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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom

Gedenktag des heiligen Ägidius. Er war ein Mönch aus dem Osten, der in den Westen kam, in Frankreich lebte und Vater vieler Mönche wurde. Der Name der Gemeinschaft Sant’Egidio geht auf die ihm geweihte Kirche in Rom zurück. Gedenken an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Gebet für das Ende aller Kriege. Für die orthodoxe Kirche beginnt das Kirchenjahr. Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung. Die Muslime feiern das Opferfest (Aid-al-Adha).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 5,1-13

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt. Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Heute gedenken wir des heiligen Ägidius, eines Mönches der frühen Christenheit. Er war von Griechenland aus aufgebrochen und hatte sich in Südfrankreich niedergelassen. Laut der Tradition geschah dies im 9 Jahrhundert, als die Kirche noch nicht geteilt war und es einen regen Austausch zwischen Orient und Okzident gab. Dieses Zeichen wollen wir am heutigen Tag, an dem die orthodoxe Kirche ihr Kirchenjahr beginnt, bewusst aufnehmen und für die Einheit der Kirche beten. Der heilige Mönch Ägidius erinnert uns an den Vorrang Gottes, der im Leben aller Jünger aufleuchten muss. Aus eigener Entscheidung blieb er nicht allein, sondern wurde zum Vater einer Gemeinschaft von Anhängern und Verteidigern der Armen. Daran erinnert seine Hand, die von dem Pfeil getroffen wurde, mit dem der König eine Hirschkuh hatte töten wollen. Sein Sterbeort liegt auf dem Pilgerweg nach Compostela, was dazu führte, dass sich das Gedenken an ihn in jeden Winkel Europas hin verbreitete. Durch die Jahrhunderte hindurch wurde sein Name zur Heilung vom Bösen, zur Befreiung von vielen unterschiedlichen Übeln angerufen. In heutiger Zeit hat die Gemeinschaft Sant‘Egidio, Hüterin der kleinen Kirche mitten im römischen Stadtviertel Trastevere, die ihm geweiht ist, seinen Namen angenommen. Diese Kirche wurde 1973 zum ersten zu Hause der Gemeinschaft und auch heute noch schlägt hier ihr Herz. In der Kirche ist die Ikone des Heiligen Antlitzes aufbewahrt, die jeden Gebetsort der Gemeinschaft in aller Welt begleitet und auch auf dem Umschlag dieses Buches zu sehen ist als Zeichen dafür, dass sie jeden behütet, der dieses Buch zum Gebet öffnet. So kann man in ganz einfacher Weise am Gebet eines Volkes teilhaben, das im Osten und im Westen unablässig auf das Wort des Herrn hört und ihn um Frieden auf Erden bittet.
Wir erinnern heute an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, der die Welt mitten im zwanzigsten Jahrhundert verwüstete. Der Evangelienabschnitt, den wir heute gehört haben, führt uns mit Jesus auf den Berg der Seligpreisungen. Laut dem Evangelisten Matthäus steigt Jesus auf einen Berg, den bevorzugten Ort der göttlichen Verkündigung. Dort hat er eine Menschenmenge vor sich, die ihm seit mehreren Tagen folgt. Wir können uns vorstellen, wie Jesus diese Menschenmenge betrachtet; vielleicht kennt er ihre Geschichten, sicher aber ihre Fragen und Nöte, und so hat er Mitleid mit ihnen. Gerade dieses starke Gefühl des Mitleids ist für die Kirche und jede christliche Gemeinschaft grundlegend und Urgrund für ihr Dasein. Jesus nennt die Armen und Schwachen „selig“, genauso wie diejenigen, die sich ihrer erbarmen. Der neue Weg, den er der Welt vorschlägt, besteht in einem Bund zwischen den Armen und den Jüngern. Dies ist der Weg der Seligpreisung und des Glückes, der Weg des Reiches Gottes. Jesus unterstreicht, dass selig ist, wer in seinem Geist arm ist vor Gott, also demütig ist. Im Geiste arm zu sein bedeutet keineswegs, reich und fern von Gott zu sein. Selig sind auch die Barmherzigen, die Leidgeprüften, die Sanftmütigen, die nach Gerechtigkeit Hungernden, die Menschen, die reinen Herzens sind, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten und auch die, die um seines Namens willen beschimpft und verfolgt werden. Nie zuvor hatten die Jünger solche Worte gehört. Vielleicht kamen sie ihnen unwirklich vor. Für Jesus waren sie die Realität der neuen Welt, die zu begründen er gekommen war. Das Evangelium schlägt sie auch uns heute vor, die wir im Begriff stehen, unser normales Leben wieder aufzunehmen. Auch wir könnten denken, es handle sich um schöne Worte, die man aber nicht verwirklichen könne. Für Jesus ist das nicht so. Denn er will für die Jünger eine wahre, volle und robuste Glückseligkeit. Wir dagegen bevorzugen manchmal ein etwas besseres Leben, ein wenig mehr Ruhe, mehr nicht. Wir wollen nicht wirklich „selig“ sein. Tatsächlich ist „Seligkeit“ zu einer Art Fremdwort geworden, weil es zu vollmundig und übertrieben klingt. Es ist so stark und schwerwiegend, dass es sich zu sehr von unseren kleinen und oft bedeutungslosen Befriedigungen unterscheidet. Diese Seite des Evangeliums ist wirklich eine gute Nachricht für uns, denn sie entreißt uns einem immer banaleren Leben und drängt uns zu einem sinnvolleren Dasein und zu einer tieferen Freude. Die Seligpreisungen sind nicht zu hoch für uns, sie waren es auch nicht für die Menschenmenge, die sie zuerst hörte. Sie zeichnen die Konturen des Antlitzes Jesu nach, denn er ist der Mensch der Seligpreisungen, der Arme, der Sanftmütige, der nach Gerechtigkeit Hungernde, der Leidenschaftliche und Barmherzige, der Verfolgte und zu Tode Gebrachte. Betrachten wir ihn, folgen wir ihm nach, und auch wir werden selig sein.


01/09/2017
Gedenken an die Heiligen und die Propheten


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