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Das tägliche Gebet


 
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Ikone des
Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 25,13-27

Einige Tage später trafen König Agrippa und Berenike in Cäsarea ein, um Festus ihre Aufwartung zu machen. Sie blieben mehrere Tage dort. Da trug Festus dem König den Fall des Paulus vor und sagte: Von Felix ist ein Mann als Gefangener zurückgelassen worden, gegen den die Hohenpriester und die Ältesten der Juden, als ich in Jerusalem war, vorstellig wurden. Sie forderten seine Verurteilung, ich aber erwiderte ihnen, es sei bei den Römern nicht üblich, einen Menschen auszuliefern, bevor nicht der Angeklagte den Anklägern gegenübergestellt sei und Gelegenheit erhalten habe, sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. Als sie dann zusammen hierher kamen, setzte ich mich gleich am nächsten Tag auf den Richterstuhl und ließ den Mann vorführen. Bei der Gegenüberstellung brachten die Kläger keine Anklage wegen solcher Verbrechen vor, die ich vermutet hatte; sie führten nur einige Streitfragen gegen ihn ins Feld, die ihre Religion und einen gewissen Jesus betreffen, der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe. Da ich mich auf die Untersuchung dieser Dinge nicht verstand, fragte ich, ob er nach Jerusalem gehen wolle, um sich dort deswegen richten zu lassen. Paulus jedoch legte Berufung ein; er wollte bis zur Entscheidung der kaiserlichen Majestät in Haft bleiben. Daher gab ich Befehl, ihn in Haft zu halten, bis ich ihn zum Kaiser schicken kann. Da sagte Agrippa zu Festus: Ich würde den Mann gern selbst hören. Morgen, antwortete er, sollst du ihn hören. So kamen am folgenden Tag Agrippa und Berenike mit großem Gepränge und betraten die Empfangshalle, zusammen mit den Obersten und den vornehmsten Männern der Stadt. Auf Befehl des Festus wurde Paulus vorgeführt, und Festus sagte: König Agrippa und all ihr Männer, die ihr hier bei uns seid! Da seht ihr den Mann, dessentwegen mich alle Juden in Jerusalem und auch hier bestürmt haben mit ihrem Geschrei, er dürfe nicht länger am Leben bleiben. Ich aber konnte bei ihm nichts feststellen, worauf die Todesstrafe steht. Da er jedoch selbst an die kaiserliche Majestät appelliert hat, habe ich beschlossen, ihn hinzuschicken. Etwas Genaues über ihn weiß ich meinem Herrn allerdings nicht zu schreiben. Darum habe ich ihn euch und vor allem dir, König Agrippa, vorführen lassen, um nach dem Verhör zu wissen, was ich schreiben kann. Denn es scheint mir unsinnig, einen Gefangenen zu schicken, ohne anzugeben, was man ihm vorwirft.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Lukas schiebt hier wie eine Art Zwischenspiel die Begegnung des Paulus mit König Agrippa II. und dessen Schwester Berenike ein, die nach Cäsarea gekommen waren, um Festus, dem Statthalter Roms, ihren Besuch abzustatten. Festus fasst den Prozess für den König zusammen und kommt scharfsinnig sofort zum Kern des Problems: Paulus behauptet, dass ein gewisser Jesus, den die Juden für tot halten, am Leben sei. Dies war tatsächlich die Kernaussage der Verkündigung des Apostels, wie sie aus der Gesamtheit seiner Briefe hervorgeht: Der Tod und die Auferstehung Jesu sind die Säulen, die das Evangelium des Paulus tragen. Zu glauben, dass Jesus auferstanden ist, heißt, dass er das Böse und dessen erste Frucht, den Tod, besiegt hat. Deshalb wird er „Christus“, Gesandter Gottes und „Herr“ genannt. Genau das meinen wir nämlich jedes Mal, wenn wir „unser Herr Jesus Christus“ sagen: dass Jesus von Nazaret von Gott auf diese Erde gesandt wurde und dass er ihn zum Herrn, das heißt zum Bezwinger des Bösen und des Todes gemacht hat. Das ist eine völlig neue Botschaft: Mit der Auferstehung Jesu ist das Leben der Menschen nicht länger in den irdischen Horizont eingeschlossen, sondern öffnet sich auf einen neuen, ungeahnten und vielleicht sogar unvorstellbaren Horizont hin. Das ist das größte Geschenk, das Gott der Menschheit machen konnte: so groß, dass die Kirche in der Osternacht die „glückliche Schuld“ Adams besingt, die das Kommen des Erlösers ermöglicht hat. Um diese Hoffnung weiterzugeben, hat Paulus alle Arten von Schwierigkeiten und Gefahren und jetzt auch noch einen langen Prozess in Kauf genommen. Er zählt zu der Schar der ersten Jünger, die ihr Leben hingegeben haben, um für die Auferstehung des Herrn Zeugnis abzulegen. Viele andere sind im Lauf der Jahrhunderte denselben Weg gegangen. Im vergangenen Jahrhundert haben Millionen von Christen in den Gulags und Konzentrationslagern diesen selben Glauben mit dem Leben bezahlt. Vielleicht verdanken wir es ihrem Blut, dass wir heute mit größerer Hoffnung in unsere Zukunft blicken können, denn eine Liebe, die bis zur Hingabe des Lebens geht, ist eine heilige Kraft, die uns auch weiterhin aufrichtet.


22/11/2017
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