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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenken an Floribert Bwana Chui, einen jungen Kongolesen der Gemeinschaft Sant’Egidio, der in Goma von Unbekannten getötet wurde, weil er sich der Bestechung widersetzte.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Hosea 14,2-10

Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld. Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte (der Reue) mit euch, und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns, und laß uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer Lippen. Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten, und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen. Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Großmut wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt. Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon. Seine Zweige sollen sich ausbreiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon. Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon. Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja, ich erhöre ihn, ich schaue nach ihm. Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht. Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es. Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch des Propheten Hosea schließt mit dieser leidenschaftlichen Aufforderung, zum Herrn zurückzukehren: „Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott!" Es ist eine Art Bußliturgie, die gut zum Geist dieses Heiligen Jahres der Barmherzigkeit passt. Um zu vermeiden, dass Israel nur in oberflächlicher Weise zum Herrn zurückkehrt, ohne sein Herz ergreifen zu lassen, fordert der Prophet Israel auf, die Worte vorzubereiten, die es sagen will. Denn man kann nicht unvorbereitet und eilig vor Gott treten. Das Bewusstsein für die eigene Sünde, die Bitte um Vergebung und zugleich das Wissen um die eigene Bedürftigkeit sind unerlässliche Voraussetzungen, um den Herrn in unser Herz eintreten und es heilen zu lassen. Deshalb ermahnt der Prophet: „Nehmt Worte (der Reue) mit euch." Die Begegnung mit Gott erfordert eine Innerlichkeit, ein Wissen um die eigenen Grenzen. Wir können hier etwa an die inneren Beschwerden denken, die der verlorene Sohn durchlebte, wie er im Lukasevangelium beschrieben wird. Seine traurige Lage und das Wissen um die begangene Sünde sind unerlässlich für die Entscheidung, zum Vater zurückzukehren. So bereitet er auch die Worte vor, die er seinem Vater bei der Rückkehr sagen will, wenngleich der Vater ihm dann gar keine Gelegenheit gibt, diese auszusprechen. Die Bekehrung beinhaltet, dass man den Gott Assur verlässt, dass man auf die Verehrung der Götzen verzichtet, wie auch auf die Werkzeuge des Krieges, die Pferde, und dass man sich für geistliche Opfer an Gott, der Barmherzigkeit ist, entscheidet: „Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen." Die Verzeihung und die Liebe, die Gott uns anbietet, wirken das Wunder. Israels Gesundheit wird wiederhergestellt und es erlebt einen neuen Frühling. Es wird aufblühen wie die Lilie und Wurzeln schlagen wie ein Baum des Libanon, es wird die Schönheit des Ölbaums haben und wieder im Schatten Gottes sitzen. Das Leben dessen, der sein Herz bekehrt und zum Herrn zurückkehrt, wird dargestellt als ein üppiger Garten und als eine Quelle, die allen, die sich ihnen nähern, Zuflucht bieten und ihren Durst stillen können.


08/07/2016
Gedenken an den gekreuzigten Jesus


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