Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

change language
sie sind in: home - gebet - das tägliche gebet kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Das tägliche Gebet


 
druckversion

Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Das Evangelium nach Matthäus 18,21-35

Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muß ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloß, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.

 

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Lob sei dir, Lob sei dir, oh Herr,
König der ewigen Herrlichkeit.

Petrus kommt zu Jesus und fragt ihn, wie oft er vergeben müsse. Um seine Großzügigkeit zu zeigen, macht er auch ein edles Angebot: siebenmal. Mit seiner Frage will er das instinktive und normale „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ überwinden und ist bereit, mehr hinzunehmen, als von ihm verlangt werden kann. Doch Jesus schafft mit seiner Antwort jegliches Maß ab. Petrus hatte ein Maß für die Vergebung gesucht, das schon großzügig war, doch Jesus schafft jedes Maß ganz ab. Das ist kein Zufall. Denn die Vergebung ist wie die Liebe. Sie ist ohne Einschränkung und ohne Grenzen. Jesus fordert daher Petrus und seine Jünger zu einer grenzenlosen Vergebung auf: siebenundsiebzigmal, das heißt immer. Nur so kann der Mechanismus beseitigt werden, der immer wieder neu Sünde, Spaltung und Rache unter den Menschen hervorbringt. Als Jesus die Verblüffung des Petrus über seine Antwort erkennt, erzählt er das Gleichnis von einem König, der von seinen Dienern Rechenschaft verlangt. Einer von ihnen hat ihm gegenüber mit zehntausend Talenten eine katastrophal hohe Schuld, was ungefähr hundert Milliarden Euro entspricht. Der Diener will ein Versprechen machen, das er niemals einhalten kann, und bittet den König um Geduld. Aus Großherzigkeit erlässt ihm der König seine ganze Schuld. Die Freude des Dieners können wir uns vorstellen. Doch sein Herz hat sich von dieser grenzenlose Barmherzigkeit des Königs nicht im Geringsten berühren lassen. Vielmehr ist er der gleiche geblieben wie immer. So kommt es, dass dieser Diener bei der Begegnung mit einem anderen Diener, der ihm eine winzige Geldsumme schuldet, nicht nur keine Geduld mit ihm hat, obwohl er eben noch selbst den König um Nachlass der eigenen Schuld angefleht hatte. Er packt ihn auch noch am Kragen und erwürgt ihn fast. Die Folgen sind für ihn dramatisch. Durch sein verhärtetes und böses Herz wird ihm die Schuld nicht erlassen. Er bekommt stattdessen die härteste Strafe. Wer sich von seiner Herzenshärte beherrschen lässt, der wird durch die eigene Hartherzigkeit bestraft. Mit diesem Gleichnis erinnert uns Jesus daran, dass wir vor Gott als Schuldner dastehen. Er fordert uns zur Dankbarkeit für die große Barmherzigkeit des Herrn auf, in der er alle Schuld erlässt. Wachen wir über uns selbst und versuchen wir, die Barmherzigkeit Gottes nachzuahmen. Denn wir sind schnell dabei, uns zu verteidigen und hart gegenüber den Anfragen der anderen zu sein. Deshalb legt uns Jesus im Vater¬unser-Gebet diese Worte in den Mund: „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Anhand des heutigen Gleichnisses können wir die Bedeutung und Ernsthaftigkeit dieser Bitte verstehen. Bekehren wir unser Herz zum Herrn und nehmen wir seine Barmherzigkeit auf.


21/03/2017
Gedenken an die Mutter des Herrn


Veranstaltungen der woche
NOV
19
Sonntag 19 November
Liturgie des Sonntags
NOV
20
Montag 20 November
Gebet für den Frieden
NOV
21
Dienstag 21 November
Gedenken an die Mutter des Herrn
NOV
22
Mittwoch 22 November
Gedenken an die Heiligen und die Propheten
NOV
23
Donnerstag 23 November
Gedenken an die Kirche
NOV
24
Freitag 24 November
Gedenken an den gekreuzigten Jesus
NOV
25
Samstag 25 November
Vorabend des Sonntags
NOV
26
Sonntag 26 November
Liturgie des Sonntags