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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der erste Brief des Petrus 1,18-25

Ihr wißt, daß ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor der Erschaffung der Welt dazu ausersehen, und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, so daß ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt. Der Wahrheit gehorsam, habt ihr euer Herz rein gemacht für eine aufrichtige Bruderliebe; darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben. Ihr seid neu geboren worden, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen: aus Gottes Wort, das lebt und das bleibt. Denn alles Sterbliche ist wie Gras, und all seine Schönheit ist wie die Blume im Gras. Das Gras verdorrt, und die Blume verwelkt; doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Dieses Wort ist das Evangelium, das euch verkündet worden ist.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Petrus schreibt an die Christen, dass der Herr sie geliebt hat und sie durch sein Blut erwählt hat, so wertvoll sind wir für ihn. Wir sind zu einem hohen Preis losgekauft „mit dem kostbaren Blut Christi". Wir sind also durch das Blut Christi erlöst. Wir sind wiedergeboren zu einem neuen Leben und deshalb können wir uns an Gott wenden wie an einen guten Vater, der uns sehr liebt und auf den wir unser ganzes Vertrauen setzen können. Dies ist die dritte Tatsache, die der Apostel festhält. Die ersten beiden haben wir gestern gehört. Als vierte Tatsachenfeststellung und Ermahnung fordert Petrus die Jünger auf, der Wahrheit gehorsam zu sein, das heißt, zu einem wahren Gehorsam ohne Zusätze zum Evangelium, wie es Franz von Assisi formuliert hat. Dieser Gehorsam wird konkret in der gegenseitigen Liebe, in dem Entstehen einer Gemeinschaft aus Brüdern und Schwestern, die einander lieben. Die geschwisterliche Liebe ist nicht eine Frage des Charakters, sie ist die Frucht des Hörens auf das Evangelium. Wie aus dem Gesetz vom Sinai das Volk Israel entstanden ist, so bildet sich jetzt aus dem Evangelium das neue Volk der Jünger Jesu. Deshalb sagt der Apostel: „Ihr seid neu geboren worden, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen: aus Gottes Wort, das lebt und das bleibt." Das Wort Gottes ist dieser „unvergängliche Same", der ins Herz der Gläubigen ausgesät wurde und sie zu einem neuen Leben wieder erstehen lässt, indem er aus ihnen eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern macht. Dieses Wort wirkt und wird nicht kleiner, „es bleibt in Ewigkeit", erinnert uns Paulus. Aus ihm kommt die Kraft, die die Jünger fähig macht, einander zu lieben, durch dieses Wort werden sie gestützt und es erhält sie in einer beständigen Brüderlichkeit


25/05/2016
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