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Das tägliche Gebet


 
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Heiligen Antlitzes
Kirche von Sant'Egidio
Rom


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 19,21-41

Nach diesen Ereignissen nahm sich Paulus vor, über Mazedonien und Achaia nach Jerusalem zu reisen. Er sagte: Wenn ich dort gewesen bin, muß ich auch Rom sehen. Er sandte zwei seiner Helfer, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien voraus und blieb selbst noch eine Zeitlang in der Provinz Asien. Um jene Zeit aber wurde der (neue) Weg Anlaß zu einem schweren Aufruhr. Denn ein Silberschmied namens Demetrius, der silberne Artemistempel herstellte und den Künstlern viel zu verdienen gab, rief diese und die anderen damit beschäftigten Arbeiter zusammen und sagte: Männer, ihr wißt, daß wir unseren Wohlstand diesem Gewerbe verdanken. Nun seht und hört ihr, daß dieser Paulus nicht nur in Ephesus, sondern fast in der ganzen Provinz Asien viele Leute verführt und aufgehetzt hat mit seiner Behauptung, die mit Händen gemachten Götter seien keine Götter. So kommt nicht nur unser Geschäft in Verruf, sondern auch dem Heiligtum der großen Göttin Artemis droht Gefahr, nichts mehr zu gelten, ja sie selbst, die von der ganzen Provinz Asien und von der ganzen Welt verehrt wird, wird ihre Hoheit verlieren. Als sie das hörten, wurden sie wütend und schrien: Groß ist die Artemis von Ephesus! Die ganze Stadt geriet in Aufruhr; alles stürmte ins Theater, und sie schleppten die Mazedonier Gaius und Aristarch, Reisegefährten des Paulus, mit sich. Als aber Paulus in die Volksversammlung gehen wollte, hielten ihn die Jünger zurück. Auch einige hohe Beamte der Provinz Asien, die mit ihm befreundet waren, schickten zu ihm und rieten ihm, nicht ins Theater zu gehen. Dort schrien die einen dies, die andern das; denn in der Versammlung herrschte ein großes Durcheinander, und die meisten wußten gar nicht, weshalb man überhaupt zusammengekommen war. Die Juden schickten Alexander nach vorn, und aus der Menge gab man ihm noch Hinweise. Alexander gab mit der Hand ein Zeichen und wollte vor der Volksversammlung eine Verteidigungsrede halten. Doch als sie merkten, daß er ein Jude war, schrien sie alle fast zwei Stunden lang wie aus einem Mund: Groß ist die Artemis von Ephesus! Der Stadtschreiber aber brachte die Menge zur Ruhe und sagte: Männer von Ephesus! Wer wüßte nicht, daß die Stadt der Epheser die Tempelhüterin der Großen Artemis und ihres vom Himmel gefallenen Bildes ist? Dies ist unbestreitbar; ihr müßt also Ruhe bewahren und dürft nichts Unüberlegtes tun. Ihr habt diese Männer hergeschleppt, die weder Tempelräuber noch Lästerer unserer Göttin sind. Wenn also Demetrius und seine Zunftgenossen eine Klage gegen irgend jemand haben, so gibt es dafür Gerichtstage und Prokonsuln; dort mögen sie einander verklagen. Wenn ihr aber noch etwas anderes vorzubringen habt, so kann das in der gesetzmäßigen Volksversammlung geklärt werden. Sonst sind wir in Gefahr, daß man uns nach dem heutigen Vorfall des Aufruhrs anklagt, weil kein Grund vorliegt, mit dem wir diesen Volksauflauf rechtfertigen könnten. Nach diesen Worten löste er die Versammlung auf.

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Am Ende dieser Reise fasst Paulus den konkreten Entschluss, nach Rom, in die Hauptstadt des Reiches, zu reisen. Wenig später (Apg 23,11) wird Jesus selbst zu ihm sagen: „Hab Mut! Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.“ Auf dieses Ziel hin richtet der Verfasser der Apostelgeschichte seinen gesamten Bericht aus. Er will damit zum Ausdruck bringen, dass die in Jerusalem entsprungene Quelle lebendigen Wassers nun ihren neuen Mittelpunkt in Rom finden soll, um von dort aus überallhin verbreitet zu werden. Zudem wurde uns das Evangelium geschenkt, um die Geschichte und das Leben der Menschen zu verändern, wie der Sauerteig einen Teig ganz und gar verwandelt. Wie es immer wieder geschieht, nimmt die Veränderung der Welt ihren Anfang im Herzen des Menschen. Das Evangelium verändert das menschliche Herz und macht es zu einem neuen Sauerteig, der das Leben der eigenen Stadt menschlicher macht. Das stellen auch die Silberschmiede in Ephesus fest, die mit den Statuen des sehr berühmten Artemistempels Geschäfte machten. Als Paulus viele davon überzeugen kann, diesem Aberglauben abzuschwören und sich direkt an Gott zu wenden, spüren die Silberschmiede, dass sie ihre Einnahmequelle verlieren könnten. Der christliche Glaube ist ja nicht dazu bestimmt, im kleinen Kreis gelebt oder nur als Privatsache behandelt zu werden. Zum Glauben der Christen gehört unabdingbar seine soziale Dimension. Genau diese Auswirkung des Glaubens der neuen Christen auf das gesellschaftliche Leben in Ephesus ist der Anlass für die Silberschmiede, gegen Paulus eine große Kundgebung zu organisieren. Sie wollen keineswegs auf ihre Geschäfte verzichten. Wenn Geld und Gewinn Ziel des Lebens sind, dann machen sie die Männer und Frauen zu Sklaven, die nicht hinnehmen wollen, dass die Verkündigung die Menschen frei macht. Mehr als einmal hat Jesus mit aller Klarheit gesagt, dass das Glück und der Sinn des Lebens nicht darin bestehen, Reichtümer anzuhäufen, sondern darin, die Liebe zu leben und sie überall zu verkünden.


26/10/2017
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