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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jeremia 31,1-7

In jener Zeit - Spruch des Herrn - werde ich der Gott aller Stämme Israels sein, und sie werden mein Volk sein. So spricht der Herr: Gnade fand in der Wüste das Volk, das vom Schwert verschont blieb; Israel zieht zum Ort seiner Ruhe. Aus der Ferne ist ihm der Herr erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir so lange die Treue bewahrt. Ich baue dich wieder auf, du sollst neu gebaut werden, Jungfrau Israel. Du sollst dich wieder schmücken mit deinen Pauken, sollst ausziehen im Reigen der Fröhlichen. Wieder sollst du Weingärten pflanzen auf Samarias Bergen. Wer Pflanzungen anlegt, darf ihre Früchte genießen. Denn es kommt der Tag, da rufen die Wächter auf Efraims Bergland: Auf, laßt uns hinaufpilgern nach Zion zum Herrn, unserem Gott. Ja, so spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Beziehung zwischen dem Herrn und seinem Volk kann am besten mit der Sprache der Liebe beschreiben werden: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir so lange die Treue bewahrt. Ich baue dich wieder auf, du sollst neu gebaut werden, Jungfrau Israel." Die Liebe Gottes zu Israel ist „ewig" und beständig. Sie bleibt bestehen, was auch geschehen mag. Ihren Anfang können wir im Exodus sehen, als Gott nach der Befreiung seines Volkes aus der Knechtschaft Ägyptens dem Bund zwischen sich und seinem Volk in der Wüste Bestand verleiht. Die Wüste wurde somit zum Zeugen der Zuneigung, mit der sich Gott als Bräutigam um seine Braut sorgt. Dort lernte Israel die Liebe zum Herrn, und der Herr besiegelte den Bund der Treue zu seinem Volk auf der Grundlage dieser ewigen Liebe. Auch der Prophet Hosea verwendet das Bild der Ehe. Er nimmt Bezug auf Gott, der die ursprüngliche Liebe zu Israel wiederherstellen möchte. Dazu wählt er den Ort, an dem diese Liebe begann: „Ich will sie in die Wüste hinausführen und sie umwerben" (Hos 2,16). Die Wüste ist kein mythischer Ort, sondern der Ort, an dem die Liebe hartnäckig und mit Hingabe aufgebaut wird und der Gläubige sich der Macht der Leidenschaft und der Notwendigkeit der Treue zum Herrn und seinem Bund bewusst wird. Die Wüste wird zum Weg der Hoffnung hin zu einem „Ort seiner Ruhe". Doch womit soll man heute die Wüste vergleichen, wenn nicht mit unseren Städten, die oft ohne Leben und Liebe sind, eben wie eine Wüste? Genau hier, in dieser heutigen Wüste, sollen die Gläubigen den Bund mit Gott wiederfinden und ihn von Neuem leben. Im Herzen unserer Städte liegt der Schmelztiegel der Liebe und der Leidenschaft für eine neue Stadt als Ort der Heiterkeit und des Friedens für alle. Der Weg aus der Wüste nach Jerusalem ist nicht irgendwo anders, er ist dem Leben der Menschen nicht fremd. Dieser Weg ist mitten in der Stadt, im Zusammenleben der Menschen. Wir sind gerufen, unsere Städte, die oft Wüsten ähneln, die von Gewalt und Einsamkeit beherrscht sind, in Orte der Liebe und des Friedens zu verwandeln. So werden unsere Städte allmählich Jerusalem ähnlich, das als „Ort der Ruhe" gilt, an dem der Herr wohnt, diesem heiligen Berg, der erstrahlt und ein Licht ist, das sich über die ganze Erde verbreitet. Dieser Weg führt nach oben, er löst sich von der Ichbezogenheit, die uns ständig nach unten zieht. Der Prophetenspruch weist den Weg von einer Stadt, die Wüste ist, hin zu einer befriedeten Stadt, wo die Dürre verschwunden ist und Güter im Überfluss vorhanden sind, wo Freudentänze Jung und Alt vereinen. Diese prophetischen Worte beziehen sich auf die Gemeinschaft der Gläubigen, die vor dem Herrn versammelt und in seinen Plan der Liebe für die Welt einbezogen ist. Zu ihr gehören Arme und Kranke, „Blinde und Lahme" (Jer 31,8), Frauen und Kinder, alle, die sich vom Evangelium der Freundschaft und des Festes angezogen fühlen. Dabei wird niemand übersehen. So spricht der Herr: „Ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn" (Jer 31,9).


03/08/2016
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