsgeschichte ist von Anfang an von Kampf und Brudermord gezeichnet. Es ist die Geschichte von Kain und Abel. Kain ist der starke Mann, mit dem man das städtische Leben verbindet, Abel ist sein Bruder, ein Mann, der gleichsam ohne Namen ist. Denn Abel bedeutet im Hebräischen „Hauch“, „Nichts“. Sein Name und seine Existenz bestehen also darin, Bruder eines anderen, nämlich von Kain zu sein. Kein Mensch kann existieren, wenn er nicht akzeptiert, dass er als Gegenüber einen Bruder hat, mit dem er lebt und die Welt aufbaut und dessen Andersartigkeit er akzeptiert. Ohne andere können wir unser Menschsein nicht verwirklichen. Abel war ein Hirte, ein Nomade, er war kein Ackerbauer wie Kain. Die Sünde des Kain beginnt mit der Ablehnung der Andersartigkeit Abels. Hieraus resultieren Neid, Wut und Groll, die schnell zum gewaltsamen Tod führen. Im hebräischen Text spricht Kain zu seinem Bruder, jedoch ohne Worte. Als er beginnt, Gefühle von Neid und Zorn zu entwickeln, und als Groll in ihm aufsteigt, kommt es schnell so weit, dass er nicht mehr in der Lage ist zu sprechen, ja dass er nicht mehr sprechen will. Die Feindschaft wächst und führt schließlich dazu, den anderen auszulöschen. Und noch einmal greift Gott selbst ein und erhebt seine Stimme angesichts der Angst und des Schweigens von Kain. „Wo ist dein Bruder?“, fragt Gott den Kain, wie er Adam gefragt hatte: „Wo bist du?“. Gott stellt Fragen. Seine Stimme hat immer einen fragenden Ton und sie fordert uns auf, über unseren Bruder Rechenschaft abzulegen. Es ist der Aufschrei Gottes, an uns alle und diese Welt gerichtet, gegen jede Gewalt und gegen jede Ablehnung des anderen. „Wo ist dein Bruder?“, ist die sorgenvolle Frage Gottes an eine Welt, die Gewalt hinnimmt, ohne sich darüber aufzuregen, die Krieg als unvermeidlich und Trennung als etwas Normales im Leben betrachtet. Ja, die Stimme des Blutes vieler unschuldiger Männer und Frauen, wie es Abel ist, schreit zu Gott von der Erde aus, denn von ihr stammen wir alle. Die Bibel betont von Anfang an, dass wir als Brüder und Schwestern geschaffen sind. Mann und Frau, Volk und Ethnie existieren nicht ohne ein Gegenüber, das anders ist als sie. Wenn man daran gewöhnt ist, für sich selbst und ohne andere zu leben, stellt man sich leicht gegen sie. Das kann so weit führen, dass man sogar zu Feinden wird. Die Ablehnung des Andersartigen führt zum Aufbau einer Welt, die von Gewalt beherrscht wird. In Jesus verstehen wir mit größerer Klarheit, dass jeder Mensch unser Bruder oder unsere Schwester ist, da er Kind Gottes ist und nach seinem Ebenbild und ihm ähnlich geschaffen wurde. Die Kirche und jede Gemeinschaft in ihr müssen Zeugnis ablegen von dieser Universalität, die so schwer zu akzeptieren und in der Welt umzusetzen ist.


17/02/2015
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