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Das tägliche Gebet


 
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Kirche von Sant'Egidio
Rom

Ostermontag


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 2,14.22-32

Da trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte! Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wißt - ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, daß er vom Tod festgehalten wurde. David nämlich sagt über ihn: Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht. Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Zunge, und auch mein Leib wird in sicherer Hoffnung ruhen; denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis, noch läßt du deinen Frommen die Verwesung schauen. Du zeigst mir die Wege zum Leben, du erfüllst mich mit Freude vor deinem Angesicht. Brüder, ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben, und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag. Da er ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm den Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen, sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus: Er gibt ihn nicht der Unterwelt preis, und sein Leib schaut die Verwesung nicht. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die erste Lesung der Eucharistiefeier in der Osterzeit ist der Apostelgeschichte entnommen, gleichsam als Zeichen für die Frucht, die aus dem Ostergeheimnis hervorgeht. Männer und Frauen unterschiedlicher Sprachen und Herkunft sind um den Herrn Jesus versammelt, der den Tod besiegt und eine neue Kommunion unter den Menschen begründet hat. Genau das sagt Petrus auch der Menge, die sich gleich nach dem Pfingstereignis vor der Tür des Abendmahlsaales versammelt hatte, einer vielfältigen Schar von Menschen, welche für die Völker der Erde steht, die alle dieses Evangelium des Heils erwarteten. Als der Apostel in diese Gesichter blickt, die aus allen Ländern stammen, verkündet er, dass Jesus den Tod und das Böse überwunden hat und eine neue, gerechtere Welt für alle begründet hat. Dieser junge Prophet, der Wunder und Heilungen vollbracht hatte, wie Petrus betont, hatte sich freiwillig der Gewalt des Bösen ausgeliefert. Er wurde zum Tod verurteilt und ans Kreuz geschlagen. Doch der Vater hat ihn auferweckt und „von den Wehen des Todes befreit". Sein Gehorsam Gott gegenüber, die Hingabe an den Willen des Vaters und seine grenzenlose Liebe zu den Menschen hatten ihm als Lohn die Auferweckung eingebracht. „Diesen Jesus hat Gott auferweckt" sagt Petrus zu der Menge. Das ist das Osterevangelium und das Herz der christlichen Predigt, die von jenem Tag an die Jahrhunderte durchzogen hat und bis zu uns gekommen ist. Mehr noch, sie wurde uns übergeben, damit auch wir sie überall auf der Welt verkünden. Wir haben dieses Evangelium erhalten, und nun sind wir aufgerufen, es dieser globalisierten Welt mitzuteilen, die immer noch vom Bösen und vom Tod versklavt ist. Die Welt wartet darauf. Der Jesus, den Petrus verkündet, ist der Jesus des Evangeliums, also derjenige, der alle Menschen so sehr geliebt hat, dass er die Sünden aller auf sich geladen hat. Indem er sich aus Liebe dem Tod übergab, hat er ihn für immer überwunden. Hatte bis zu jenem Zeitpunkt der Tod das letzte Wort über jedes Leben, so geschah von jenem Tag an das Gegenteil: Das Leben besiegt den Tod, die Liebe besiegt das Böse. So hatten es die Propheten vorhergesagt. Mit Jesus findet diese Verheißung ihre Erfüllung. Durch das Zeugnis der Jünger aller Zeiten hindurch sagt Petrus auch heute noch: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen."


28/03/2016
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