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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 25,6-10

Der Herr der Heere wird auf diesem Berg für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen. Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt. Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen. An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat. Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg. Moab aber wird an Ort und Stelle zerstampft, wie Stroh in der Jauche zerstampft wird.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Prophet beschreibt hier das rettende Handeln des Herrn für alle Völker mit dem Bild eines Festmahls, zu dem alle eingeladen sind. Es verdeutlicht die frohe Verheißung an das unterdrückte Volk, das endlich den Sieg über Leid und Tod besingen kann. Der Gottesdienst schenkt uns bereits heute einen Vorgeschmack auf die Freude dieses universalen Festmahls. Es geht in der Vision des Propheten freilich nicht nur um die Stillung des Hungers nach Brot, sondern um das Bedürfnis nach einem erfüllten und schönen Leben in Frieden mit allen. Heute ist leider auch unter Christen der Gedanke verbreitet, das Heil sei im individuellen Wohlergehen und in der Ruhe des eigenen Lebens zu finden. Der vorliegende biblische Text lässt uns hingegen erkennen, dass das Heil das Gegenteil jenes narzisstischen Instinkts ist, mit dem wir unseren Blick von den anderen abwenden. Der Prophet verkündigt uns heute, dass der Herr selbst die Hülle zerreißen wird, die uns in uns und in unserer kleinen Welt verschließt, in unserem eingeschränkten und ichbezogenen Horizont. Denn das Heil kommt allen Völkern zu. Es gibt kein Heil, das nur einem Einzelnen oder einer Gruppe gehört, die sich womöglich für vollkommen hält. Daher bereitet der Herr persönlich und eigenhändig das Festmahl für alle Völker vor, damit wir alle die Fülle der Kommunion mit ihm und mit allen Völkern erfahren dürfen. Diese Vision reißt den ichbezogenen Instinkt, der sich im Herzen eines jeden Menschen verbirgt, an der Wurzel aus. Auch Jesus vergleicht das Reich Gottes mit einem Festmahl (Lk 14,15-24), zu dem Gott die „Armen, Krüppel, Blinden und Lahmen" einlädt, während die Reichen, gesättigt von ihrem eigenen Ich und ganz von sich selbst eingenommen, nicht kommen wollen. Die Einladung zum Festmahl des Herrn ergeht immer an alle Menschen, und zwar nicht erst am Ende der Zeiten, sondern bereits heute. Immer dann, wenn Bande der Freundschaft und Liebe geknüpft werden, wenn sich ein Mensch von sich selbst entfernt und das Klima einer neuen Familie entsteht, verwirklicht sich dieses Festmahl. Es ist in gewisser Weise ein Festmahl, das ständig zubereitet wird und bei dem der Herr schon von jetzt an am Werk ist. So fügt der Prophet hinzu, dass Gott den Tod für immer beseitigt. Die Jünger Jesu können gemeinsam mit dem Apostel den Sieg über den Tod besingen. „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn" (1 Kor 15,55-57). Es ist ein sehr schönes Bild, zu sehen, wie der Herr von Gast zu Gast geht, um die Tränen zu trocknen, ein Bild voller Zärtlichkeit. Wie sollte man darin nicht eine Einladung an alle Gläubigen erkennen, den Dienst des Tröstens neu zu entdecken angesichts der vielen Menschen, die in unserer oft erbarmungslosen und grausamen Welt nach Stütze und Trost suchen? In diesem Sinne sollen wir die Seligpreisung Jesu aufnehmen: „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden" (Mt 5,4).


02/12/2015
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